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Mehr Wasser zum Schutz bedrohter Tierarten und Auenwälder

Toyota unterstützt Renaturierung an der Elbe

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Mehr Wasser zum Schutz bedrohter Tierarten und Auenwälder
Mehr Wasser zum Schutz bedrohter Tierarten und Auenwälder
Salzwedel/Lüchow. Die Auenwälder in den Elbniederungen gehören zu den wertvollsten Naturschätzen Europas. Mit Unterstützung von Toyota Deutschland und dem Toyota Fund for Europe haben die Umweltorganisationen Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Global Nature Fund (GNF) ein Projekt zur Stärkung und Ausbreitung der Auengebiete an der Elbe gestartet, das von August 2007 bis Frühjahr nächsten Jahres andauert.

Durch das Einsetzen von Stauanlagen in bestehende Gräben sollen die Feuchtgebiete mit zusätzlichem Wasser versorgt werden. Nordöstlich von Salzwedel im Elbe-Urstromtal soll so der Grundwasserspiegel angehoben und das einzigartige Ökosystem gestärkt werden, das unter anderem seltenen Seeadlern, Schwarzstörchen und Kranichen Brutplätze bietet.

Im Rahmen des mehrmonatigen Projektes führten elf Helfer von Toyota Deutschland, dem Toyota-Autohaus Schlesselmann in Salzwedel und Uelzen, von DUH und BUND einen gemeinsamen Aktionstag in der niedersächsischen Altmark in einem etwa 1.000 Hektar großen Auenwaldgebiet durch. Mit Stauwehren aus zentnerschweren Eichenholzbrettern und Heidekrautbündeln stoppten Helfer in den Niederungen bei Schweskau - rund 15 km von der Elbe entfernt - das Wasser in alten Entwässerungskanälen.

Durch den Rückstau soll der Erlenbruchwald wieder mehr Wasser erhalten und damit auch der Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Vogelarten erhalten werden, die zum Schutz vor Nesträubern im Wasser brüten. Im Frühjahr nächsten Jahres soll überprüft werden, ob die Aktion die gesetzten Ziele erreicht hat und ob sie in anderen Auenwäldern entlang der Elbe fortgeführt wird.

Fruchtbare Auen, die durch den Wechsel von Überschwemmungen und Trockenzeiten in den Niederungen an Flüssen und Bächen entstanden sind, waren ursprünglich in weiten Teilen Deutschlands zu finden. Sie zählen zu den abwechslungsreichsten Naturformen. In den letzten Jahrhunderten aber wurden sie durch Besiedlung, Landwirtschaft, Flussbegradigungen und Entwässerung weitgehend zurückgedrängt. An der Elbe sind beispielsweise 80 Prozent der einstmals vorhandenen Auen verloren gegangen. In den letzten Jahren haben die Deutsche Umwelthilfe und der Global Nature Fund intensiv versucht, diese Feuchtgebiete verstärkt zu schützen oder sogar auszuweiten.
"Die massiv bedrohten, artenreichen Auenwälder Europas spielen im Klima- und Hochwasserschutz eine wichtige Rolle. Mit Unterstützung von Toyota können die verbliebenen Feuchtwälder im Elbtal im Rahmen dieses Projektes geschützt und mit Maßnahmen zur weiteren Vernässung wiederhergestellt werden", erklärt Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund.

Die finanziellen Mittel für das Elbaue-Projekt stellte Toyota Deutschland zusammen mit dem Toyota Fund for Europe jeweils zur Hälfte. Keiji Sudo, Präsident Toyota Deutschland, zur Motivation für dieses Engagement: "Wir haben als Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung, die sich auch auf unsere Umwelt erstreckt. Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen und das spezielle Ökosystem des Elbtals erhalten sowie vom Aussterben bedrohte Tierarten schützen."

Toyota unterstützt die Renaturierung der Auenwälder an der Elbe, da eine nachhaltige Entwicklung von Umwelt, Mobilität und Gesellschaft zu den Zielen des Unternehmens gehört. Neben einer umweltverträglichen Produktion von Automobilen und der optimalen Nutzung der natürlichen Ressourcen beim Betrieb der Fahrzeuge unterstützt Toyota Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. In Deutschland gehört dazu auch die Schülerinitiative "Plant for the Planet", die bundesweit eine Millionen Bäume pflanzen will, um ein Zeichen gegen den zunehmenden Klimawandel zu setzen. Die Initiative lehnt sich an das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) an, die in einer weltweiten Kampagne die Anpflanzung von einer Milliarde Bäumen für den Klimaschutz im Jahr 2007 zum Ziel erklärt.

Im Geschäftsjahr 2006 investierte die Toyota Motor Corporation weltweit rund 1,5 Milliarden Euro im Bereich Umwelt. Damit engagierte sich der Konzern mit einem Anteil von 18,2 Prozent seines Jahresüberschusses für Umweltaktivitäten.