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Polarforscher Arved Fuchs hält Vortrag vor 150 Zuhörern

Berichte vom fortschreitenden Klimawandel aus erster Hand

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Köln. Rund 150 Zuhörer kamen, darunter zahlreiche Hybrid-Kunden, um den bekannten Polarforscher Arved Fuchs bei Toyota Deutschland zu erleben. Mit dieser Veranstaltung wollte das Unternehmen den zunehmenden Klimawandel in den Fokus rücken und über die sichtbaren Konsequenzen für die Natur aus der Hand eines erfahrenen Forschers informieren. Seit 20 Jahren engagiert sich der Automobilhersteller mit verschiedenen Maßnahmen für die Umwelt. 1992 wurde im Konzern die "Earth Charter" eingeführt mit dem Anliegen, Wachstum im Einklang mit der Umwelt zu erzielen.

Mit alternativen Antrieben wie der Hybridtechnologie, die die Toyota Motor Corporation bereits vor zehn Jahren zur Serienreife brachte, leistet der Automobilhersteller bereits einen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und damit zu sauberer Luft. Keiji Sudo, Präsident der Toyota Deutschland GmbH: "Unsere Vision ist es, Fahrzeuge ohne Emission zu entwickeln, und jeder noch so kleine Schritt auf dem langen Weg zum Ziel zählt."

In dem Vortrag, der durch eine Kooperation von Toyota mit dem Magazin "National Geographic" zustande kam, schilderte Arved Fuchs die Polarregion als Lebensraum für viele Menschen und Tiere. Diesen gelte es zu erhalten. "Täglich sterben heute 150 Tierarten", so der Experte. Mittlerweile werden jedes Jahr 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid durch fossile Brennstoffe emittiert. "Das Zeitalter der Industrialisierung hat zur extremen Steigerung des CO2-Ausstoßes beigetragen, wir haben heute den höchsten Wert seit 700.000 Jahren erreicht", erklärt Fuchs.

Die Klimaerwärmung um 2 Grad Celsius in den vergangenen 20 Jahren und die fortschreitende Verringerung des Eisgürtels um die Polkappen zeigten Auswirkungen, erläuterte der Forscher: "Eisbären sind sehr gute Schwimmer, aber da es immer weniger Eisschollen gibt und diese oft mehr als 100 km auseinander liegen, schaffen die Tiere die Strecke nicht mehr und sterben." Es gebe bereits jetzt einen Schwund innerhalb ihrer Population.

Seit 1977 hat der 54-jährige Abenteurer Expeditionen vor allem in arktische Gebiete unternommen. Neben einer siebzigtägigen Durchquerung Grönlands mit Hundeschlitten auf den Spuren des Polarforschers Alfred Wegener war Arved Fuchs der erste Deutsche, der mit der internationalen Expedition "Icewalk" zu Fuß zum Nordpol gelangte. Seine Expeditionen haben zum Ziel, gemeinsam mit Wissenschaftlern auf Probleme und Veränderungen in der Polarregion hinzuweisen.

Eine nachhaltige Entwicklung von Umwelt, Mobilität und Gesellschaft zu fördern gehört zu den Zielen von Toyota. Im Geschäftsjahr 2006 investierte die Toyota Motor Corporation weltweit rund 1,5 Milliarden Euro für Umweltaktivitäten. Das sind 18 Prozent des Jahresüberschusses. Neben einer möglichst umweltverträglichen Produktion von Automobilen und der optimalen Nutzung der natürlichen Ressourcen beim Betrieb der Fahrzeuge unterstützt das Untenehmen auch Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. Dazu zählen zahlreiche Aufforstungsprojekte etwa in China, auf den Philippinen, in Israel und zahlreichen Ländern Europas. In Deutschland gehört dazu die Schülerinitiative "Plant for the Planet", die bundesweit eine Millionen Bäume pflanzen möchte, um ein Zeichen gegen den zunehmenden Klimawandel zu setzen.