Toyota stellt künftige Technologiestrategie vor<br>
Unternehmen rückt Entwicklung von Batterie- und Wasserstofftechnik stärker in den Fokus
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Toyota stellt künftige Technologiestrategie vor

Unternehmen rückt Entwicklung von Batterie- und Wasserstofftechnik stärker in den Fokus

Technik

Das Wichtigste in Kürze

  • BEV Factory treibt batterieelektrische Technologien voran
  • Neue Generation batterieelektrischer Fahrzeuge bis 2026
  • Schnelle Entscheidungen durch neu gegründete Hydrogen Factory

Impressionen

Köln. „Let‘s Change the Future of Cars“: Unter diesem Motto hat die Toyota Motor Corporation ihre neueste Entwicklungsstrategie vorgestellt und eine Reihe neuer Technologien angekündigt, die den Wandel von einem reinen Automobilhersteller zu einem Mobilitätsdienstleister weiter vorantreiben werden.

Der Fahrzeugbau soll künftig auf Grundlage von drei Schwerpunkten erfolgen: Der erste ist die kompromisslose Umsetzung von Sicherheit und Schutz. Dafür entwickelt das Unternehmen seine Toyota Safety Sense Assistenzsysteme weiter, um Kunden sichere und zuverlässige Technologien anzubieten. Der zweite Schwerpunkt ist die gemeinsame Entwicklung mit Experten auf der ganzen Welt. Erfolgreiche Beispiele sind etwa die Projekte von CJPT für einen CO2-neutralen Betrieb im gewerblichen Sektor, die Partnerschaft mit der CP Group in Thailand sowie die globale Zusammenarbeit in verschiedenen Motorsport-Rennserien. Als dritter und letzter Schwerpunkt wird das Thema Lokalisierung künftig weiter vorangetrieben. „Kunden in unterschiedlichen Regionen haben verschiedene Anforderungen an ihre Fahrzeuge“, so Hiroki Nakajima, Executive Vice President and Chief Technology Officer bei der Toyota Motor Corporation. „Hier werden wir unser Know-how in den Forschungs- und Entwicklungszentren auf der ganzen Welt nutzen, um maßgeschneiderte Lösungen für jeden Markt anzubieten.“

Strategie zur Entwicklung neuer batterieelektrischer Technologien

Im Mai 2023 hat Toyota mit der BEV Factory eine neue Organisation gegründet, die die Entwicklung und den Bau batterieelektrischer Fahrzeuge erheblich beschleunigen wird. Unter anderem sollen durch den Einsatz von Batterien der nächsten Generation Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern ermöglicht werden. Darüber hinaus wird künstliche Intelligenz die Ingenieure beim Thema Design und Aerodynamik unterstützen.

Beim Karosseriebau seiner vollelektrischen Modelle setzt Toyota in Zukunft auf das sogenannte Gigacasting, bei dem die Karosserie aus drei Hauptkomponenten in einer neuen modularen Struktur aufgebaut wird. Damit lassen sich Bauteile und somit Fertigungskosten einsparen. Zusätzlich reduziert die selbststeuernde Produktionstechnologie Prozesse und Anlageninvestitionen um die Hälfte.

Mit der BEV Factory treibt Toyota die Entwicklung der nächsten Generation batterieelektrischer Fahrzeuge voran. Bis 2026 wird das Unternehmen eine komplett neue Produktreihe einführen und bis 2030 jährlich rund 1,7 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge produzieren.

Steigendes Interesse an Wasserstoff

Im Jahr 2030 wird Wasserstoff als Energieträger vor allem in Europa, China und Nordamerika von großer Bedeutung sein und der Brennstoffzellenmarkt ein Gesamtvolumen von rund 32 Milliarden Euro (5 Billionen Yen) umfassen. Neben dem Einsatz seiner Brennstoffzellentechnologie im Toyota Mirai (Wasserstoffverbrauch Toyota Mirai, Elektromotor 134 kW (182 PS), kombiniert 0,89 kg/100 km, CO₂-Emissionen: 0 g/km. Werte gemäß WLTP-Prüfverfahren.) haben Kunden ihr Interesse für den Kauf von insgesamt 100.000 Brennstoffzellen-Einheiten bis 2030 bekundet, bei den meisten handelt es sich um den Einsatz der Antriebstechnik in Nutzfahrzeugen.

Um auf die rasanten Veränderungen im Markt zu reagieren, gründet Toyota im Juli 2023 eine neue Organisation namens Hydrogen Factory. Hier wird das gesamte Know-how zum Thema Wasserstoff gebündelt, um von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb schnelle Entscheidungen treffen zu können.

Durch die Lokalisierung wichtiger Teilbereiche wie Forschung und Entwicklung sowie Produktion stärkt Toyota vor allem in China und Europa seine Führungsposition. Durch Allianzen mit starken Partnern soll die Brennstoffzellentechnologie zunehmend kosteneffizienter werden. Um den breiten Einsatz von Wasserstoff zu fördern und den Energieträger wirtschaftlicher anzubieten, arbeitet Toyota mit seinen Partnern daran, die Kosten in Produktion und Logistik weiter zu optimieren.

Sustainable Development Goals (SDG) - Ziele für nachhaltige Entwicklung
Mobilität für alle: Die Toyota Motor Corporation entwickelt und produziert innovative, sichere und hochwertige Produkte und Services, um allen Menschen die Freude einer uneingeschränkten Mobilität zu bieten. Wir erreichen unsere Ziele nur dann, wenn wir unsere Kunden, Partner, Mitarbeiter und die Gesellschaften unterstützen, in denen wir tätig sind. Seit unserer Gründung im Jahr 1937 arbeiten wir an einer sichereren, nachhaltigeren und inklusiveren Gesellschaft. Auch heute – während wir uns zu einem Mobilitätsunternehmen wandeln, das Technologien für Vernetzung, Automatisierung, Sharing und Elektrifizierung entwickelt – bleiben wir unseren Leitprinzipien und den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verpflichtet. Damit wollen wir zu einer besseren Welt beitragen, in der sich jeder frei bewegen kann.

SDG-Initiativen: https://global.toyota/en/sustainability/sdgs

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