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Herausforderung Batterieentwicklung

Hybride mit verschiedenen Batteriesystemen

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Köln. "Die Batterietechnik bleibt auch in Zukunft die größte Herausforderung für den Fortschritt der Hybridentwicklung", betonte Kazuhiko Miyadera, Entwicklungschef und Senior Vice President von Toyota Motor Europe (TME) anlässlich des Toyota Techniktages. Als Standardstromquelle für Hybridfahrzeuge setzt Toyota derzeit auf die Nickel-Metallhydrid-Speicher (NiMH), die sich seit nunmehr elf Jahren in der Serienproduktion bewährt haben und kontinuierlich weiterentwickelt wurden.

Auch die nächste Generation des Prius, die im kommenden Jahr auf den Markt kommt, wird mit NiMH-Batterien ausgerüstet. Lithium-Ionen-Speicher setzt Toyota 2010 in der Plug-In-Variante des Prius ein. Künftig werden beide Batteriesysteme je nach Bedarf in den unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten berücksichtigt werden. Zur Ausweitung der NiMH-Produktion baut Toyota gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Panasonic EV Energy ein neues Werk, das ab 2010 der vermehrten Hybridnachfrage gerecht werden soll. Auch die Serien - Produktion von Lithium-Ionen Speichern ist für diesen Standort vorgesehen.

Toyota plant in den frühen 2010er Jahren eine Million Hybridfahrzeuge jährlich zu verkaufen. Bis 2020 soll die Hybridtechnologie in allen Fahrzeugen der Angebotspalette eingeführt sein. Derzeit arbeiten die Techniker daran, bei gleicher oder besserer Leistung Größe und Gewicht und damit die Kosten der Systeme weiter zu verringern. Zurzeit entwickeln die Ingenieure ein Hybridsystem, das zu einem Viertel der Größe, des Gewichts und der Kosten des aktuellen Prius-Systems darstellbar ist, erläuterte Miyadera.

Miyadera kündigte zudem an, dass Toyota die Entwicklungsstrukturen verstärken und ein neues Forschungszentrum für Batterietechnik einrichten werde. Dort soll schwerpunktmäßig an einem neuen Batterietyp gearbeitet werden. Der Konzern forscht an verschiedene Feststoff-Batterien. Ziel der Entwicklung ist die sogenannte Sakichi-Batterie, die in ihrer Leistungsdichte die bislang bekannten Speicher deutlich übertreffen wird.

Die Batterie ist nach Sakichi Toyoda benannt. Der Firmengründer hatte bereits 1925 eine Million Yen ausgelobt, um die Entwicklung von Speicherbatterien voran zu treiben. Der gleiche Betrag diente damals als Startkapital zur Gründung der Toyota Automatic Loom Works, aus der später die Toyota Motor Company hervorging. Die Anforderungen an die ursprüngliche Sakichi-Batterie lauteten, über 36 Stunden 100 PS bereitzustellen. Dabei durfte der Akku ein Gewicht von 225 Kilogramm nicht überschreiten und höchsten 280 Liter Volumen haben. Die Vorgabe war sehr ehrgeizig und ist auch heute noch nicht erreicht. Sie zeigt aber, dass Toyoda schon in der Gründungsphase des Unternehmens die Endlichkeit des Rohstoffs Erdöl bedachte und nach Alternativen suchte.
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