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Die Menschen hinter dem Land Cruiser

Die Entwicklung des Land Cruiser aus der Sicht der Chefingenieure

Toyota Land Cruiser 80
Die Entwicklung einer neuen Generation des Toyota Land Cruiser bedeutete für den jeweiligen Chefingenieur einen persönlichen Kraftakt. Einige von ihnen erinnern sich:

Saihei Iritani - Chefingenieur des Land Cruiser 20 und 40:
"Wir haben Vieles von der US Army gelernt. Damals nahmen wir an Testreihen in den Vereinigten Staaten teil, später erhielten wir Aufträge vom amerikanischen Beschaffungsamt, der US Army Procurement Agency (APA). Aufgrund dieser Erfahrungen überarbeiteten wir Konstruktionszeichnungen, technische Daten und Inspektionsmethoden. Besonders die Erkenntnisse in Sachen Reinigung von Reparaturteilen, Lackierung, Rostvorsorge und Schutzausrüstung haben uns weiter gebracht. Dieses Know-how war außerordentlich hilfreich, als Toyota seine Exportaktivitäten verstärkte."

Kenrou Sekino - Chefingenieur des Land Cruiser 40 und 50:
"Anfangs gab es ausschließlich Modelle mit Faltverdeck. In Südafrika, wo es oft und ausgiebig regnet, wurde der Ruf nach einem vollständig geschlossenen Fahrzeug lauter und lauter. Da das Verdeck im Laufe eines Autolebens mehrfach erneuert werden musste, erschien eine geschlossene Version trotz der höheren Anschaffungskosten als die wirtschaftlichere Lösung. Toyota reagierte und bot ein solches Modell an. Allerdings stiegen auch die Überführungskosten in eine nicht akzeptable Höhe. Um die Kunden nicht über Gebühr zu belasten, entschied sich Toyota für eine besondere Lösung: Die Fahrzeuge wurden in Einzelteilen nach Südafrika geliefert und erst vor Ort montiert."

Iichi Shingu - Chefingenieur des Land Cruiser 40 und 60:
"Einer der Gründe für die Entwicklung des Land Cruiser 60 war die Stabilisierung um die Rollachse. Die Menschen im Mittleren Osten haben die Angewohnheit, ihre Fahrzeuge dachhoch zu beladen, dadurch kopflastig zu machen und dessen ungeachtet mit mehr als 100 km/h über die Pisten zu brausen. Fast immer sind volle Benzinkanister an Bord, denn Tankstellen sind in der Wüste bekanntlich Mangelware. Deshalb haben wir den Radstand des Land Cruiser 60 verbreitert, um der Kopflastigkeit entgegen zu wirken und die Kurvenstabilität zu erhöhen."

Masaomi Yoshii - Chefingenieur des Land Cruiser 60 und 70:
"Die größte Veränderung war der Übergang von der 40er zur 70er Serie. Wenn man bedenkt, dass der Land Cruiser 40 etwa 30 Jahre lang gebaut wurde, war der Modellwechsel nicht gerade eine Kleinigkeit. Nach wie vor verlangte der Markt nach leistungsfähigen und robusten Geländewagen, doch mittlerweile erfreuten sich auch die Freizeitfahrzeuge immer größerer Beliebtheit. Beide Kundengruppen sollten bedient werden. Während man den Land Cruiser 40 in Japan für zu schwer und für überdimensioniert hielt, beklagten die Kunden in den arabischen Ländern, dass der Offroader immer softer geworden sei. Wir haben der Kritik beider Seiten Gehör geschenkt. Nicht zuletzt deshalb wird der Land Cruiser heute den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht."

Osamu Shinoda - Chefingenieur des Land Cruiser 70:
"In manchen Teilen der Welt gehört der Land Cruiser 70 zur Familie und übernimmt gewissermaßen die Rolle des ältesten Sohnes. Einmal besuchte ich ein Fischerdorf im Mittleren Osten. Alle Fahrzeuge im Ort waren Land Cruiser 70. Sie werden eingesetzt, um den täglichen Fang an Land zu bringen. Für mich eine echte mobile Sehenswürdigkeit."

Takeo Kondo - Chefingenieur des Land Cruiser 90:
"Meine erste Bekanntschaft mit dem Land Cruiser machte ich während der Entwicklung von BJ40 und FJ55V. Noch heute überkommen mich nostalgische Gefühle, wenn ich an meine Fahrt mit dem BJ40 zurückdenke. Mit verschwitzten Händen hielt ich das Lenkrad, während die Geräusche des Meishin Highway beinahe ungefiltert in den Innenraum drangen. Danach durchlief der Land Cruiser zahlreiche evolutionäre Entwicklungsstufen. Verglichen mit der jeweiligen Vorgänger-Generation hat das Fahrzeug in Sachen Fahrkomfort ständig Verbesserungen erfahren. Die Weiterentwicklung orintierte sich immer an den gleichen Grundsätzen: Zum einen wurde die Land Cruiser Tradition hinsichtlich Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Offroad-Tauglichkeit gewahrt, zum anderen verbesserte man die Handlingeigenschaften, die Stabilität sowie den Komfort und steigerte damit auch den Fahrspaß."

Masaaki Ito - Chefingenieur des Land Cruiser 100:
"Jede neue Generation des Land Cruiser - egal ob 55, 60, 80 oder 100 - sorgte bei unseren Kunden für Überraschung und Erstaunen. Mit dem Land Cruiser 100 haben wir einen prestigeträchtigen Allrad-Boliden auf die Räder gestellt, der sich durch deutlich verbesserte Fahreigenschaften auf der Straße auszeichnet, ohne seine traditionellen Offroad-Qualitäten einzubüßen. Mit diesem Modell hat Toyota seine Position im SUV-Segment in der ganzen Welt weiter ausgebaut."
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