GR Yaris Rally1
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Toyota bereit für die Akropolis

TGR-WRT führt zur Saisonhalbzeit beide WM-Wertungen an

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Sieben aufeinanderfolgende Schotter-Rallyes entscheiden die WM 2026
  • Fünf Toyota Fahrer führen geschlossen die Gesamtwertung an
  • Extreme Hitze und harte Schotterpisten machen die Akropolis zur Schlüsselprüfung

Köln. Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team startet mit der legendären Akropolis Rallye in Griechenland, dem achten Lauf der Saison, in eine Serie von sieben aufeinanderfolgenden Schotter-Rallyes, die über die FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026 entscheiden werden.

Zur Saisonhalbzeit führt TGR-WRT nach einem Vierfachsieg (Plätze 1–2–3–4) bei der Rallye Japan vor drei Wochen die Herstellerwertung mit 127 Punkten Vorsprung an, während seine fünf Fahrer die Top fünf der Fahrerwertung belegen.

Nach seinem Sieg in Japan liegt Elfyn Evans mit einem Vorsprung von 20 Punkten vor Takamoto Katsuta an der Spitze. Die jüngsten Fahrer des Teams, Oliver Solberg und Sami Pajari, liegen auf den Plätzen drei und vier und haben 49 beziehungsweise 55 Punkte Rückstand auf die Führung. Der amtierende Champion Sébastien Ogier, der die Acropolis Rally bereits 2011 gewinnen konnte, befindet sich im Rahmen seines Teilzeitprogramms mit 61 Punkten Rückstand auf Rang fünf.

Nach seinem ersten WRC2-Podestplatz bei seinem Heimspiel in Japan setzt TGR-WRC-Challenge-Programmfahrer Yuki Yamamoto seine Saison in Griechenland fort, wo er eines von insgesamt elf gemeldeten GR Yaris Rally2-Fahrzeugen pilotiert.

Mit ihm am Start sind die erfahrenen WRC2-Stammfahrer Roope Korhonen, Alejandro Cachón, Gus Greensmith, Diego Domínguez, Bernhard ten Brinke und Adrien Mosca. Andrea Lafarja und Johannes Keferböck kämpfen um Punkte im WRC Masters Cup. Der Paraguayer Alejandro Galanti bestreitet seinen ersten WRC2-Start der Saison, während der Argentinier Luis Arceluz erstmals überhaupt bei einer WRC-Veranstaltung antritt.

Die Acropolis Rally ist bekannt für ihre rauen, steinigen Bergprüfungen sowie für hohe Temperaturen, die gemeinsam eine große Herausforderung für Fahrzeuge, Reifen und Crews darstellen. In diesem Jahr kehrt der Servicepark in den Küstenort Loutraki zurück, der direkt am Korinth-Kanal liegt. Die rund 80 Kilometer westlich von Athen gelegene Stadt war zuletzt 2013 Austragungsort einer WRC-Runde.

Eine neue Super Special Stage im Athener Stadtteil Ellinikon eröffnet die Rallye am Donnerstagabend. Anschließend werden die Fahrzeuge über den Golf von Korinth per Schiff nach Itea transportiert, wo am Freitag die erste Etappe beginnt. Diese ist mit 129,22 Wertungskilometern die längste des Wochenendes und umfasst sechs Prüfungen auf bekannten Strecken in Zentralgriechenland, inklusive eines Remote-Services zur Mittagszeit in Livadia. Am Samstag führt die Rallye auf die Peloponnes westlich von Loutraki: Von vier Wertungsprüfungen – zwei komplett neu, zwei zuletzt 2013 gefahren – werden nach einer Servicepause in Loutraki zwei erneut absolviert. Den Abschluss bildet der Sonntag mit jeweils zwei Durchgängen auf zwei überarbeiteten Wertungsprüfungen in den Hügeln oberhalb von Loutraki.

Juha Kankkunen (Stellvertretender Teamchef):

„Wir hatten bisher eine ziemlich starke Saison, aber auch die zweite Jahreshälfte wird anspruchsvoll, mit so vielen anstehenden Schotter-Rallyes, die jeweils ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Die Akropolis Rallye zählt seit jeher zu den härtesten Veranstaltungen in der WRC. Das war schon zu meiner aktiven Zeit so, und es ist auch heute noch der Fall – selbst wenn inzwischen deutlich höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Es ist nach wie vor eine Rallye, bei der alles passieren kann und bei der kluges Vorgehen entscheidend sein kann. Zurück auf Schotter erwarte ich einen sehr engen Wettbewerb, ähnlich wie wir ihn in Portugal gesehen haben. Es wird eine schwierige Rallye, vor allem, da alle fünf unserer Fahrzeuge in der Startreihenfolge weit vorne liegen, aber unser Team ist stark und unsere Fahrer sind es ebenfalls.“