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Fotoausstellung für Spendenaktion "Perspektive fürs Leben"

Toyota zeigt "Japan short cuts" von Katalin Ziegler

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Fotoausstellung für Spendenaktion "Perspektive fürs Leben"
Fotoausstellung für Spendenaktion "Perspektive fürs Leben"
Köln. Kunst als Brücke zwischen Köln und Tokyo: Das ist die Idee einer Fotoausstellung, die seit 21. September im Foyer der Toyota Deutschland GmbH, Toyota-Allee 2 in Köln-Marsdorf, zu sehen ist. Mit Bildern der Fotografin Katalin Ziegler, die ihre Motive auf zahlreichen Reisen durch Japan sammelte, möchte Toyota seinen Mitarbeitern und Besuchern die Heimat des Unternehmens näher bringen.

Die Ausstellung dient außerdem einem guten Zweck. Alle Bilder können käuflich erworben werden, der gesamte Erlös kommt der karitativen Kölner Initiative "Perspektive fürs Leben" e.V. zugute. Zusätzlich spendet Toyota Deutschland als Sockelbetrag 2000 Euro. Damit unterstützt Toyota den Wiederaufbau einer vom Taifun zerstörten Schule im Mekong Delta im Südwesten von Vietnam.

"Perspektive fürs Leben" e.V. (PfL) ist ein Verein zur weltweiten Hilfe für notleidende Kinder und Jugendliche. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, Kindern in notleidenden Regionen der Welt Zugang zu Bildungseinrichtungen zu verschaffen und ihnen damit eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu vermitteln. So vergibt PfL individuelle Förderpreise und Stipendien an einzelne Schulen und ermöglicht es den Kindern damit, die Oberschule oder Hochschule zu besuchen. Das ehrgeizigste PfL-Projekt ist der Neubau einer vom Taifun "Durian" zerstörten Schule für 460 Kinder in der im Mekong-Delta gelegenen vietnamesischen Stadt Bentre. Diesem Projekt fließen die gesamten Erlöse aus dem Verkauf der Fotos von Katalin Ziegler zu.

Katalin Ziegler ist ausgebildete Journalistin und Fotografin. Seit 1990 arbeitet sie im Auftrag verschiedener Verlagshäuser für die Ressorts Auto, Reise und Reportage. Für Toyota begleitete Katalin Ziegler mehrere Informationsreisen deutscher Fachjournalisten zur Tokyo Motor Show:

"Bevor ich 1998 das erste Mal nach Japan reiste, gab ich meinen Freunden Zettel und Kugelschreiber. Sie sollten aufschreiben, was ihnen zu Japan einfiel. In Stichworten.

Sie hatten nur zehn Sekunden Zeit, dann sammelte ich die Zettel wieder ein. Tokyo, las ich. Kamikaze. Lächeln. Toyota. Sony. Hiroshima. Bonsai. Smog. Erdbeben. Kimono. Und natürlich Geishas. Auf vielen Zetteln stand Fuji-yama. Für Japaner schon fast eine beleidigende Bezeichnung für ihren höchsten und heiligen Gipfel. Yama heißt schlicht und einfach Berg – was entschieden zu profan klingt für die japanische Sprachkultur. Japaner nennen ihren Berg ehrfurchtsvoll Fuji-san. San heißt soviel wie Herr, Gebieter, Verehrtester. Aber das konnte ich damals noch nicht wissen. Das erfuhr ich erst im Lande, wie vieles andere auch. Dass die Zahl Vier dem Japaner Unglück bringt. Dass man sich in einer Badewanne nicht mit Seife wäscht. Dass die Müllautos in Tokyo nach Pfefferminz duften. Oder dass man den wunderschönen Kimono einer wunderschönen Frau nie loben darf.

Wer nach Japan reist, der fällt von einem Staunen ins andere. Nirgendwo sonst kann der Blick so viele Abenteuer erleben. "short cuts" ist eine persönliche Zusammenstellung meiner Japan-Abenteuer. Deren Magie ich oft nur für Sekunden erliegen konnte. Ein minuziös geführter Terminkalender ist eben auch ein typischer Wegbegleiter im Land der aufgehenden Sonne. Vielleicht gelingt es mir, Sie aus Ihrem Alltag zu reißen und den Geist zu öffnen für ein Land voller Geheimnisse. Auch wenn das dem Versuch japanischer Dichtkunst gleichen mag, den Duft und die Anmut einer Blume in Worte zu fassen."