Der Toyota GR010 Hybrid beim 6 Stunden von São Paulo – dem fünften Lauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2025 – auf dem traditionsreichen Kurs von Interlagos.
Uhr

Enttäuschendes Ergebnis bei WM-Lauf in Brasilien

Keine WM-Punkte beim letzten Sechs-Stunden-Rennen vor der Sommerpause

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Toyota Gazoo Racing erstmals seit 2018 ohne WM-Punkte
  • Hypercars #7 und #8 landen auf den Plätzen 14 und 15
  • Aufarbeitung und Anlayse erfolgt in der Sommerpause
  • Fokus auf das nächste Rennen am 7. September in Austin

Impressionen

Köln. Toyota Racing beendete ein herausforderndes Wochenende mit einem enttäuschenden Ergebnis bei den 6 Stunden von São Paulo – dem fünften Lauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2025 – auf dem traditionsreichen Kurs von Interlagos.

Im Gegensatz zum souveränen Sieg in Brasilien im vergangenen Jahr hatte das Team der amtierenden Weltmeister bereits seit dem ersten Freien Training mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Entsprechend gedämpft waren die Erwartungen vor dem Rennen. Trotz einer geschlossenen Teamleistung, konstanter Fahrweise und fehlerfreier Boxenstopps beendeten beide GR010 HYBRID das Rennen außerhalb der Top 10 – bedingt durch Performance- und Tempodefizite.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries überquerten mit dem GR010 HYBRID #7 als 14. die Ziellinie. Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, die aufgrund anderweitiger Verpflichtungen von Sébastien Buemi das Rennen nur zu zweit bestritten, belegten mit dem GR010 HYBRID #8 Platz 15.
Damit blieb TOYOTA GAZOO Racing erstmals seit den 6 Stunden von Silverstone 2018 ohne WM-Punkte – eine beachtliche Serie von 44 Rennen in Folge mit Punkteplatzierungen fand damit ein Ende.

Der Rennstart erfolgte am späten Vormittag bei Sonnenschein. Hartley ging von Platz 10, Conway von Position 18 ins Rennen. Beide Fahrzeuge waren mit einer Mischung aus Michelin-Reifen vom Typ Medium und Hard unterwegs und konnten sich zunächst leicht verbessern. Doch im weiteren Verlauf des ersten Stints zeigte sich das Tempo-Defizit, und zur ersten Boxenstopp-Phase nach rund einer Stunde lagen beide außerhalb der Top 10. Konstante Rundenzeiten auf gebrauchten Reifen brachten beide GR010 HYBRID in Richtung Punkteränge, ehe nach rund zwei Stunden die ersten Fahrerwechsel erfolgten: Nyck de Vries übernahm das Steuer im #7, Ryo Hirakawa griff im Supercar #8 ins Renngeschehen ein. Auf frischen Medium-Reifen gaben beide nicht auf und markierten bei Rennhalbzeit die jeweils schnellsten Runden ihrer Fahrzeuge.
Trotz eines Überholmanövers gegen den #009 Aston Martin in der vierten Rennstunde blieb der Sprung in die Top 10 während des restlichen Rennens außer Reichweite: Bei untergehender Sonne fuhren beide Fahrzeuge mit nur wenigen Sekunden Abstand auf den Plätzen 14 und 15 über die Ziellinie – drei Runden hinter dem siegreichen Cadillac.

Kamui Kobayashi, Teamchef und Fahrer bei Toyota Gazoo Racing, fasst den WM-Lauf in Brasilien so zusammen: „Ich bin sehr enttäuscht über die Performance und das Ergebnis – Plätze 14 und 15 entsprechen nicht unserem Anspruch. Wir haben alles versucht, um mehr Leistung zu finden, aber wir waren schlicht zu weit weg. Besonders im Topspeed hatten wir keine Chance gegen die Konkurrenz. Jetzt müssen wir die Ursachen analysieren und intensiv daran arbeiten, um stärker zurückzukommen. Positiv ist der Sieg des AKKODIS ASP Teams in der LMGT3-Kategorie mit dem RC F LMGT3. Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich sehr, sie ganz oben auf dem Podium zu sehen – sie haben es sich verdient.“


Die Sommerpause der WEC bietet nun Gelegenheit, die Herausforderungen des São Paulo-Wochenendes im Detail zu analysieren und mit neuer Stärke in das sechste Saisonrennen zurückzukehren: das Lone Star Le Mans am 7. September auf dem Circuit of the Americas in Austin, Texas.