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Überraschender Erfolg für die Auenwälder

Toyota-Unterstützung führt zur Renaturierung an der Elbe

Dr. Frank Neuschulz (DUH, 2. von re), Susanne Knechtges (Toyota Deutschland, re) und engagierte Helfer besichtigen den Erfolg des Auenwaldprojektes
Salzwedel. Die Renaturierung von Auenwäldern in den Elbniederungen hat überraschend schnelle Erfolge gezeigt. Wie Vertreter der Deutschen Umwelthilfe, des Bundes Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und von Toyota bei einer Begutachtung vor Ort feststellten, zeigen sich bereits ein halbes Jahr nach dem Bau von einfachen Stauwehren im Grabensystem der Elbauen deutliche Fortschritte für Flora und Fauna des einzigartigen Ökosystems. Im November 2007 hatten freiwillige Helfer in der niedersächsischen Altmark nördlich von Schweskau mit Unterstützung von Toyota Deutschland in den Gräben eines rund 50 Hektar großen Auengebietes das Wasser gestaut, um die Natur mit zusätzlicher Feuchtigkeit zu versorgen.

Flussauen, die durch den Wechsel von Überschwemmungen und Trockenzeiten in den Niederungen von Flüssen und Bächen entstanden sind, zählen zu den abwechslungsreichsten Naturformen. Durch Besiedlung, Landwirtschaft, Flussbegradigungen und Entwässerung sind sie in Deutschland jedoch weitgehend verschwunden – an der Elbe selbst existieren nur noch 20 Prozent der ursprünglich vorhandenen Auen. Andererseits sind sie als Biotope und als Reservoir für den Hochwasserschutz unersetzlich. Daher haben die Deutsche Umwelthilfe und der Global Nature Fund ein Programm zur Stärkung und Ausbreitung der Auengebiete an der Elbe gestartet, das von Toyota Deutschland und dem Toyota Fund for Europe unterstützt wird.

In der Panie-Niederung bei Schweskau hatten viele Jahre Entwässerungsgräben zu schnell die Feuchtigkeit abgeleitet. Der Rundgang im Sanierungsgebiet zeigte jetzt, dass durch die neuen Stauwehre die Austrocknung aufgehalten und in diesem Gebiet sogar rückgängig gemacht werden konnte. Bereits jetzt saugt sich der Wald durch den höheren Wasserstand wieder wie ein Schwamm voll: "Statt Brennnesseln und Himbeere, die den Torfkörper langsam abbauen, werden sich nun wieder so genannte Feuchtezeiger ausbreiten, wie Segge, Schwertlilie und Wasserfeder", erläuterte Dr. Frank Neuschulz, der Leiter Naturschutz der Deutschen Umwelthilfe. Zudem fanden die Gutachter in dem wiederbelebten Feuchtgebiet neun Amphibienarten, darunter Laubfrosch, Kreuzkröte und Knoblauchkröte, sowie wasserliebende Brutvögel wie Rohrweihe, Zwergtaucher und Braunkehlchen. Auch die Rufe der seltenen und sehr scheuen Wasserralle waren zu hören, außerdem zeigt ein Kranichpaar Interesse an einem Nistplatz in dem sanierten Erlenbruch bei Schweskau. Nach Ansicht der Experten entwickelt sich die Panie-Niederung damit zu einem ökologischen Kleinod in der durch Flurbereinigung stark veränderten Region.

Toyota unterstützt die Renaturierung der Auenwälder an der Elbe, da eine nachhaltige Entwicklung von Mobilität, Umwelt und Gesellschaft zu den herausragenden Zielen des Unternehmens gehört. Neben der umweltverträglichen Produktion von Autos und der bestmöglichen Ressourcennutzung und Umweltschonung beim Betrieb von Fahrzeugen fördert Toyota daher weltweit Initiativen zum Schutz der Umwelt. In Deutschland gehören dazu Projekte zur Erhaltung natürlicher Lebensräume, wie in den Elbauen, und zur Eindämmung des Klimawandels, etwa die Schülerinitiative "Plant for the Planet", die in diesem Jahr bundesweit 90.000 Bäume mit Unterstützung von Toyota-Händlern für den Klimaschutz pflanzen wird.
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