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Ungewöhnliche Grüße von der ISS

Toyota Roboter hält kurze Rede

Kirobo auf der ISS
  • Geschichtsbewusster Humanoid zitiert Neil Armstrong
  • Unterhaltung mit japanischem Astronauten geplant
  • Neue Erkenntnisse über interaktive Kommunikation erhofft
Köln. In Kinofilmen sprechen Roboter auf Weltraummissionen schon lange. Im richtigen Leben hat es jedoch bis zum 21. August 2013 gedauert. „Ein Roboter hat einen kleinen Schritt für eine bessere Zukunft aller gemacht“, beginnt der japanisch sprechende Astronauten-Roboter Kirobo seine historische Ansprache von der Internationale Raumstation ISS, wo er seit dem 10. August 2013 seinen Dienst verrichtet.

Man sieht den kleinen, nur 34 Zentimeter großen und rund ein Kilogramm schweren Humanoiden in der Schwerelosigkeit einen angedeuteten Schritt nach vorne machen. (http://www.youtube.com/watch?v=cvzh3-p0FQQ) Kirobo zitiert augenzwinkernd Neil Armstrong, den ersten Menschen auf dem Mond, der mit dem Satz „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ berühmt wurde.

Für November oder Dezember ist die Ankunft des japanischen Astronauten Koichi Wakata geplant, der mit der Expedition 38 zur ISS unterwegs sein wird. Wakata soll 2014 als erster Japaner das Kommando auf der ISS übernehmen. Im Rahmen verschiedener Experimente werden Wakata und Kirobo auf der Raumstation die erste Konversation zwischen einem Menschen und einem Roboter im Weltall führen. Die Erfahrungen aus diesem ungewöhnlichen Dialog sollen die interaktive Spracherkennung zwischen Mensch und Maschine verbessern.

Kirobo und der auf der Erde gebliebene baugleiche Roboter Mirato wurden im Rahmen des Kibo Robot Projekts entwickelt. Kirobo bleibt bis mindestens Dezember 2014 an Bord der ISS und steht für weitere Experimente zur Verfügung.

An dem Projekt haben sich das Forschungszentrum für angewandte Wissenschaften und Technologie (RCAST) der Universität Tokyo, die Robo Garage Co. und Toyota beteiligt. Unterstützt wurden sie dabei von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA.

Während Robo Garage und das RCAST die Hardware des Roboters und seine mechanische Bewegungsfähigkeit entwarfen, stellte Toyota die jüngste Spracherkennungs-Software bereit. Um Gesprächsinhalte und das Projektmanagement kümmerte sich derweil das Unternehmen Densu.
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