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Toyota zieht Entscheidung für City Grand Prix zurück

Stattdessen Ausbau der Förderung von Sponsoringprojekten

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Toyota zieht Entscheidung für City Grand Prix zurück
Toyota zieht Entscheidung für City Grand Prix zurück
Köln. Trotz Genehmigung durch den Rat der Stadt und die Unterstützung des Oberbürgermeisters Fritz Schramma hat sich Toyota Deutschland dazu entschlossen, den für den 2. September geplanten City Grand Prix nicht durchzuführen.

Nach reiflicher interner wie externer Analyse ist man im Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass angesichts der kontroversen Diskussion des City Grand Prix unter den Kölner Bürgern eine gespaltene Meinung hierzu überwiegt. Zu dem Entschluss beigetragen hat auch die städtische Entscheidung, die Deutzer Brücke in 2008 als Umweltzone auszuweisen. Diese war als Austragungsstätte des Rennens avisiert gewesen.

Toyota liegt nicht an einer Polarisierung der Kölner in Bezug auf das eigene Unternehmen. Diese könnte aber entstehen, wenn der Automobilhersteller, der als der umweltfreundlichste gilt, speziell an einer solchen Austragungsstätte eine Veranstaltung durchführt, die zu einem Teil aus Motorsportaktivitäten besteht. Vielmehr möchte Toyota ein Ereignis, das Freude bereitet, die Technikleidenschaft bei Groß und Klein weckt und die Menschen auch durch die Palette an Technologien sowie Aktivitäten zur Reduzierung von Emissionen begeistert. Zudem möchte Toyota sich bei Köln und seinen Bürgern bedanken für die gute Zusammenarbeit und viele gekaufte Fahrzeuge. Deswegen sollte ein positiver Beitrag für Köln und das Ansehen Kölns über die Stadtgrenzen hinaus geleistet werden. Toyota ist zwar ein Automobilhersteller mit 50jähriger Motorsporthistorie und großen Erfolgen vor allem im Rallye- und Langstreckensport, Toyota zeichnet sich aber gleichzeitig als verantwortungsvolles Unternehmen gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt aus.

Toyota Deutschland Präsident Keiji Sudo, der bei seinem Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Fritz Schramma die Überlegungen für den City Grand Prix erstmals öffentlich gemacht hatte, bedankte sich in einem persönlichen Brief an den OB für die Wertschätzung, die das Stadtoberhaupt und der Rat der Stadt Toyota Deutschland durch die Genehmigung der Großveranstaltung entgegengebracht haben. Sudo: "Uns ist bewusst, dass die Entscheidung trotz verschiedener Bedenken in den einzelnen Fraktionen zustande gekommen ist. Wir wissen dies zu würdigen."

Toyota Deutschland hat schon seit längerem vor, das Interesse an den Themen Umwelt und Technik auf anderem Wege zu fördern. So möchte das Unternehmen an Schulen in Köln und bundesweit spezielle Umwelt- und Technikprojekte unterstützen, die im kommenden Schuljahr geplant sind.