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Vielfalt in der Hybridentwicklung

Alle Konfigurationen sind darstellbar

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Vielfalt in der Hybridentwicklung
Vielfalt in der Hybridentwicklung
Köln. Welche Möglichkeiten in der Hybridentwicklung stecken, zeigte Toyota zuletzt auf dem Genfer Automobilsalon. Dort wurde neben der Design-Studie Hybrid X der Sportwagen FT-HS dem europäischen Publikum vorgestellt. FT-HS steht für Future Toyota Hybrid Sports. Tatsächlich steckt unter der extravaganten Hülle des Sportcoupés eine weitere Spielart der Hybrid-Konzeption des Konzerns.

Die Grundkonfiguration aus Frontmotor, Hinterradantrieb und Hybridtechnologie hat Lexus schon bei der sportlichen Limousine GS 450h eingesetzt. Im FT-HS erfolgt nun die nächste Ausbaustufe dieser Variante. Wie bislang jede Stufe erweitert auch diese den Einsatzbereich der Hybridtechnologie. Das Hybridsystem präsentiert sich nochmals stärker. Im Falle des FT-HS erzeugen ein 3,5-Liter-V6-Benzinmotor und die weiterentwickelten elektrischen und elektronischen Komponenten eine Systemleistung von rund 295 kW /400 PS. Genug für exzellente Fahrleistungen im Bereich von Supersportwagen. So absolviert der nur 4,33 Meter lange Sportler den Standardsprint auf 100 Stundenkilometer in etwa vier Sekunden.

"Autofahrer wollen heute nicht mehr einen Sportwagen, der bloß schnell ist." erklärt Kevin Hunter, Vice President des Toyota Design-Forschungszentrums Calty. "Sie wollen Fahrvergnügen und Sicherheit, aber auch Umweltverträglichkeit und nicht zuletzt soziale Akzeptanz". Für die wachsende Schar sportlicher Kunden, die ökologisch sinnvolle Technologie als eine Notwendigkeit betrachten, könnte der FT-HS der ideale Sportwagen der Zukunft sein. Neben der innovativen Hybridtechnologie sorgt intelligenter Leichtbau für einen Ressourcen schonenden Umgang mit Treibstoff.

Der FT-HS ist bislang eine Studie, aber er zeigt, dass Fahrdynamik im Hochleistungsportwagen, Leichtbau und Hybridtechnologie zu einer faszinierenden Einheit verbinden lassen. Die traditionelle Anordnung der Komponenten – Motor längs vorne, Hinterradantrieb – lässt sich ebenso gut technisch darstellen, wie fast jede andere derzeit auf dem Markt befindliche Konfiguration.

So verwendet Toyota im Hybridtrendsetter Prius die klassische Antriebsanordnung der Kompaktklasse: Quermotor und Frontantrieb. In der zweiten Generation der Hybridsysteme, die im Lexus RX 400h debütierte, stiegen nicht nur die Systemleistung und die mögliche Drehzahl der Motoren, auch die Zahl der angetrieben Achsen verdoppelte sich. Ein zusätzlicher Elektromotor liefert die Antriebsenergie für die Hinterachse, während vorne die Hybrideinheit mit einem quer eingebauten V6-Verbrennungsmotor über ein Planetengetriebe gekoppelt ist. Im Lexus GS 450h erlebte die beschriebene Standard-Anordnung Frontmotor mit Heckantrieb ihr Hybriddebüt. Die Luxus-Limousine Lexus LS 600h wiederum verbindet einen vorne längs eingebauten V8-Benziner mit den Komponenten des Hybridsystems und nutzt einen mechanischen Allradantrieb zur Kraftverteilung an beide Achsen.

Beim Ausbau der Hybridkompetenz stehen Toyota somit alle Antriebsvarianten für alle Marktsegmente zur Verfügung.