Uhr

Toyota Gazoo Racing in Aktion auf den anspruchsvollen Straßen Kroatiens

Team will Spitzenpositionen verteidigen und an jüngste Erfolge anknüpfen

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Dritter WM-Lauf vom 22. bis 24. April
  • Erste Veranstaltung des Jahres auf Asphalt
  • Toyota Gazoo Racing führt Team- und Fahrerwertung an

Köln. Mit Rückenwind nach Kroatien: Als Führende der Hersteller- und der Fahrerwertung reist Toyota Gazoo Racing zum dritten WM-Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Nach seinem Sieg in Schweden liegt Kalle Rovanperä im Toyota GR Yaris Rally1 mit 14 Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz. Teamkollege Elfyn Evans war bisher ebenfalls einer der Schnellsten und wird alles dafür tun, in Kroatien einen Podiumsplatz zu erringen.

Esapekka Lappi pilotiert einen weiteren GR Yaris Rally1, während auch Takamoto Katsuta im Rahmen des TGR WRC Challenge Programms erneut ins Lenkrad greifen wird. Er will auf seinem sehr guten Vorjahresergebnis in Kroatien aufbauen, wo er zwei Wertungsprüfungen für sich entschied. 

Nach den beiden Winterläufen in Monte Carlo und Schweden ist Kroatien der erste Test auf Asphalt für die neuen Rally1-Autos. Der Auftakt findet in der Hauptstadt Zagreb statt, wobei die Wertungsprüfungen in unmittelbarer Nähe zur slowenischen Grenze ausgetragen werden. Die Straßen zeichnen sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Asphalttypen aus, was für ständig wechselndes Gripniveau sorgt. Die Fahrer erwarten sowohl viele schnelle und flüssige Abschnitte mit Sprüngen und Kuppen als auch technische und kurvenreiche Passagen.

Nach dem Shakedown am Donnerstagmorgen und einem feierlichen Start in Zagreb am Abend beginnt die Rallye am Freitag mit der längsten Etappe der Veranstaltung. Sie besteht aus zwei Schleifen mit vier Prüfungen, die alle bereits aus dem Vorjahr bekannt sind. Ein Großteil der Wertungsprüfungen am Samstag findet südwestlich von Zagreb statt. Mit dabei ist jedoch auch ein längerer Ausflug an die Adriaküste bei Rijeka, wo die Teams die neue Platak-Prüfung erwartet. Identisch zum Vortag werden alle vier Wertungsprüfungen nach dem Mittagsservice wiederholt. Am Sonntag findet mit der Etappe Trakošćan - Vrbno nördlich der Hauptstadt eine weitere neue Prüfung statt, die zusammen mit Zagorska Sela - Kumrovec, dem Schauplatz der Power Stage zum Abschluss der Rallye, zweimal gefahren wird.

„Die ersten beiden Veranstaltungen der Saison mit dem neuen Reglement waren sehr intensiv und wir haben die Pause im Terminkalender genutzt, das Gelernte auszuwerten und den GR Yaris Rally1 weiterzuentwickeln“, sagt Teamchef Jari-Matti Latvala. „Wir hatten einige Testtage auf Schotter auf Sardinien sowie den Test hier in Kroatien letzte Woche. Bis jetzt lag der Schwerpunkt unserer Tests auf der Zuverlässigkeit und der Funktion des Hybridsystems, aber jetzt können wir daran arbeiten, das Setup des Autos zu optimieren und zu versuchen, es noch leistungsstärker zu machen. Die große Herausforderung in Kroatien besteht darin, dass sich die Asphaltoberfläche im Etappenverlauf oft ändert und das Gripniveau sehr unterschiedlich ist. Ich glaube, das hat im letzten Jahr viele Fahrer überrascht. Diejenigen, die nun zum zweiten Mal antreten, werden wissen, was sie erwartet. Kalle hat im letzten Jahr nicht so viele Kilometer zurückgelegt, weiß aber, dass es wichtig ist, weiter Punkte zu sammeln. Elfyn war 2021 so nah am Sieg dran und wird ein starkes Ergebnis erzielen wollen. Für Esapekka hingegen ist die Rallye komplett neu. Unsere Fahrer gehen also unterschiedlich an die Rallye heran, was sich aber hoffentlich als vorteilhaft für das Teamergebnis erweisen wird.“