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Neuer 1,33-Liter-Benziner für den Toyota Auris

Toyota Optimal Drive senkt Verbrauch und Emissionen

Auris RC
Köln. Toyota Optimal Drive - unter diesem Schlagwort bündelt Toyota künftig innovative Antriebe, effiziente Motoren und neue Technologien zur Verringerung von Verbrauch und Emissionen. Keine zwei Jahre nach seiner Markteinführung profitiert der Toyota Auris von einer ganzen Reihe neuer Antriebe auf Basis dieses Innovationspakets. Die neuen Motoren liefern mehr Leistung bei weniger Kraftstoffverbrauch und unterstützen die Selbstverpflichtung von Toyota, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der in Europa angebotenen Fahrzeuge auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken.

"Bei der Entwicklung des Auris haben wir uns auf die Schaffung einer perfekten Ausgewogenheit aus hervorragenden Fahrleistungen und hohem Fahrkomfort konzentriert", sagt Toshi Ezaki, Chefingenieur für den Auris . "Jetzt werden wir die Leistung des Auris in den Bereichen Fahrdynamik und Effizienz weiter steigern - mit Hilfe der neuen Toyota Optimal Drive Technologie." Der erste Schritt dieses Programms ist die Einführung eines neuen 1,33-Liter Dual-VVT-i Benzinmotors, der den bisherigen 1,4-Liter VVT-i Motor ersetzt.

Toyota Optimal Drive: Mehr Fahrspaß bei weniger Verbrauch und reduzierten CO2-Emissionen
An den europäischen Standorten hat Toyota die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert. Seit 2001 ist der Energieaufwand in der Produktion um 44 Prozent gesunken. Zur dauerhaften Reduzierung der CO2-Emissionen werden ein breites Angebot neuer Hybridfahrzeuge sowie zahlreiche innovative Antriebstechnologien beitragen, die Toyota erstmals auf dem Pariser Automobilsalon 2008 unter dem Namen "Toyota Optimal Drive" vorgestellt hat.

Mit diesem Konzept verfolgt das Unternehmen folgende Ziele:
- die Reduzierung von Schadstoffemissionen
- die Steigerung der Effizienz ohne Kompromisse bei Fahrdynamik und Fahrspaß
- Standardausstattung bei neuen Modellen

Aufbauend auf der legendären "Kaizen"-Tradition der ständigen Verbesserung haben die Toyota Ingenieure den Verbrennungsvorgang optimiert, Gewicht und Reibung des Antriebsstrangs verringert sowie neue Motoren mit mehr Leistung, höherer Effizienz und vorbildlicher Umweltverträglichkeit entwickelt.

Innerhalb nur eines Jahres werden 80 Prozent aller Toyota Fahrzeuge mit der Toyota Optimal Drive Technologie ausgerüstet sein. Damit leistet das neue Konzept einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen des zentralen Ziels von Toyota, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß auf unter 140 g/km zu senken.

"Seit ihrer Gründung vor mehr als 70 Jahren hat die Toyota Motor Company ihre Geschäfte unter der Prämisse geführt, durch das Herstellen von Fahrzeugen zur Entwicklung einer florierenden Gesellschaft beizutragen. Heute muss Toyota versuchen, die Kraft der Menschen und der Technologien zu bündeln, um eine Gesellschaft zu fördern, die ein Gleichgewicht zwischen Unternehmensaktivitäten und dem Schutz der Umwelt aufrecht erhält", sagt Toyota Präsident Katsuaki Watanabe.

Neuer 1,33-Liter Dual VVT-i Benzinmotor im Toyota Auris
Eine ganze Palette neuer Toyota Optimal Drive Motoren wird in den kommenden Monaten in der Auris Baureihe eingeführt. Den Auftakt macht ein 1,33-Liter Dual VVT-i Benzinmotor mit fortschrittlicher Start-Stopp-Technologie. Er wird am 25. April 2009 auf dem deutschen Markt eingeführt. Der Vierzylinder-Motor verfügt über die intelligente variable Ventilsteuerung Dual VVT-i, entwickelt eine Leistung von 74 kW/101 PS und besitzt eine ausgezeichnete Laufkultur. Im Vergleich zum bisher eingesetzten 1,4-Liter Benzinmotor führen die zahlreichen Toyota Optimal Drive Innovationen zu einem um 17 Prozent geringeren Verbrauch.

Gegenüber dem bisherigen Triebwerk ist der neue Motor 54 mm kürzer, 127 mm schmaler und bemerkenswerte 13 Kilogramm leichter. Damit ist der neue 1,33-Liter Vierzylinder-Motor genauso kompakt wie ein 1,0-Liter-Dreizylinder. Die Konstruktion aus kleiner Bohrung und langem Hub führte zu einem schmalen Motorblock und hat ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht zur Folge.

Zugunsten eines schnellen und effizienten Verbrennungsprozesses wurden komplett neue Kolben entwickelt. Dank geringerer Reibungsfläche konnten Reibungsverluste verringert und die Effizienz gesteigert werden. Zudem wurde das Gewicht der Kolben um 36 Prozent auf 180 Gramm verringert. Um sie zu bewegen, ist nun weniger Energie erforderlich. Für eine besondere magere Verbrennung wurde außerdem eine Öldüse integriert.

Die Drehmomentkurve des neuen Motors ist perfekt auf die Anforderungen im automobilen Alltag ausgelegt. Akribische Ingenieursarbeit machte eindrucksvolle Drehmomentwerte von 100 Nm pro Liter Hubraum möglich. Das Maximum von 132 Nm steht bei rund 3.800/min bereit.

Auch ein neues Lademanagement trägt zur Effizienz des Antriebs bei. Strom für das Bordnetz wird vorwiegend im Schubbetrieb oder beim Bremsen erzeugt, um die durch den Generator verursachte Belastung des Motors zu verringern. Mit Hilfe von Computersimulationen glätteten die Ingenieure den Ansaugkanal des Motors und alle Oberflächen; sie rundeten Winkel und scharfe Kanten ab, um Turbulenzen im Ansaugtrakt zu reduzieren. Dank einer Zylinderkopfabdeckung und eines Saugrohrs aus Kunstharz konnte das Gewicht erheblich gesenkt werden. Zudem ist das hochsteife Kurbelwellengehäuse aus Aluminium mit dem Transaxle-Gehäuse verbunden, was die Gesamtsteifigkeit des Antriebsstrangs stärkt sowie Geräusche und Vibrationen reduziert. Weitere Merkmale des Vierzylinders sind ein neues Nockenwellenprofil, ein wartungsfreier hydraulischer Ventilspiel-Ausgleich sowie die verringerte Reibung im Ventiltrieb.

Beim neuen Sechsgang-Getriebe hat Toyota die Größe um elf Prozent und die Zahl der Komponenten um 15 Prozent gesenkt. Die Drehmomentkapazität des Getriebes wurde erhöht, das Schaltgefühl optimiert und die Reibung verringert. Das im polnischen Toyota Motorenwerk gefertigte Doppelwellen-Getriebe besitzt ein neuartiges Zahnradprofil für höchste Stabilität und ein geringes Niveau von Geräuschen, Vibrationen und Rauheit. Durch die Verwendung einer hohlen Ausgangswelle wurde Gewicht gespart, während Ölverlust durch den Einsatz von Öltrennern minimiert wird.

Start-Stopp-Technologie
Kraftstoffverbrauch und Emissionen lassen sich durch den Einsatz eines neuen Start-Stopp-Systems in Verbindung mit dem neuen 1,33-Liter Benzinmotor weiter senken. Das System stoppt den Motor automatisch, wenn sich der Schalthebel in Leerlaufposition befindet und der Fahrer den Fuß vom Kupplungspedal genommen hat.

Durch einen neuartigen Anlasser, der permanent am Schwungrad anliegt, ist ein sofortiger Neustart des Motors ohne Verzögerung möglich. Der Startermotor ist nicht riemengetrieben; dadurch gibt es auch keine Drehzahlbegrenzung für das gesamte System. Im Vergleich zu konventionellen Systemen konnte das Startgeräusch von 75,3 auf 66,8 dB gesenkt und die Startzeit von 0,7 auf 0,4 Sekunden verringert werden.

Produktion und Qualität
Toyota hat knapp 115 Millionen Euro in die Fertigung des neuen Toyota Optimal Drive 1,33-Liter Motors am Standort Deeside in Nord-Wales investiert. Damit belaufen sich die Investitionen, die Toyota seit 1992 in Deeside getätigt hat, auf rund 1,12 Milliarden Euro. Derzeit produziert das Werk drei verschiedene Triebwerke (1,4 Liter VVT-i, 1,6-Liter Valvematic und 1,8-Liter Valvematic) mit einer Jahreskapazität von 185.000 Einheiten. In Deeside werden außerdem Motorensets für die lokale Montage gefertigt und unter anderem nach Venezuela, Brasilien, Frankreich, Südafrika, Japan und in die Türkei exportiert. Toyota hat im September 1992 mit der Triebwerksproduktion in Deeside begonnen und im Februar 2007 die Fertigung des dreimillionsten Motors gefeiert.

Der neue 1,33-Liter Motor wird unter der Beachtung strengster Qualitätsstandards gefertigt. Um eine lückenlose Qualitätskontrolle zu gewährleisten, arbeitet der Standort Deeside mit standardisierten Arbeitsplänen und einer visuellen Kontrolle. Damit kann der aktuelle Status jederzeit schnell und einfach überprüft werden. Bei Unregelmäßigkeiten oder Problemen kann der Beschäftigte den Produktionsprozess anhalten. Eine exakte Überprüfung aller Schlüsselfeatures und Funktionen jedes Fahrzeugs trägt dazu bei, die hohe Fahrzeugqualität und die Stabilität des Motoren-Produktionsprozesses zu sichern.
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