Hybrid-Newsletter

Ausgabe 12/2007

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Vor einigen Jahren noch als Toyotas Irrweg belächelt, hat sich der umweltschonende und energiesparende Hybridantrieb inzwischen auf breiter Front durchgesetzt. In den kommenden Jahren werden so gut wie alle Hersteller Modelle mit dieser Technologie auf den Markt bringen. Doch während diese Unternehmen noch an ihrer Strategie arbeiten, bereitet sich Marktführer Toyota bereits auf den nächsten Schritt vor. "Von 2010 an wollen wir eine jährliche Produktion von einer Million Hybridfahrzeugen erreichen. Die Hybridtechnologie ist für uns eine Schlüsseltechnik", erklärte Toyotas Vorstandsvorsitzender Katsuaki Watanabe am Rande der Automesse in Tokio. Und: "Wir arbeiten zurzeit sehr intensiv daran, die Komponenten des Hybridantriebs in Bezug auf Größe, Gewicht und Kosten zu halbieren, um dieses Ziel zu erreichen und so viele Modelle wie möglich damit auszurüsten."

Ein reines Elektrofahrzeug wird es, so Watanabe, von Toyota nicht geben. "Unser Schwerpunkt liegt eindeutig bei der Hybridtechnologie. Wir halten sie für den besseren Weg, um unsere Vorstellung einer nachhaltigen Mobilität zu erreichen." Zu den geplanten neuen Modellen wird in absehbarer Zeit auch ein Sportwagen gehören, der aktuell noch im Hybridangebot fehlt. In diesem Modell werden dann nach Angaben von Toyotas Entwicklungsvorstand Kazuo Okamoto auch Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz kommen. Die entscheidende Aufgabe der Entwickler wird aber, so Okamoto, die Kostenreduzierung sein. "Wir sind da auf einem guten Weg. Vom ersten zum zweiten Prius haben wir die Kosten für die Hybridtechnik bereits halbiert, und das wird uns wiederum beim nächsten Prius gelingen." Der nächste Prius, von dem es auch eine Kombiversion geben wird, kommt allerdings noch mit den bewährten Nickel- Metallhydrid-Akkus auf den Markt.

"Der Unterschied zwischen Lithium-Ionen- und Nickel-Metallhydrid-Akkus ist nicht so gravierend. Allerdings brauchen wir die Lithium-Akkus für unsere Plug-in-Modelle, die an der Steckdose aufgeladen werden können, weil sie die besseren Speichereigenschaften haben", erklärt Okamoto. In einem weiteren Schritt wird die Hybridtechnologie bei Toyota in der Zeit nach 2010, so Okamoto, nach und nach die Rolle des Standardantriebs übernehmen. "Das wird sich ganz natürlich so ergeben, und ich würde mich nicht wundern, wenn auch die anderen Hersteller verstärkt diesen Weg gehen, wenn sie den Kohlendioxidausstoß wirksam bekämpfen wollen." Dabei wird nach Okamotos Vorstellungen der Vollhybrid die treibende Kraft werden. "Wir wollen uns auf den Vollhybrid konzentrieren." Deshalb hat Toyota auch die ausschließlich in Japan angebotene Baureihe Crown vom Mildhybrid auf Vollhybrid aufgerüstet. Auch der Übergang zur Brennstoffzelle wird, so sieht Okamoto die Zukunft, von der Hybrid-Infrastruktur profitieren. In diesen Bereich investiert Toyota unverändert viel Entwicklungsarbeit. Denn: "Wenn man nicht über die Zukunft nachdenkt, muss man nicht so hart arbeiten."