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Toyota nimmt in Köln neue Ballenpresse für Stoßstangen in Betrieb

Inhouse-Recycling reduziert Umweltbelastungen

Toyota

Das Wichtigste in Kürze

  • Kürzere Transportwege senken CO2-Emissionen und Kosten
  • Weiterer Schritt zur Umsetzung der Toyota Environmental Challenge 2050
  • Direkte Wiederverwendung für noch mehr Wertstoffe geplant

Impressionen

Köln. Toyota hat auf dem Gelände seiner Deutschlandzentrale in Köln-Marsdorf eine neue Ballenpresse in Betrieb genommen. Diese Art des Inhouse-Recyclings ermöglicht große Einsparungen der CO2-Emissionen, die in der Vergangenheit durch den Transport der ausgedienten Teile entstanden sind.

Bisher wurden die zurückgeführten, nicht verpressten Stoßstangen in 40-Kubikmeter-Containern von Toyota zu Recyclingbetrieben geschickt, um diese dort weiterzuverarbeiten. Nun wird das Material bereits in Köln verpresst, so dass das Transportvolumen und damit auch die CO2-Emissionen im Logistikbereich drastisch sinken. Über 90 Prozent der CO2-Emissionen werden so eingespart. Zudem werden die beschädigten Stoßfänger von den Toyota Vertragshändlern über die bestehende Teilelogistik nach Köln zurückgeschickt - so entsteht kein zusätzlicher Transportaufwand.

In Zukunft sollen weitere nichtgefährliche Abfälle wie Folien, Styropor, Luft- und Pollenfilter sowie andere Kunststoffe ebenfalls über die bestehende Logistik zur Toyota Zentrale in Köln zurückgeführt werden. Auf diese Weise kann das Unternehmen besser kontrollieren, was mit den recycelten Wertstoffen passiert, und sie schneller wieder in die Wertstoffkette integrieren. Es entsteht ein „Closed Loop System“ - Ressourcen sparen durch Recycling. Heute ist es bereits möglich, einer neuen Stoßstange 25% des recycelten Materials beizumischen.

Mit diesem internen Recycling von Fahrzeugteilen und Wertstoffen macht Toyota einen weiteren Schritt zur Umsetzung der Toyota Environmental Challenge 2050. In diesem Nachhaltigkeitsprogramm hat der japanische Automobilhersteller eine Reihe langfristiger Ziele zur drastischen Verringerung der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge und seiner Werke festgeschrieben. So soll beispielsweise der Flottenausstoß von Neuwagen bis 2050 weltweit um 90 Prozent gegenüber 2010 sinken. Auch eine nachhaltige Produktion mithilfe erneuerbarer Energien, die Reduzierung von Abfällen und Wasserverbrauch sowie die Steigerung des Recycling-Anteils sollen zur Ressourcenschonung beitragen.

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