Toyota Professional auf der IAA Transportation 2026: Toyota treibt mit starken Kooperationspartnern die Wasserstoffmobilität im Schwerlastverkehr weiter voran
Ganzheitlicher Ansatz von Brennstoffzellentechnologie über Nutzfahrzeuge bis zu integrierten Wasserstoff-Ökosystemen als Bestandteil der Toyota Multi-Pathway-Strategie
Das Wichtigste in Kürze
- Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Antriebe und erschließt insbesondere im Schwerlastverkehr zusätzliche Potenziale zur CO₂-Reduktion.
- Toyota verfügt über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Erprobung von Brennstoffzellentechnologien.
- Kooperationen mit Scania und IVECO beschleunigen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft.
- Validierungs- und Testaktivitäten starten noch 2026
Impressionen
Köln. Im Rahmen der IAA Transportation 2026 präsentiert Toyota eine Reihe neuer Aktivitäten und Projekte im Bereich Wasserstoff. Das Spektrum reicht von aktuellen Technologieentwicklungen bis hin zu konkreten Anwendungen im schweren Straßengüterverkehr.
Toyota und Scania gaben am 7. September eine Partnerschaft bekannt, um Wasserstoff-Brennstoffzellenlösungen für den Schwerlastverkehr durch den Einsatz in realen Logistikprozessen voranzutreiben.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird Toyota Brennstoffzellensysteme für 40 Schwerlastfahrzeuge im Rahmen des „Pilot Partner“-Programms von Scania liefern. Das Programm bringt Scania mit ausgewählten Kunden zusammen, um unter realen Betriebsbedingungen eine breite Palette neuester Transporttechnologien, darunter auch Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme, zu evaluieren. Da Schwerlast-Brennstoffzellenanwendungen weiter zunehmen, soll diese Initiative Aufschluss über die technische Leistung, die betriebliche Effizienz und die Gesamtbetriebskosten geben. Durch die Integration der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie von Toyota wird im Rahmen der Partnerschaft untersucht, wie brennstoffzellenbetriebene Lkw anspruchsvolle Schwerlasttransporte unterstützen können.
Die Fahrzeuge werden mit Toyotas neuestem Brennstoffzellensystem der dritten Generation ausgestattet sein, das in einer äußerst kompakten Bauweise eine Leistung von 300 kW für Schwerlastanwendungen und eine Vielzahl weiterer Einsatzfälle liefert.
Die ersten wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw von Scania werden im ersten Quartal 2027 in Betrieb genommen.
Hiroki Nakajima, Executive Vice President, Toyota Motor Corporation:
„Wir sind davon überzeugt, dass der Schwerlastverkehr entscheidend für den Aufbau der Wasserstoffnachfrage und der Infrastruktur ist. Darüber hinaus glauben wir, dass Wasserstoff die richtige Lösung für anspruchsvolle Schwerlastanwendungen ist, bei denen große Reichweite, hohe Auslastung und betriebliche Effizienz unerlässlich sind. Indem wir Toyotas Brennstoffzellensystem der dritten Generation in die Logistikabläufe der Scania-Kunden integrieren, machen wir gemeinsam einen wichtigen Schritt, damit die wasserstoffbetriebene Mobilität in der gesamten europäischen Schwerlastverkehrsbranche eine größere Rolle spielen kann.“
„Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Toyota, um zu untersuchen, wie sich die Brennstoffzellentechnologie im anspruchsvollen realen Transportbetrieb bewährt. Im Rahmen unseres Pilot-Partner-Programms arbeiten wir mit ausgewählten Kunden zusammen, um neue Technologien in konkreten Anwendungsfällen zu testen, aus deren Erfahrungen zu lernen und unsere Lösungen weiterzuentwickeln. Diese Zusammenarbeit wird uns wertvolle Einblicke in die Chancen und Herausforderungen der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie im Schwerlastverkehr verschaffen.“ Sara Forsberg, Chief Technology Officer, Scania
Am 10.09.2026 gaben Toyota und IVECO ihre intensivierte Zusammenarbeit im Bereich wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge bekannt. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts EMPOWER entwickeln beide Unternehmen eine neue Generation von Brennstoffzellen-Lkw für den schweren Straßengüterverkehr. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit, Effizienz und Praxistauglichkeit von Wasserstofftechnologien für anspruchsvolle Transportaufgaben weiter zu steigern.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Integration der neuesten Toyota Brennstoffzellentechnologie in künftige Schwerlastfahrzeuge von IVECO. Toyota bringt dabei seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Industrialisierung von Brennstoffzellensystemen ein, während IVECO seine Kompetenz in der Entwicklung und Validierung von Nutzfahrzeugen für den gewerblichen Einsatz beisteuert.
Die neue Fahrzeuggeneration soll gegenüber bisherigen Brennstoffzellen-Lkw deutliche Fortschritte bei Reichweite, Energieeffizienz und Lebensdauer erzielen. Das mit Brennstoffzellensystemen von Toyota ausgestattete Fahrzeugkonzept erreicht eine Systemleistung von 300 kW und ermöglicht Reichweiten von mehr als 900 Kilometern. Gleichzeitig wurde die Lebensdauer auf mehr als 25.000 Betriebsstunden erhöht.
Die Validierungs- und Testphase beginnt noch in diesem Jahr. Erste Erprobungen unter realen Einsatzbedingungen sollen 2027 folgen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Wasserstofftechnologien für den Fern- und Schwerlastverkehr weiterzuentwickeln und den Weg für eine breitere Markteinführung zu ebnen.
Für Toyota ist die Zusammenarbeit ein weiteres Beispiel für den technologieoffenen Ansatz des Unternehmens bei der Weiterentwicklung der Antriebssysteme. Wasserstoff spielt dabei insbesondere im schweren Güterverkehr eine wichtige Rolle, da Brennstoffzellenantriebe hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und eine hohe Verfügbarkeit ermöglichen.
Shinichi Yasui, Executive Vice President, R&D, Toyota Motor Europe: „Der Übergang zum emissionsreduzierten Güterverkehr erfordert Technologien, die den Anforderungen des gewerblichen Verkehrs gerecht werden. Für den Schwerlastbetrieb mit hohen Laufleistungen bietet die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie durch die Kombination von Reichweite, Verfügbarkeit und Effizienz ein großes Potenzial. Durch die Zusammenarbeit mit IVECO wollen wir zeigen, wie Toyotas Brennstoffzellensystem der dritten Generation Kunden dabei unterstützen kann, auf eine zukunftsorientierte Logistik umzusteigen, ohne dabei betriebliche Anforderungen zu beeinträchtigen“.
„Wasserstoff ist ein entscheidender Faktor für das zukünftige Energie- und Mobilitätsökosystem. Durch die Zusammenarbeit mit Toyota im Rahmen von EMPOWER investieren wir in eine langfristige Vision für den Schwerlastverkehr, die Energiesicherheit und Betriebsleistung vereint. Im Rahmen von EMPOWER bündeln wir führendes Fachwissen im Bereich Brennstoffzellen und fortschrittliche Fahrzeugtechnik, um das volle Potenzial von Wasserstoff auszuschöpfen und die Weiterentwicklung des Schwerlastverkehrs voranzutreiben. Gemeinsam wollen wir die Einführung emissionsfreier Lösungen beschleunigen und dazu beitragen, den Güterverkehr in den kommenden Jahrzehnten neu zu definieren“, sagte Marco Liccardo, Chief Technology & Digital Officer der Iveco Group.
Weitere Details zu den verschiedenen Wasserstoffinitiativen stellt Toyota auf der Pressekonferenz am 14. September um 10:20 Uhr am Stand C91/C95 in Halle 13 vor.
Sustainable Development Goals (SDG) - Ziele für nachhaltige Entwicklung
Mobilität für alle: Die Toyota Motor Corporation entwickelt und produziert innovative, sichere und hochwertige Produkte und Services, um allen Menschen die Freude einer uneingeschränkten Mobilität zu bieten. Wir erreichen unsere Ziele nur dann, wenn wir unsere Kunden, Partner, Mitarbeiter und die Gesellschaften unterstützen, in denen wir tätig sind. Seit unserer Gründung im Jahr 1937 arbeiten wir an einer sichereren, nachhaltigeren und inklusiveren Gesellschaft. Auch heute – während wir uns zu einem Mobilitätsunternehmen wandeln, das Technologien für Vernetzung, Automatisierung, Sharing und Elektrifizierung entwickelt – bleiben wir unseren Leitprinzipien und den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verpflichtet. Damit wollen wir zu einer besseren Welt beitragen, in der sich jeder frei bewegen kann.
SDG-Initiativen: https://global.toyota/en/sustainability/sdgs