Toyota Landcruiser

Die Legende wird 50 Jahre

Toyota Land Cruiser
Köln. Toyota Landcruiser, der Klassiker der Offroad-Szene, feiert Geburtstag. Anlass genug, zwei exklusive Jubiläumsmodelle in limitierter Auflage zu präsentieren.

Der Startschuss fiel im Jahr 1951: Unter der Typenbezeichnung BJ brach der erste Geländerwagen aus dem Hause Toyota zu einer Testfahrt auf. Mit der 1960 präsentierten vierten Generation gelang Toyota der weltweite Durchbruch im Offroad-Segment. 1968 feierte man das 100.000. verkaufte Exemplar. Angesichts der Ölkrise in den siebziger Jahren sicherte sich Toyota seinen Vorsprung mit leichteren und effizienteren Dieselmotoren. In den Achtzigern wuchs das Bedürfnis nach mehr Komfort und Sicherheit: gepolsterte Kopfstützen, Scheibenbremsen vorne und Radio waren die zeitgemässe Antwort, die der LandCruiser gab. In diesem Jahrzehnt avancierte Toyota durch konsequente Kundenorientierung zum weltweit größten Geländewagenhersteller.

Die Ansprüche der Käufer ließen Toyota auch in den 90ern reagieren. Attribute wie Fahrleistung und Individualität standen im Mittelpunkt. Der LandCruiser vollzog einen virtuosen Wandel vom Heavy-Duty-Nutzfahrzeug zur anspruchsvollen Offroad-Limousine. Doch in all dem Wandel im Laufe der Jahre spiegelt sich die ursprüngliche Zielrichtung des LandCruisers wider: ein echter Offroader zu sein und zu bleiben.

Mit den limitierten 50th Anniversary-Editions möchte Toyota allen, die der Legende zu ihrem Ruhm verholfen haben, etwas Besonderes anbieten. Und gleichzeitig jeden Offroad-Begeisterten einladen, einen Klassiker in Bestform kennen zu lernen.


LandCruiser 90 50th Anniversary
Das LandCruiser 90 "50th Anniversary"-Modell basiert auf dem D-4D Limited Modell mit Automatikgetriebe und verfügt über folgende Ausstattungsmerkmale:
• Klimaautomatik
• Dachreling
• Beigefarbene Lederausstattung mit Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.
• Leichtmetallfelgen mit polierter Oberfläche
• 50th Anniversary-Embleme am Fahrzeugheck und der Mittelkonsole)

Der LandCruiser 90 50th Anniversary ist in den Farben Polarsilber Metallic, Onyxschwarz Metallic, Britischgrün Metallic und Orientblau Metallic erhältlich.
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 45.610 Euro (89.205,41 DM), Verkaufstart ist der 10. Februar 2001.

LandCruiser 100 50th Anniversary
Der Ausstattungsumfang dieser Modelle basiert auf den Special Varianten und bietet folgende zusätzliche Ausstattungen:
• Integriertes Multi-Vision Audio- und DVD-Navigationssystem mit Europakarte, 7"-Farbdisplay mit Touch-Screen Funktion und integrierter Bedienung für Audio, Klimaautomatik und Bordcomputer.
• Höhenverstellbares hydropneumatisches Fahrwerk mit regelbarer Dämpfungscharakteristik
• Beigefarbene Lederausstattung mit Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.
• Innenraum-Applikationen in Wurzelholz
• Lenkrad und Wählhebel in Holz-Leder-Ausführung
• Stereo-Audio-System mit Subwoofer
• Optitron-Anzeigen
• Elektrisches Glas-Schiebe-Hebedach
• Leichtmetallfelgen mit polierter Oberfläche
• Scheinwerferreinigungs-Anlage
• 50th Anniversary-Embleme an Einstiegszierleiste, Fahrzeugheck und Mittelkonsole
• Mica/Metallic/Sonderlackierung
Das 50th Anniversary Jubiläumsmodell des LandCruiser 100 wird mit beiden aus der Serie bekannten Motorisierungen, dem 4,2-Liter Turbodiesel-Direkteinspritzer und 4,7-Liter V8-Benziner, angeboten. Beide Motorisierungen werden ausschließlich mit einem 4-Stufen-Automatikgetriebe angeboten.

Der LandCruiser 100 50th Anniversary ist in den Farben Kareliasilber Metallic, Britischgrün Metallic, Silbergrün Metallic und Cosmicblau Metallic erhältlich.
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 68.760 Euro (134.482,87 DM) für den LandCruiser mit 4,2l-Turbodieselmotor und 66.200 Euro (129.475,95 DM) für die Version mit 4,7l-V8-Benzinmotor. Verkaufstart ist der 10. Februar 2001.
Die LandCruiser-Historie

Die Geburtsstunde des LandCruiser schlug im Jahr 1950. Toyota beschloß, ein vierradgetriebenes Allroundfahrzeug zu entwickeln, das den härtesten Anforderungen gewachsen sein sollte. Das Auto sollte allen topographischen und klimatischen Bedingungen trotzen können. Nach nur fünf Monaten präsentierte die Entwicklungsabteilung den BJ-Prototyp: Leiterrahmen, Blattfedern und Starrachsen sorgten für hohe Belastbarkeit und Stabilität. Auf das strapazierfähige Chassis schraubten die Ingenieure eine leichte, offene Stahlblechkonstruktion. Zwecks Gewichtsreduktion und einfacher Handhabung bestanden Dach und Türen aus Stoff. Der BJ verfügte über einen 3,4-Liter-Sechszylinder-Benzinmotor mit 85 PS, dessen ausgeklügeltes Kühlungs- und Schmiersystem Zuverlässigkeit und Langlebigkeit garantierte. Immer dann, wenn das Durch- und Ankommen in Gebirge, Dschungel oder Wüste zur Überlebensfrage wurde, wußten die Besitzer die Qualitäten eines 4 x 4-Toyota sehr zu schätzen: Wo ein LandCruiser war, war immer auch ein Weg.

Der BJ, 1954 in LandCruiser umgetauft, war das ideale Nutzfahrzeug. "J" ist das Kennzeichen für die Geländewagenbaureihe. Später steht das Kürzel "B" für Diesel-, das "F" für Benzin-betriebene Fahrzeuge. Diese Modellbezeichnung gilt beim LandCruiser bis heute.

Wurden im ersten Produktionsjahr 1954 lediglich 298 Exemplare gebaut, von denen vier Fahrzeuge in den Export gingen, konnte Toyota nur drei Jahre später bereits eine Verzehnfachung der Produktion und eine Steigerung des Exports auf 2.439 Fahrzeugen verbuchen. 1965 wurde der Bau des 50.000. LandCruiser gefeiert, 1968 waren 100.000 verkauft.

Mit der J 4-Baureihe, eingeführt 1960 und in Deutschland seit 1977 am Markt, gelang dem LandCruiser der Durchbruch zum Welterfolg. Äußerlich erinnerte er noch an seine Vorgänger J 2 und J 3 – doch während diese mit Viergang-Getrieben in die Gänge kamen, verfügte der J 4 über ein Dreigang-Getriebe und zusätzlich über ein Zwischengetriebe mit Untersetzungen für Straßen- oder Geländefahrten. Für jeden Zweck war die richtige Variante dabei: Ob Pickup, Station, Hardtop, kurzer oder langer Radstand, Diesel oder Benziner – der J 4 war in 18 unterschiedlichen Versionen lieferbar. In diesem Punkt wurde er nur von seinem Nachfolger J 7 übertroffen, welcher es auf insgesamt 35 verschiedene Versionen brachte. Noch heute schwärmen J 4-Fahrer vom 4,2-Liter-Sechszylinder-Benziner, der 1975 den 3,9-Liter-Motor ersetzte. Hohe Kilometerleistung bei minimalem Wartungsaufwand verliehen diesem Triebwerk den Nimbus der Unzerstörbarkeit. Optisch – von einigen wenigen Retuschen abgesehen – kaum verändert, aber technisch permanent verbessert, blieb der rustikale J 4 ein Vierteljahrhundert auf dem Markt – sicherlich ein Grund, daß ihn die große Fangemeinde fast zum Kult-Mobil erkor. Parallel sorgte ab 1967 der J 55 für Furore, der die Palette um einen Station erweiterte.

Vierrad-Spaß für alle: Der LandCruiser machte es dank der vorbildlichen Kombination von allradgetriebener Geländewagentechnik mit Pkw-Komfort möglich. Mit der konsequenten Umsetzung dieser bahnbrechenden Idee wurde schließlich der J 7 zum Trendsetter für eine ganz neue Geländewagen-Generation. Als er im Frühjahr 1985 in Deutschland debütierte, war es nicht nur seine umfassende Serienausstattung, die begeisterte, auch der zeitgemäße Komfort überzeugte.

Eine neue Dimension, die Geländewagen-Mittelklasse, repräsentierte der 1996 eingeführte J 9. Der kompakte Allradler glänzte nicht nur mit viel Platz für Passagiere und Gepäck – mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag, beispielhaftem Crashverhalten und optimiertem Seitenaufprallschutz setzte er zudem neue Sicherheits-Maßstäbe

Zeit-Reise durch ein halbes Jahrhundert
Der LandCruiser in Zahlen

1950 Toyota beginnt mit den Arbeiten am BJ-Prototyp.
1951 Der BJ besteht am Mount Fuji seine Feuertaufe. Als erstes Fahrzeug der Welt meistert er die tiefen Aschen-Böden und die mit Geröll übersäten steilen Anstiege des erloschenen Vulkans mit Bravour. Japanische Behörden (Polizei und Forstverwaltung) bestellen die ersten Fahrzeuge.
1954 Der BJ wird umbenannt und feiert als LandCruiser sein interna-tionales Debüt. Die Massenproduktion beginnt.
1956 Toyota ersetzt den 85-PS-Diesel-Motor durch einen leis-tungsfähigeren 3.878-ccm-Benziner mit 125 PS.
1957 Der FJ 25-LandCruiser erscheint offiziell auf dem US-Markt.
1960 Der J 4 ist da und wird bis zur Einstellung dieser Baureihe im Jahre 1986 in 18 verschiedenen Versionen gefertigt.
1961-1965 In den USA ist der LandCruiser das meistverkaufte Toyota-Modell.
1967 Der LandCruiser Station (FJ 55) feiert Premiere.
1968 Toyota vermeldet den Verkauf des 100.000. LandCruiser. Der 4,2-Liter-Sechszylinder mit 135 PS ersetzt den 3,9-Liter-Motor.
1972 Verkauf des 200.000. LandCruiser.
1973 Verkauf des 300.000. LandCruiser.
1977 Der J 4 feiert Deutschland-Premiere. Weltweit sind nun mehr als eine halbe Million LandCruiser verkauft.
1981 Der HJ 60, ein Station, wird vorgestellt.
1984 Der J 7 löst den J 4 ab.
1990 Mit dem LandCruiser Station J 8, der die J 6-Baureihe ablöst, kommt die dritte erfolgreiche LandCruiser Station Generation.
1990 2 Millionen LandCruiser sind gebaut.
1993 Toyota stellt den neuen 4,5-Liter-Turbodiesel (1 HD-FT) vor.
1996 Toyota führt mit der J 9-Baureihe die LandCruiser-Story fort.
1998 Der lang erwartete Nachfolger des legendären Station heißt LandCruiser 100.
1999 Veränderungen an der Karosserie und im Innenraum beim LandC-ruiser 90, den es jetzt – neben Basis und Special – auch als Limited Variante gibt.
2000 Beide LandCruiser-Modelle werden mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm VSC ausgestattet, der LandCruiser 90 erhält den fortschrittlichen D-4D Turbodieselmotor mit Common Rail Direkt-einspritzung
2001Die 50th Anniversary Jubiläumsmodelle kommen auf den Markt.