Lade

Bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Hybrid-Newsletter

Ausgabe 06/2008

Toyota Logo
Hybridantrieb bringt Brennstoffzelle auf Reichweite
Toyota hat in Japan das Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug "Fuelcell Hybrid Vehicle advanced", kurz "FCHV adv" vorgestellt. Die neu entwickelte, 90 kW (122 PS) leistende Brennstoffzelle ist mit einem ebenso starken Elektromotor kombiniert, der ein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern erreicht. Mit einer Tankfüllung von 156 Litern Wasserstoff verfügt das Fahrzeug über eine Reichweite von 830 Kilometern.

Mit dem FCHV adv unterstreicht Toyota, dass die Hybridtechnologie keine Übergangslösung darstellt, sondern als Plattformtechnologie mit den verschiedensten Antriebstechnologien kombiniert werden kann. Die Kraftstoffeffizienz des FCHV adv wurde unter anderem durch eine Optimierung des regenerativen Bremssystems und Verbrauchsreduzierung der Nebenaggregate um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell namens Toyota FCHV gesteigert. Die in dem Modell eingesetzte Brennstoffzelle kann auch bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad problemlos eingesetzt werden. Dies wurde bei aufwändigen Tests in der kanadischen Arktis erfolgreich unter Beweis gestellt. Seinen ersten öffentlichen Auftritt wird der FCHV adv beim Umweltgipfel der G8-Staaten (7. bis 9. Juli) in Hokkaido Toyaki haben.

Umwelt und Kfz-Steuer in Europa
Bereits 14 europäische Staaten haben ihre Kraftfahrzeugsteuer am CO2-Austoß der Fahrzeuge ausgerichtet und belohnen den Kauf eines umweltverträglichen Fahrzeugs mit finanziellen Anreizen. Der belgische Staat unterstützt den Kauf eines Modells, das wie der Toyota Prius weniger als 105 Gramm CO2 ausstößt, mit einem Bonus von 15 Prozent des Kaufpreises (maximal 3.280 Euro). Zudem ist die steuerliche Absetzbarkeit von Geschäftsfahrzeugen abhängig von deren CO2-Ausstoß.

In Dänemark wird die Kfz-Steuer in Abhängigkeit vom Benzinverbrauch der Fahrzeuge berechnet. Die Steuer variiert von 520 dänischen Kronen für Modelle, die mit einem Liter mindestens 20 Kilometer weit kommen, bis zu 18.460 Kronen für Pkw, die nur 4,5 Kilometer Reichweite pro Liter erreichen. Auch bei der Zulassungssteuer profitieren die dänischen Käufer umweltverträglicher Modelle. In Finnland wird die Zulassungssteuer ebenfalls nach dem Kohlendioxidausstoß berechnet. Modelle mit weniger als 60 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer werden mit zehn Prozent des Neupreises besteuert, für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von 360 Gramm pro Kilometer und mehr wird eine Zulassungssteuer von 40 Prozent des Neupreises fällig.

Frankreich bittet die Käufer von Fahrzeugen, die mehr als 200 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen, mit einer Zulassungssteuer von 1.600 Euro kräftig zur Kasse. Fahrzeuge mit mehr als 250 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer werden mit 2.600 Euro Zulassungssteuer belastet. Emittiert ein Modell weniger als 131 Gramm, wird es steuerlich gefördert. Die Neugestaltung der Steuer hat bereits zu einer verstärkten Nachfrage von kleineren und umweltverträglichen Fahrzeugen geführt. Das Segment verzeichnete in den ersten Monaten des Jahres einen Anstieg um 40 Prozent, während die Neuzulassungen größerer Modelle deutlich zurückging.

Hybridfahrzeuge wie der Toyota Prius werden in Großbritannien mit einer KFZ-Steuer von lediglich 15 Pfund pro Jahr belastet, während für Fahrzeuge mit mehr als 225 Gramm CO2-Ausstoß 210 Pfund gezahlt werden müssen. Die Steuer für Geschäftswagen beginnt bei 15 Prozent des Kaufpreises bei Modellen mit weniger als 140 Gramm und steigt auf bis zu 35 Prozent bei mehr als 240 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Für Diesel wird ein Aufschlag von drei Prozent fällig.

Irland erhebt vom 1. Juli an ebenfalls eine Zulassungssteuer, die sich nach dem Kohlendioxidausstoß der Fahrzeuge berechnet. Die Steuer liegt bei Fahrzeugen mit einem Hubraum von bis zu 1,4 Litern und weniger als 140 Gramm Kohlendioxidausstoß bei 17,5 Prozent und steigt auf 30 Prozent für Fahrzeuge mit mehr als 1,9 Litern Hubraum und 190 Gramm Co2-Ausstoß.

Einen Bonus in Höhe von 800 Euro und eine zweijährige Befreiung von der Kfz-Steuer bietet Italien den Käufern von Fahrzeugen, die Euro 4 oder Euro 5 erfüllen und weniger als 140 Gramm Kohlendioxid ausstoßen, wenn dafür gleichzeitig ein Auto mit Euro 0 oder Euro 1 verschrottet wird. Die Steuerbefreiung verlängert sich um ein Jahr, wenn der Neuwagen einen Hubraum von weniger als 1.300 Kubikzentimeter hat. Spanien erhebt seit 1. Januar eine Zulassungssteuer, die allein den Kohlendioxidausstoß berücksichtigt: Bis 120 Gramm CO2-Ausstoß liegt die Abgabe bei null Prozent und steigt bis auf 14,75 Prozent des Neuwagenpreises bei mehr als 200 Gramm.

In den Niederlanden errechnet sich die Zulassungssteuer aus einer Kombination aus Länge, Breite und dem Kohlendioxidausstoß des jeweiligen Modells. Der maximale Bonus liegt aktuell bei 1.400 Euro für Modelle, die mindestens 20 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als der Durchschnitt in ihrem Segment. Die maximale Strafzahlung liegt bei 1.600 Euro für Modelle, die den Durchschnittswert ihres Segments um mehr als 30 Prozent übertreffen. Zusätzlich zahlen Dieselfahrer ab 192 und Benziner ab 232 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer eine Strafsteuer von 110 Euro für jedes zusätzliche Gramm. Österreich schließlich belohnt Hybrid-Käufer mit einem Steuerbonus von 500 Euro. Für Modelle mit einem Kohlendioxidausstoß von mehr als 160 Gramm pro Kilometer werden 25 Euro je Gramm Steuermalus fällig.

Neben diesen Staaten haben auch Luxemburg, Portugal, Schweden und Zypern ihr Steuersystem auf den Kohlendioxidausstoß umgestellt.

Nutzfahrzeuge entdecken Hybridantrieb
Der in den vergangenen Jahren stark gestiegene Dieselpreis, der inzwischen bei mehr als vier Dollar pro Gallone (3,79 Liter) liegt, hat den Hybridantrieb auch bei amerikanischen Nutzfahrzeugherstellern zu einer Alternative werden lassen. In den kommenden Monaten rechnet das Unternehmen International Truck and Engine mit einem deutlichen Absatzanstieg von mittelgroßen Lastwagen mit Hybridantrieb. Die beiden Hersteller Peterbilt und Kenworth planen in den kommenden Monaten, ihre ersten Hybridmodelle auf den Markt zu bringen. Die Entwicklung des umweltverträglichen Lkw-Antriebs wird auch von den Kunden der Unternehmen vorangetrieben. So beteiligt sich Wal Mart, Betreiber einer der größten Lkw-Flotten in den USA, finanziell an der Entwicklung eines schweren Lkw-Modells, das zurzeit von Navistar und dem Motorenhersteller Cummins zur Serienreife gebracht wird. Mittelgroße Hybrid-Nutzfahrzeuge werden in den USA mit Steuererleichterungen von 6000 bis 12.000 Dollar gefördert.

Hohe Effizienz und geringer Schadstoff-Ausstoß: Das kennzeichnet die weltweit ersten, leichten Lkw mit Hybridantrieb, den Toyota Dyna hybrid und das baugleiche Modell Dutro hybrid der Toyota-Konzerntochter Hino. In beiden 2003 vorgestellten Fahrzeugen kommt ein paralleles Mildhybrid-System mit einem 110 kW/150 PS starken Common-Rail-Dieselmotor und einem 23 kW starken Elektromotor zum Einsatz, der den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt. Gegenüber einem herkömmlichen Diesel-Lkw fällt der Kraftstoffverbrauch und damit der Ausstoß von CO2 um rund 30 Prozent geringer aus. Aufgrund seiner im Segment der leichten Nutzfahrzeuge außergewöhnlich niedrigen Emissionen von Stickoxiden und Rußpartikeln - ein Partikelfilter ist serienmäßig an Bord - wurde der Leicht-Lkw zur Markteinführung 2003 als "Ultra Low-Emission Vehicle" (ULEV) eingestuft.

Noch eine Batteriefabrik
Um der wachsenden Nachfrage nach Hybridfahrzeugen gewachsen zu sein, investiert Toyotas Technologiepartner Panasonic EV Energy Co. Ltd. 185 Millionen Euro in eine Fabrik für Hybrid-Batterien. Die Fabrik im nördlichen Japan wird im Jahr 2010 die Produktion aufnehmen. Im ersten Produktionsjahr sollen an diesem neuen Standort rund 100.000 Nickel-Metallhybrid-Batterien vom Band laufen. Die Kapazität des Werkes liegt bei rund 200.000 Batterien Pro Jahr.
Download | 23,55 kB