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Europäischer Nachhaltigkeitsbericht von Toyota

Auf dem Weg in eine soziale und umweltfreundliche Zukunft

Unternehmen
Europäischer Nachhaltigkeitsbericht von Toyota
Europäischer Nachhaltigkeitsbericht von Toyota
Brüssel/Köln. Der jetzt veröffentliche fünfte europäische Nachhaltigkeitsbericht (Sustainability Report) für die Marken Toyota und Lexus liefert wichtige Daten, Fakten und Hintergründe zum wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens sowie zu dessen Umweltaktivitäten und sozialem Engagement. Er umfasst den Zeitraum des Geschäftsjahres 2005 (April 2005 bis März 2006), beleuchtet jedoch auch wichtige Entwicklungen bis einschließlich Juni 2006.

Wirtschaftliche Rahmendaten - Investitionen in Europa
Toyota gehört branchenübergreifend zu den zehn größten Unternehmen der Welt und ist mit einer Jahresproduktion von zuletzt (2006) neun Millionen Fahrzeugen der zweitgrößte Automobilhersteller. Das Unternehmen produziert in 27 Ländern außerhalb Japans und verkauft seine Fahrzeuge in über 170 Ländern. Es beschäftigt 285.000 Mitarbeiter.

In Europa sind direkt und indirekt (über den Fahrzeughandel) mehr als 55.000 Menschen bei Toyota beschäftigt. Im Finanzjahr 2005 lag der Umsatz von Toyota Europe bei 19,76 Milliarden Euro und der operative Gewinn bei 681 Millionen Euro. Rund zwei Drittel der im Kalenderjahr 2005 verkauften 964.000 Fahrzeuge wurden in den europäischen Werken hergestellt. Der Marktanteil lag 2005 bei 5,1 Prozent.

Seit 1990 hat Toyota in Europa mehr als sechs Milliarden Euro investiert. So wurde zum Beispiel 2005 mit Investitionen von 200 Millionen Euro ein neues Werk für Dieselmotoren in Polen eröffnet, in dem rund 900 Mitarbeiter beschäftigt sind. Hier wird ein 2,2-Liter-Dieselmotor mit modernster Reinigungstechnik für die europäischen Märkte produziert. Zudem wurde Anfang 2006 der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Zaventem/Belgien abgeschlossen. Hier entstanden mit Investitionen von 75 Millionen Euro neue Gebäude und rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze.

Umweltengagement: Auf dem Weg zum Null-Emissions-Fahrzeug
Die Minimierung der Umwelteinflüsse über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg ist schon seit langem ein vorrangiges Unternehmensziel für Toyota. Dank überdurchschnittlich hoher Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung hat Toyota inzwischen bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Technologien zum Umweltschutz eine führende Rolle übernommen.

So hat das Unternehmen ein so genanntes Environmental Management System (EMS) entwickelt, das spezifische Anforderungen an die Umweltverträglichkeit seiner Fahrzeuge stellt. Und dies in allen Bereichen, vom Produktdesign über die Entwicklung, die Produktion, Logistik und das Marketing bis hin zum After-Sales-Geschäft und zuletzt dem Recycling des Fahrzeugs an dessen Lebensende.

Die Europäische Union schreibt keine Veröffentlichung von Umweltdaten vor. Es liegt allerdings im Interesse des Unternehmens, diese festzustellen und zu beeinflussen. Toyota differenziert seinen Aufwand in diesem Bereich in "Umweltkosten" und "Investitionen in den Umweltschutz". Zu den Umweltkosten zählen dabei die Ausgaben zur Reduzierung von Umweltschäden durch eigene, aktuelle Aktivitäten wie Abfallmanagement, Wasseraufbereitung oder die Verhinderung von Emissionen. Umweltinvestitionen sind nach dieser Diktion Ausgaben zur Verbesserung der Umwelteffizienz in der Zukunft, also solche für Forschung und Entwicklung oder für Recycling.

Toyota Motor Europe hat auf die EU-Forderung nach Reduzierung und Verbannung bestimmter Schwermetalle aus Fahrzeugen und Komponenten reagiert und übernimmt Verantwortung für die Rücknahme alter Fahrzeuge an deren Lebenszyklusende. Toyota verwendet zum Beispiel Recycling-Materialien und trifft Vorsorge für die später anfallenden Kosten der Rücknahme.

Das Europäische Umweltkomitee des Unternehmens trifft sich viermal jährlich, um die Umweltpolitik, Strategien und Aktionen zu planen und festzulegen. Das Komitee vernetzt auch die weltweite Umweltpolitik des Konzerns mit den spezifischen Anforderungen in Europa. So sind alle europäischen Mitarbeiter aufgerufen, die drei Basisprinzipien zu beachten:

1) Respekt vor der Umwelt und die Beachtung von Gesetzen und Vorgaben
2) Ständige Verbesserung und Ausbau von Umweltaktivitäten
3) Null Emissionen für den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs als Ziel

Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein wesentlicher Baustein in der Toyota Umweltstrategie. Hierzu zählen unter anderem Fortschritte beim Verbrauch der aktuellen Diesel- und Benzinmotoren. Auf dem Weg zum ultimativen Öko-Auto kommt der Hybridtechnologie nach Auffassung von Toyota eine besondere Rolle zu. Bis Mitte 2006 hat Toyota insgesamt über 600.000 Hybridmodelle der Marken Toyota und Lexus weltweit verkauft, davon 50.000 in Europa. Der Toyota Hybrid Synergie Drive und der Lexus Hybrid Drive kombinieren die Kraft eines konventionellen Verbrennungsmotors mit der Effizienz und Umweltfreundlichkeit eines Elektroaggregats. Zurzeit bietet Toyota den Hybridantrieb in Europa für die Modelle Toyota Prius, Lexus RX 400h, Lexus GS 450h und ab Sommer 2007 für den Lexus LS 600h an. In Japan und den USA sind 13 Erprobungs-Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb im Betrieb.

Zur Strategie einer kontinuierlichen Reduzierung der CO2-Emissionen zählt auch die Steigerung des Kundenbewusstseins für umweltfreundliche Fahrzeuge über Anzeigen und das Marketing. 2003 hat Toyota eine Anzeigenkampagne gestartet, die den Anspruch des Unternehmens kommuniziert, Emissionen von der Planungsphase bis zum Recycling zu reduzieren und Toyota als führendes Unternehmen in der Umsetzung von Umweltschutztechnologien zu präsentieren.

Corporate Social Responsibility: Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen
Bereits bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 1937 hatte sich Toyota zum Ziel gesetzt, in einer prosperierenden Gesellschaft im Einklang mit Aktionären, Kunden, Beschäftigten, Geschäftspartnern und allen Menschen zu wachsen.

Diese Zielsetzung gilt auch für die europäischen Aktivitäten und wird immer wichtiger. Das 2004 gegründete Corporate Social Responsibility (CSR) Komitee analysiert mögliche Diskrepanzen zwischen den sozialen und ökologischen Aktivitäten von Toyota und den Erwartungen, die die Gesellschaft an das Unternehmen stellt. So haben sich 2005 die Toyota-Unternehmen in 23 Ländern Europas einer Selbsteinschätzung in 37 CSR-Kriterien wie Produktsicherheit, Integrität oder Gleichheitschancen unterzogen.

Der viel gerühmte Toyota Way kommt nirgendwo stärker zur Geltung als im Verhältnis zu den Menschen. Dieses beruht auf zwei Säulen: Dem Respekt vor den Menschen und der ständigen Verbesserung. Dazu gehört auch ein kontinuierliches Training zur Weiterentwicklung der Belegschaft.

Beim "Graduate Development Programme" werden seit 2000 die Top-Absolventen europäischer Universitäten ausgewählt. Im Jahr 2005 waren dies 60 junge Menschen von 44 Universitäten. 2006 wurde das "European Global Production Centre" (EGPC) in Derbyshire/Großbritannien eröffnet, in dem unter Anwendung neuester Technologien für Mitarbeiter aus ganz Europa Training und Ausbildung stattfindet. Der durchschnittliche Aufenthalt in Derbyshire beträgt pro Mitarbeiter 14 Tage. An der "School for Retail Development" wird schließlich Wissen zum Bereich Verkauf und Marketing weitergeben.

Menschen langfristig einen Arbeitsplatz zu geben ist nur ein Beitrag, den Toyota zum gesellschaftlichen Fortschritt leistet. TME unternimmt auch große Anstrengungen, sich mit den Städten und Gemeinden auszutauschen und diese zu unterstützen. Allein 2005 wurden 6,2 Millionen Euro an freiwilligen Zahlungen und Beiträgen geleistet. Toyota verfolgt dabei eine Politik der Dezentralisierung mit dem Ziel, Partnerschaften mit lokalen Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen vor Ort aufzubauen.

Dem Toyota "Fund for Europe" Board gehören hochrangige Manager aus den europäischen Toyota Werken und Vertriebsgesellschaften an. Dieser hat zwei Aufgaben: Er stellt sicher, dass alle Maßnahmen und Aktivitäten des Funds mit der Unternehmenskultur und den Prinzipien von Toyota vereinbar sind. Und er stellt sicher, dass mindestens 50 Prozent aller sozialen Geldleistungen in die drei Kernbereiche Umwelt, Straßensicherheit und technische Ausbildung investiert werden. Allein im Jahr 2006 stieg das Budget des "Toyota Fund for Europe" um über 50 Prozent auf 1,5 Millionen Euro. Zwischen 2002 und 2004 unterstützte er 27 Projekte und 20 Organisationen. 2005 waren es allein 23 Projekte. Rund 97 Prozent der Spenden ging in die drei Kernbereiche.

Das Toyota Technical Education Programme unterstützt technische Berufsschulen mit Lehr- und Unterrichtsmaterial. Es will die Ausbildung hervorragender Techniker fördern und die technische Ausbildung insgesamt für junge Menschen attraktiver machen.

Im Bereich der Sicherheit verfolgt Toyota einen dreifachen Anspruch: die Minimierung von Unfällen, die Reduzierung der Auswirkungen von Unfällen und die Verbesserung der Straßensicherheit. Für Toyota endet die Verantwortung in diesem Bereich nicht mit der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen. Das Unternehmen sucht vielmehr nach Möglichkeiten, Menschen über sicheres Fahren aufzuklären und bei der Entwicklung sicherer Straßen mitzuhelfen. Auch die Fahrzeuge selbst werden immer sicherer. Allein sechs Toyota Modelle, darunter alle neuen Modelle der letzten Jahre, erhielten im EuroNCAP-Crashtest die Höchstnote von fünf Sternen.

Seit 2002 unterstützt das Unternehmen auch EuroRAP, das europäische Straßensicherheitsprogramm. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, den Austausch von Erfahrungen über den Bau sicherer Straßen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu fördern.