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Toyota treibt Brennstoffzellen-Forschung voran

Neue Hochdruck-Wasserstofftanks für größere Reichweite

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Tokio/Köln. Toyota hat zwei neue Hochdruck-Wasserstofftanks für den Einsatz in Brennstoffzellenfahrzeugen entwickelt. Die Tanks erlauben die Verdichtung von Wasserstoff auf jeweils 35 MPa und 70 MPa und wurden vom japanischen Institut für Hochdruckgas-Sicherheit zertifiziert. Der 35 MPa-Tank erfüllt die Anforderungen des Instituts an Pkw-Tanks für komprimierten Wasserstoff, was die maximale Einsatzdauer für diesen Tank auf 15 Jahre verlängert. In Japan lag der Höchstwert für Tanks dieser Art bisher bei drei Jahren.

Die neuen Toyota Hochdruck-Wasserstofftanks sind mit hochfestem, Nylon-verstärkten Verbundwerkstoff ausgekleidet, das einen hohen Schutz gegen Wasserstoffaustritt bietet. Die von einer Carbonfaser-Außenhülle umgebene Struktur aus Verbundmaterial macht die Tanks leicht und gleichzeitig widerstandsfähig.

Durch den Einsatz des dünnen, aber leistungsfähigen Verbundmaterials steigt das Fassungsvermögen des 35 MPa-Tanks gegenüber dessen Vorgängermodell um zehn Prozent. Dadurch erhöht sich die Reichweite des mit Wasserstoff angetriebenen Toyota Brennstoffzellenfahrzeugs „FCHV“ von 300 auf 330 Kilometer (im japanischen Testzyklus). Der ebenfalls für den FCVH-Einsatz entworfene 70 MPa-Tank fasst rund 1,7 mal mehr Wasserstoff als der bisher verwendete 35 MPa-Tank. Die Reichweite erhöht sich dadurch auf über 500 Kilometer.

Beide Tanks verfügen außerdem über ein von Toyota völlig neu entwickeltes Hochdruck-Sicherheitsventil. Bei diesem System wird auf der Innenseite der Tanks ein Magnet-Schließventil angebracht, um so die Zuverlässigkeit zu erhöhen.

Seit Beginn der konzerninternen Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen hat Toyota alle wichtigen System-Hauptkomponenten einschließlich des Brennstoffzellen-Stacks selbst entworfen. Toyota spielte außerdem eine Pionierrolle bei der Vermarktung von Personenwagen mit Brennstoffzellenantrieb: Im Jahr 2002 startete in Japan und den USA ein Leasing-Programm, das mittlerweile 16 Fahrzeuge umfasst. Die Weiterentwicklung innerhalb des Konzerns sieht auch den Einsatz in Bussen vor. Ein von Toyota entwickelter Prototyp mit Brennstoffzellenantrieb für Busse wurde von August 2003 bis Dezember 2004 erfolgreich im öffentlichen Personennahverkehr Tokios getestet. Zurzeit sind acht FCHV-Busse zum Besuchertransport auf der EXPO 2005 im japanischen Aichi in Betrieb.