Toyota setzt auf Fortsetzung seiner Erfolgsserie in Afrika<br>
TGR-WRT stellt sich der Herausforderung der legendären Safari Rally Kenya
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Toyota setzt auf Fortsetzung seiner Erfolgsserie in Afrika

TGR-WRT stellt sich der Herausforderung der legendären Safari Rally Kenya

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Erfolgreicher Saisonstart mit mehrfachen Podiumsplatzierungen
  • Safari Rally Kenya als einer der härtesten Herausforderungen im WRC-Kalender
  • Team strebt weiteren Sieg und wichtige WM-Punkte in Afrika an

Köln. Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team (TGR‑WRT) reist mit Rückenwind nach Afrika, wo die Mannschaft bei der anspruchsvollen Safari Rally Kenya ihren starken Saisonauftakt fortsetzen will. Die Traditionsrallye bildet vom 12. bis 15. März den dritten Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026.

In diesem Jahr hat das Team bereits auf den vereisten Bergstraßen der Rallye Monte-Carlo sowie auf den schneebedeckten Wertungsprüfungen der Rally Sweden einen Dreifachsieg eingefahren – ein Kunststück, das in den ersten beiden WM-Läufen einer Saison seit 1984 nicht mehr gelungen war.

Als einzige afrikanische Station der Meisterschaft bietet die Safari Rally Kenya einen scharfen Kontrast zum Winterwetter der vorherigen Veranstaltungen. Seit ihrer Rückkehr in den WM-Kalender im Jahr 2021 nach fast zwei Jahrzehnten Pause hat sich die Safari wieder als eine der härtesten Herausforderungen im Rallyesport etabliert. Während einige Streckenabschnitte extrem rau und steinig sind, erweisen sich andere mit weichem Sand als ebenso anspruchsvoll. Zudem kann Regen die üblicherweise trockenen und staubigen Pisten in tiefe, rutschige Schlammbäder verwandeln.

Für dieses anspruchsvolle Terrain nehmen die Teams spezielle Modifikationen an ihren Fahrzeugen vor, darunter der Einsatz von Schnorchelsystemen, um zu verhindern, dass die Motoren bei der Durchquerung von tiefem Wasser oder weichem Sand zu wenig Luft bekommen.

TGR-WRT blickt auf eine stolze Safari-Historie zurück und hat alle fünf Ausgaben seit 2021 gewonnen. Damit steigt Toyotas Rekordzahl an Safari-Siegen auf insgesamt 13. Elfyn Evans triumphierte im vergangenen Jahr erstmals bei der Veranstaltung und reist nach seinem Sieg in Schweden erneut als WM-Führender nach Afrika – mit 13 Punkten Vorsprung auf Teamkollege Oliver Solberg, den Sieger der Rallye Monte-Carlo.

Takamoto Katsuta liegt nach seinem zweiten Platz in Schweden auf Rang drei der Gesamtwertung und verfügt über eine starke Bilanz in Kenia, darunter drei Podestplätze. Der neunmalige Weltmeister Sébastien Ogier kehrt für seinen ersten Safari-Start seit 2023 ins Aufgebot zurück; das Event konnte er bereits zweimal gewinnen. Unter dem TGR-WRT2-Banner startet Sami Pajari, der nach seinem zweiten Karrierepodium in Schweden an seinen vierten Platz bei seinem Safari-Debüt im Vorjahr anknüpfen möchte.

In der WRC2 gibt der britische Fahrer Gus Greensmith sein Debüt in einem privat eingesetzten GR Yaris Rally2 – bei einem Event, das er in den vergangenen beiden Jahren in dieser Kategorie gewonnen hat. Ebenfalls in Kenia am Start sind die paraguayischen Fahrer Diego Domínguez und Andrea Lafarja, beide ebenfalls mit GR Yaris Rally2. TGR WRC Challenge Program Pilot Yuki Yamamoto setzt die Rallye aus, um sich nach einem Testunfall vor der Rally Sweden vollständig zu erholen.

Die diesjährige Route ist kompakter gestaltet und umfasst vier Tage sowie 350,52 Wertungskilometer. Das Zentrum bildet dabei der Servicepark am Lake Naivasha, rund zwei Stunden nordwestlich der Hauptstadt Nairobi. Nach dem Shakedown am Donnerstagmorgen startet die Rallye am Nachmittag mit den Prüfungen Camp Moran und Mzabibu, die beide nochmals wiederholt werden und den Freitag einrahmen. Dieser beinhaltet zudem drei weitere Prüfungen rund um den Lake Naivasha, die jeweils zweimal – vor und nach dem Mittagsservice – gefahren werden. Am Samstag führt die Strecke die Crews nach Norden zum Lake Elmenteita für drei erneut zu absolvierende Prüfungen. Der Sonntag besteht aus zwei Prüfungen, die jeweils zweimal befahren werden. Den Abschluss bildet die zweite Passage der legendären Hell’s Gate-Prüfung, die als Power Stage das Rallye-Wochenende beschließt.

Juha Kankkunen (stellvertretender Teamchef)

„Ich freue mich immer, nach Kenia zurückzukehren. Ich verbinde einige unglaubliche Erinnerungen mit dem Fahren dort, und auch wenn die Rallye heute nicht mehr so lang ist wie früher, bleibt sie aufgrund des Geländes die härteste im Kalender. Toyota hat schon immer sehr robuste Autos gebaut und großen Wert darauf gelegt, sich auf diese anspruchsvollen Veranstaltungen vorzubereiten – der größte Unterschied zu früher ist, dass wir nicht mehr wochenlang vorher in Afrika testen können, wie es zu meiner Zeit üblich war. Wir haben einen fantastischen Saisonstart hingelegt, mit allen fünf Crews, die bereits mindestens einmal auf dem Podium standen. Das zeigt, wie stark unser Team ist. Natürlich würden wir in Kenia gerne ein ähnliches Ergebnis erzielen, aber unser Hauptziel ist es, die Rallye erneut zu gewinnen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.“