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Toyota Land Cruiser - Chronik

Die Geschichte des Offroad-Klassikers

Toyota
Toyota Land Cruiser - Chronik
Toyota Land Cruiser - Chronik
1950: Toyota beginnt mit den Arbeiten am Prototyp eines Geländewagens.
1951: Der erste Typ heißt BJ 40 und wird von japanischen Behörden eingesetzt. Angetrieben wird das Ur-Modell von einem kräftigen Dieselmotor mit 3,4-l-Hubraum und 85 SAE-PS. Ausgestattet mit Blattfedern, Starrachse und großen 16-Zoll-Rädern, kommt der BJ 40 weniger komfortabel als robust auf den Markt. 298 Einheiten wurden auf Bestellung produziert, nur vier Exemplare werden exportiert.

1954: Der BJ wird in Land Cruiser umbenannt und feiert sein internationales Debüt. Die markanten Scheinwerfer der J2-Typen waren bereits in die Karosserie integriert und nicht mehr frei stehend auf den Kotflügeln montiert.

1956: Toyota ersetzt den Diesel-Motor mit 85 PS durch einen 3,9-Liter-Benziner mit 109 PS. Rund die Hälfte der 1.000 Land Cruiser der dritten Generation (J3) gingen in den Export.

1957: Die Produktion verdreifachte sich auf 2.887 Einheiten, von denen nur 450 Exemplare in Japan bleiben. Der FJ 25-Land Cruiser erscheint offiziell auf dem US-Markt.

1960: Der BJ4 erscheint mit 135 PS und wird bis 1986 in unzähligen Versionen gefertigt. Der Benziner FJ 4 ist mit unterschiedlichen Radständen erhältlich: FJ 40: 2.285 mm, FJ 43: 2.430 mm, FJ 45: 2.650 mm. Optisch unterscheidet er sich vom Vorgängermodell durch die auffällige weiße Blende um Kühlergrill und Scheinwerfer. Auf der technischen Seite besitzt das neu entwickelte Getriebe jetzt eine echte Gelände-Untersetzung, mithilfe von manuell bedienten Freilaufnaben wird der Frontantrieb zugeschaltet.

1961-1965: In den USA ist der Land Cruiser das meistverkaufte Toyota-Modell.

1967: Toyota ergänzt das Land Cruiser-Programm mit einer Hardtop-Version auf Basis des FJ 40 mit kurzem Radstand. Der offene Land Cruiser heißt jetzt Vinyl Top BJ 43.

1968: Der 100.000. Land Cruiser ist verkauft. Der 3,9 Liter-Motor wird durch den 4,2 Liter-Sechszylinder mit 135 PS ersetzt.

1972: Verkauf des 200.000. Land Cruiser. Ab April können Land-Cruiser Käufer parallel zum 3,9 Liter-Benziner wieder einen Dieselmotor kaufen. Das neu entwickelte Triebwerk trägt den Kennbuchstaben H, verfügt über 3,6 Liter Hubraum und leistet 85PS.

1973/74: Toyota reagiert schnell auf die erste Ölkrise und stellt dem 3,6 Liter Diesel einen zweiten Selbstzünder zur Seite. Dieser verfügt über 3 Liter Hubraum, vier Zylinder und 76 DIN-PS. Dieser neue Motor mit dem Kennbuchstaben B besitzt die elektronisch gesteuerte Einspritzpumpe E.D.I.C. (Electronic Diesel Injection Control).

1975: Januar: Der bewährte 3,9 Liter Benziner wird durch einen 4,2 Liter Motor mit 135 PS abgelöst. Das enorm starke Triebwerk ist für die gesamten Modellpalette vom Vinyl-Top bis zum Station erhältlich und begeistert die Toyota-Kunden.

1977: Der J4 feiert Deutschland-Premiere. Beginn der bis heute andauernden Koexistenz von light duty-Versionen mit Schraubenfedern und heavy duty-Cruisern mit den traditionell bewährten Blattfedern. Weltweit sind nun mehr als eine halbe Millionen Land Cruiser verkauft.

1985: Einführung des J7 mit neuer Karosserie, erstmals schräg stehender Frontscheibe, Servolenkung und umklappbarer Rücksitzbank. Sein Radstand beträgt 2310 mm, er ist mit einem 2,4-Liter-Benziner mit 105 PS sowie einem 2,4-Liter-Saugdiesel mit 72 PS verfügbar.

1986: Der 2,4 Liter-Saugdiesel wird durch einen Turbodiesel mit gleichem Hubraum und 86 PS ersetzt. Das maximale Drehmoment steigt von 155 auf 188 Nm bei 2.400/min. Neben einer besseren Beschleunigung erreicht der Turbo eine höhere Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h.

1987: Der 2,4-Liter-Benziner wird nicht länger nach Deutschland importiert. Im Oktober kommt stattdessen eine Sonderausführung des Turbodiesel mit verchromten Rädern, Breitreifen, polierten Trittbrettern und verchromten Stoßstangen.

1988: Im Januar 1988 kommt der LJ 73 mit Hardtop, um 290 Millimeter verlängertem Radstand und breiterer Spur hinten.

1989: Das Sondermodell LJ 73 Hardtop Special wird vorgestellt, aufgewertet unter anderem durch Velours Sitzpolster im modischen Streifendesign, verchromte Sporträder mit 15 Zoll-Breitreifen, mattschwarze Radlaufverbreiterungen, verchromte Stoßfänger und hochglänzende Trittbretter.

1990: Im April wertet Toyota die J7-Reihe mit Breitband-Scheinwerfern und Sporträdern im Format 215/80 R 16 auf. Der 2,4-Liter-Turbodiesel mit 66 kW und manuellem 5-Ganggetriebe wird vorgestellt. Eine wohnlichere Einrichtung und erweiterter Ausstattungsumfang steigern den Komfort, der zuschaltbare Allradantrieb mit Geländereduktion sowie eine automatische Differentialsperre an der Hinterachse sorgen für optimalen Vortrieb abseits befestigter Strecken.

1993: Toyota stellt den Land Cruiser KJ 70 mit 3,0-Liter-Turbodiesel, 125 PS und 295 Nm vor. Alle Modelle verfügen serienmäßig über einen Seitenaufprallschutz.

1996: Die J9-Baureihe löst nach elf Jahren die beliebten J7-Modelle ab. Sie zeichnet sich durch ein völlig neu entwickeltes Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn und Mehrlenkerachse hinten aus. Zwei Radstände stehen zur Wahl, alle J9-Modelle verfügen über einen permanentem Allradantrieb.

1999: Karosserie und Innenraum des J9 werden geringfügig modifiziert, die Modellbezeichnung lautet ab sofort Land Cruiser 90. Toyota stellt den Ausführungen Basis und Special zudem eine Limited-Variante zur Seite. Zwei Motoren stehen zur Wahl: Der 3,0-Liter-Turbodiesel mit 125 PS und der 3,4-Liter-V6-Benziner mit 178 PS.

2000: Der Turbodiesel wird durch den neuen 3,0-Liter-D-4D-Turbodiesel mit vier Ventilen pro Zylinder und Commonrail-Direkteinspritzung abgelöst, der 163 PS bei 3.400 U/min leistet. Tempomat und Stabilitätskontrolle VSC sind bei einigen Ausführungen serienmäßig.

2001: Zum Jubiläum präsentiert Toyota die luxuriösen Sondermodelle 50th Anniversary mit Klimaautomatik, Dachreling, Volllederausstattung und polierten Leichtmetallrädern.