Toyota Gazoo Racing mit starkem Ergebnis zum WEC-Auftakt
Viele Punkte bei den „Qatar 1.812km“
Impressionen
Köln. Mit einer soliden Punkteausbeute ist Toyota Gazoo Racing in die neue Saison der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gestartet: Nach einem spannenden Rennen über 1.812 Kilometer landete das Team auf dem Lusail International Circuit in Katar mit beiden Fahrzeugen unter den besten Sechs.
Die „Qatar 1.812km“ bildeten das erste von insgesamt acht WEC-Rennen 2025: Toyota Gazoo Racing will in diesem Jahr seinen Titel in der Herstellerwertung verteidigen, den Fahrertitel zurückerobern und die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Zum Saisonstart nutzte das Team seine ganze Erfahrung und das gelungene Zusammenspiel von Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern, um doppelt Punkte zu sammeln.
Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa im Toyota GR010 Hybrid #8 konnten sich von einem schwierigen Qualifying erholen und wurden Fünfte. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries belegten im zweiten Toyota Hypercar mit der Startnummer 7 den sechsten Platz.
Conway und Buemi, die vom siebten bzw. 17. Platz aus gestartet waren, arbeiteten sich kontinuierlich vor und gehörten bereits in der zweiten Rennstunde zu den besten sechs Fahrzeugen. Nach dem Fahrerwechsel auf Hartley bzw. Kobayashi sorgten zwei kurz aufeinanderfolgende Safety-Car-Phasen für Dramatik und Positionswechsel, doch die beiden Toyota GR010 Hybrid blieben von Problemen verschont. Als das Rennen wieder aufgenommen wurde, übernahm Kobayashi den siebten Platz vom Porsche mit der Startnummer 5.
Beständigkeit, harte Fahrweise und eine clevere Strategie zahlten sich aus. Hartley rückte bei Sonnenuntergang in Lusail auf den dritten Platz vor, Kobayashi war nach Zwischenfällen bei seinen Konkurrenten an vierter Position unterwegs. Gegen Ende der vierten Stunde überholte der Japaner seinen Teamkollegen und übernahm kurz vor Ende seines Stints den dritten Platz.
De Vries und Hirakawa hielten den Schwung auch in der zweiten Rennhälfte aufrecht und fuhren auf den Plätzen drei und vier. Nach einer weiteren Safety-Car-Phase in der sechsten Stunde konnten sie sogar zu den Führenden aufschließen. Durch die erstarkte Konkurrenz fielen die Toyota Piloten nach dem nächsten Fahrerwechsel jedoch wieder zurück. Ein intensiver Kampf innerhalb der Top Sechs führte dazu, dass das Momentum bei jedem Boxenstopp wechselte, da die Teams auf unterschiedliche Reifenstrategien setzten.
Kobayashi und Buemi, die weniger als zwei Stunden vor Rennende ins Cockpit zurückkehrten, lieferten sich einen harten Kampf um die ersten sechs Plätze. Beim letzten Boxenstopp schob sich Buemi vor Kobayashi auf den fünften Platz. Nach den letzten 50 Minuten sahen beide die Zielflagge und sicherten dem Team so 33 Punkte in der Weltmeisterschaft. Nach einem Dreifach-Sieg von Ferrari verlässt Toyota Gazoo Racing den Golf-Staat als Dritter in der Herstellerwertung. Bei den Sechs Stunden von Imola (20. April) will das Team erneut angreifen – und sich im Titelkampf zurückmelden.
„Glückwunsch an Ferrari zum Dreifachsieg. Wir haben unser Bestes gegeben, aber mehr war nicht möglich“, erklärt Kamui Kobayashi, der neben seiner Rolle als Fahrer auch als Teamchef agiert. „Das Team hat heute einen großartigen Job gemacht. Offensichtlich fehlte uns hier ein wenig die Leistung, aber wir haben das Rennen ohne Strafen und ohne wirkliche Fehler überstanden. Wir haben das Beste aus der Situation herausgeholt. Leider konnten wir nicht um den Sieg kämpfen, also müssen wir aus dieser Erfahrung lernen und gemeinsam daran arbeiten, beim nächsten Rennen wieder in besserer Form zu sein.“