Car 69 (Kalle Rovanperä, Jonne Halttunen)
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Toyota Gazoo Racing zieht positives Fazit der Rallye Italia Sardegna

Kalle Rovanperä baut Führung in der Meisterschaft aus

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorsprung beträgt nun 55 Punkte
  • Elfyn Evans und Esapekka Lappi durch Unfälle aus dem Rennen geworfen
  • Takamoto Katsuta überzeugt mit sechstem Platz in der Gesamtwertung

Impressionen

Köln. Felsige Schotterstraßen und Außentemperaturen von über 35 Grad haben die Rallye „Italia Sardegna“ zur bisher größten Herausforderung für die neuen Rally1-Hybridfahrzeuge gemacht. Der GR Yaris Rally1 lief unter den anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig, kleine Zwischenfälle unterbrachen jedoch seine Siegesserie.

Sowohl Elfyn Evans als auch Esapekka Lappi überzeugten im Kampf um die Führung in der Gesamtwertung mit Etappensiegen, nur um dann durch heftige Kollisionen in der felsigen Umgebung aus dem Rennen geworfen zu werden.

Neben wertvollen Erkenntnissen für die weitere Entwicklung des GR Yaris Rally1 zieht das Team dank des fünften Platzes von Kalle Rovanperä auch eine positive Bilanz. Da er als Erster die Strecke eröffnete und über die losen Schotterpisten fegte, wurde er stärker von den Straßenverhältnissen beeinträchtigt als bei der vorherigen Rallye in Portugal. Doch der Finne blieb gelassen und lieferte erneut eine solide Vorstellung ab, hielt sich aus Schwierigkeiten heraus und machte sukzessive Positionen gut. Mit dem fünften Platz der Gesamtwertung sowie der zweitschnellsten Zeit in der abschließenden Power Stage, was ihm weitere vier Bonuspunkte einbrachte, baute er seine Führung in der Meisterschaft von 46 auf 55 Punkte aus.

Evans und Lappi, die unter Restart-Regeln fuhren, lagen in der Power Stage knapp hinter Rovanperä auf den Plätzen drei und vier. Zusammen mit Takamoto Katsuta landeten gleich vier GR Yaris Rally1 unter den ersten fünf. Katsuta belegte in der Gesamtwertung der Rallye den sechsten Platz – sein fünftes Top-Acht-Ergebnis bei der fünften Veranstaltung der Rally1-Ära. Durch diese Resultate führt Toyota Gazoo Racing weiterhin die Herstellerwertung mit 39 Punkten an.

„An unsere Mechaniker: An diesem Wochenende bin ich euch allen besonders dankbar“, so Teamgründer Akio Toyoda. „Sowohl den Kollegen vor Ort auf Sardinien, die die Autos von Elfyn und Esapekka repariert haben, damit sie am nächsten Tag wieder angreifen konnten, als auch denen auf dem Fuji Speedway. Auch sie haben beim 24-Stunden-Rennen alles gegeben, um die beschädigten Fahrzeuge wieder in Stand zu setzen. Euer großartiger Einsatz hat vielen Fahrern, darunter auch mir, dieses Wochenende gerettet. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich um die Autos für das Team und die Fahrer kümmern und ich schätze eure kontinuierliche, professionelle Arbeit, durch die unsere Autos immer besser werden. Lasst uns weiter gemeinsam für unser Ziel kämpfen.“

„Es war ein herausforderndes Wochenende und das Ergebnis entspricht nicht ganz dem, was wir uns vorgenommen hatten“, sagt Sportdirektor Kaj Lindström. „Aber wir führen nach wie vor die Hersteller- und die Fahrerwertung an. Man muss nicht jede Rallye gewinnen, um eine Meisterschaft für sich zu entscheiden. Kalle hat bei der Eröffnung der Strecke eine wirklich gute Leistung gezeigt und seinen Job gut gemacht. Was Elfyn und Esapekka zu Beginn des Wochenendes passiert ist, war enttäuschend, doch dies gehört zum Rallyesport ebenso dazu. Wir hatten mit dem neuen Reglement einen sehr guten Start in die Saison. Unter den Bedingungen an diesem schwierigen Wochenende haben wir festgestellt, dass es noch einige Dinge gibt, an denen wir arbeiten können. Es ist auch gut zu wissen, dass wir noch Potenzial haben, um das Auto weiter zu verbessern und bei den nächsten Veranstaltungen noch stärker zu sein.“