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Gipfeltreffen der Pioniere

Wasserstoff-Symposium zum Antrieb der Zukunft

Mirai Community
  • Erstes deutschlandweites Treffen für Mirai-Fahrer in Stuttgart
  • Kunden wünschen Ausbau des Tankstellennetzes
  • Langstrecke mit Wasserstoff funktioniert schon heute

Köln. Im Rahmen der Messe World-of-Energy-Solution in Stuttgart haben sich Fahrer und Interessenten des Wasserstofffahrzeugs Toyota Mirai zur ersten „Toyota Mirai Drivers Lounge“ getroffen. Dort diskutierten Mirai-Nutzer mit Tankstellenausrüstern, Sharing-Dienst-Anbietern und App-Entwicklern über den aktuellen Stand der Wasserstoffmobilität. Die zweitägige Veranstaltung ist ein weiterer Schritt von Toyota, eine wasserstoffbasierte Welt konsequent voranzutreiben.

„Die Mirai Drivers Lounge soll Wasserstoffpioniere zusammenzubringen. Wir möchten ein Netzwerk aufbauen, dass es ihnen ermöglicht, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen“, sagte Manfred Draschner, Vertriebsleiter Mirai bei Toyota Deutschland. Denn noch steht der Brennstoffzellenantrieb am Anfang. Derzeit fahren weltweit rund 5000 Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) auf den Straßen. In Deutschland, wo der Mirai seit Herbst 2015 erhältlich ist, sind bislang 100 Fahrzeuge ohne schädliche Emissionen unterwegs.

Toyota plant ab dem Jahr 2020 die Produktionskapazität auf mehr als 30.000 Wasserstofffahrzeuge jährlich zu steigern. Der schadstofffreie Wasserstoffantrieb ist ein wichtiger Baustein von Toyotas Environmental Challenge 2050. Im Zuge dieses Aktionsplans soll die durchschnittlichen CO2-Flottenemissionen der Neuwagen bis 2050 weltweit um 90 Prozent gegenüber 2010 sinken.

Der Toyota Mirai fährt mit Wasserstoff, der in einer Brennstoffzelle mit Sauerstoff reagiert und dabei Strom für den Antrieb des Elektromotors erzeugt. Aus dem Auspuff kommt lediglich Wasserdampf, aber keine Schadstoffe. Der Tankvorgang ist dabei genau so einfach wie bei einem konventionell angetriebenen Fahrzeug und auch die Brennstoffzellentechnik ist bereits alltagstauglich. So jedenfalls der einhellige Tenor der Mirai-Fahrer, die bei der „Mirai Drivers Lounge“ erstmals zusammenkamen. Woran es allerdings noch hapert, auch das wurde in den Gesprächen mit den Nutzern deutlich, ist ein flächendeckendes Wasserstoff-Tankstellennetz. Erst mit einer engmaschigen Infrastruktur wird sich auch die Wasserstoff-Mobilität weiter ausbreiten.

Bis Ende 2017 wird es deutschlandweit 50 Stationen geben, an denen Wasserstoff mit 700 bar getankt werden kann; Ende 2018 sollen es dann schon rund 100 sein. „Bis Ende 2023 wollen wir dann bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland betreiben“, sagt Nikolas Iwan Geschäftsführer von H2 Mobility und Redner bei der „Mirai Drivers Lounge.“ H2 Mobility ist ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Automobil-, Gas- und Mineralölindustrie, der sich um den Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur in Deutschland zum Ziel hat. Auch Toyota gehört der Betreibergesellschaft H2 Mobility als assoziierter Partner an.

„Wir müssen rechtzeitig die Weichen für den Wasserstoffantrieb stellen – und das machen wir heute“, sagt Manfred Draschner von Toyota.

Zunehmend soll die Wasserstoffmobilität aber auch im öffentlichen Nahverkehr eine Rolle spielen. Seit September rollen beispielsweise 20 Toyota Mirai des Ridesharing-Anbieters Clever Shuttle durch die Innenstadt Hamburgs. Kunden werden in dem Mirai-Shuttle von einem professionellen Fahrer befördert und ein Algorithmus erkennt, ob und wo auf der Route weitere Fahrgäste zu- oder aussteigen könnten. Es werden sozusagen die Routen unterschiedlicher Fahrgäste intelligent zu einer Fahrt gebündelt. Das macht die Fahrt im Wasserstoff-Taxi nicht nur umweltfreundlich und effizienter, sondern auch noch günstiger.

Dass der Wasserstoffantrieb schon heute auch auf der Langstrecke funktioniert, haben die Mirai-Fahrer, die auf eigener Achse aus ganz Deutschland nach Stuttgart angereist sind bereits bewiesen. Für Toyota ist das gleichzeitig auch der Beweis, dass der Wasserstoffantrieb der richtige Weg ist, um die Auswirkungen der individuellen Mobilität auf Umwelt und Natur zu minimieren. „Wir wollen mit dem Mirai – ähnlich, wie wir es vor 20 Jahren mit dem Hybridauto Prius gemacht haben – zeigen, dass es funktioniert und dass Wasserstoff ein Energieträger ist, der morgen die Welt antreibt“, sagt Manfred Draschner.

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