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Toyota auf der Weltausstellung 2005 in Aichi, Japan

EXPO 2005 zeigt Konzepte für die ökologische Gesellschaft der Zukunft

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Impressionen

Toyota City/Japan. Perspektiven, die die nachhaltige Gesellschaft des 21. Jahrhundert aufzeigen – das ist das Ziel der Weltausstellung 2005 im japanischen Aichi, welche die Nachfolge der EXPO 2000 in Hannover antritt. Unter dem Thema „Die Weisheit der Natur“ nehmen zwischen dem 25. März und dem 25. September 122 Nationen und zahlreiche weltweite Organisationen teil. Toyota ist einer der wenigen Aussteller aus der Industrie, der mit einem eigenen Pavillon vertreten ist.

Auf dem 158 Hektar großen Hauptausstellungsgelände nahe der Stadt Nagakute im geografischen Zentrum Japans erleben Besucher, wie Mensch, Natur und Technik im Einklang miteinander stehen können. Dabei hat das EXPO-Gelände an sich schon Symbolwert: Vor 100 Jahren noch eine durch Tonabbau und Flächenrodungen verwüstete Landschaft, ist nach intensiver Rekultivierung heute ein großer Teil des EXPO-Geländes bewaldet und ein Reservat für seltene Tiere und Pflanzen. Entsprechend hoch und umfangreich waren die Umweltauflagen für die Aussteller. Nach Abschluss der Weltausstellung wird das Gebiet wieder komplett renaturiert und seiner natürlichen Bestimmung zugeführt.

Durch Erlebnisprogramme und Workshops für Erwachsene und Kinder wird der Wald ganz gezielt in das Programm der Weltausstellung einbezogen. Und auf dem kleineren EXPO-Gelände Seto, dem „spirituellen Herz“ der EXPO, lernen Besucher die traditionelle japanische Satoyama-Kultur kennen, die ein Leben im Einklang mit der Natur lehrt.

Nach Überzeugung der EXPO-Veranstalter sind jedoch das Kennenlernen und Schätzen der Natur nur ein Aspekt einer ökologisch orientierten Gesellschaft. Vor allem will die EXPO zeigen, wie neue Ideen und Technologien einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist der Pavillon der Toyota-Gruppe: Vollständig aus wieder verwertbaren Materialien und nachwachsenden Rohstoffen konstruiert, lassen sich seine Bestandteile nach dem Ende der EXPO komplett wiederverwenden. Und eine eigens errichtete Windkraftanlage in der Nähe versorgt das Gebäude mit umweltfreund-lichem Strom.

Vollkommen emissionsfrei verkehren auch die Busse zwischen dem Nagakute- und dem Seto-Gelände. Die innovativen Brennstoffzellen-Hybridbusse von Toyota werden mit Wasserstoff betrieben und wandeln darüber hinaus die Bremsenergie in elektrische Energie um. Noch futuristischer ist der Besuchertransport auf dem Nagakute-Gelände selber. Mit den IMTS-Fahrzeugen zeigt Toyota eine Technologie, die Vorteile von Bus und Zug miteinander vereint und so vollkommen neue Mobilitätskonzepte erlaubt. Auf speziellen Wegen, die mit Magnetleitsystemen präpariert sind, bewegen sich Kolonnen von IMTS-Fahrzeugen vollkommen selbstständig und führerlos. Um alternative Routen zu bedienen, scheren sie jedoch aus dem Verband aus und werden auf normalen Straßen wie gewöhnliche Busse von einem Fahrer gesteuert.

In Nagakute liegt der Fokus auf neuen Technologien: „Wir leben in einem Roboter-Zeitalter“ ist beispielsweise ein Motto, unter dem an vielen Punkten im Gelände Roboter zur Unterstützung des alltäglichen Lebens zu sehen sind. Dass solche Roboter mittlerweile über eine äußerst sensible Feinmotorik verfügen, demonstrieren die Toyota Partner-Roboter in der täglichen Show im Toyota Group Pavilion. Dort spielen sie live Instrumente wie Tuba und Trompete.

Wichtigster Akteur der Toyota-Show ist das Konzept-Fahrzeug „i-unit“, das in einer fulminanten Performance mit Tanz, Licht und Musik präsentiert wird. Extrem wendig, mit modernster Sicherheitstechnik ausgestattet und intuitiv bedienbar, könnte das High-Tech-Elektrofahrzeug einmal das Fortbewegungsmittel der Zukunft sein.