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Toyota übergibt ersten Brennstoffzellenbus

Schadstofffrei im Großraum Tokio unterwegs

20170224 01 03
  • Einsatz im öffentlichen Nahverkehr der japanischen Hauptstadt
  • Mehr als 100 Brennstoffzellenbusse zu den Olympischen Spielen 2020
  • Aus Toyota Mirai bekanntes System ohne CO2- und andere Schadstoffemissionen

Köln. Die Toyota Motor Corporation (TMC) hat nun ihren ersten Brennstoffzellenbus ausgeliefert: Der sogenannte Toyota FC Bus, der jetzt an die Verkehrsbehörde der Metropolregierung Tokios überreicht wurde, stößt während der Fahrt weder CO2 noch andere Schadstoffe aus und kommt im Laufe des Monats erstmals im öffentlichen Nahverkehr der japanischen Hauptstadt zum Einsatz.

Die Übergabe läutet eine Brennstoffzellen-Offensive ein: Ein zweiter Toyota FC Bus wird noch im März ausgeliefert, zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokio sollen mehr als 100 dieser Fahrzeuge unterwegs sein. Der japanische Automobilhersteller will damit für alternative Antriebe im öffentlichen Personennahverkehr werben.

Der Toyota FC Bus ist nach den sogenannten „Non-Steps Standards“ konzipiert, die einen barrierefreien Zugang gewähren und älteren Fahrgästen und Kindern einen einfacheren Einstieg erlauben. Technisch greift das Modell auf das bewährte Brennstoffzellensystem der Limousine Mirai (Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) zurück. Mit einer Besonderheit: Damit die Fahrleistungen auch bei, mit maximal 77 Personen, vollbesetztem Bus auf dem Niveau konventionell angetriebener Busse bleibt, wird der Antrieb des Mirai zweimal verbaut. Jede Brennstoffzellen treibt dabei einen E-Motor an. emittiert dabei aber keinerlei schädliche Abgase. Denn egal ob Limousine oder Bus, beide stoßen während der Fahrt nur Wasser aus.

Die Brennstoffzelle lässt sich zudem auch als externe Energiequelle nutzen: Der Toyota FC Bus kann beispielsweise die Notstromversorgung von wichtigen Unterkünften und Behörden im Katastrophenfall übernehmen. Damit demonstriert der Toyota Konzern die Bedeutung von Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft: Neben der Brennstoffzellenlimousine Mirai und dem FC Bus entwickelt der japanische Hersteller unter anderem auch Brennstoffzellen-Gabelstapler sowie stationäre Brennstoffzellen für den Hausgebrauch. Ziel ist die fossil basierte Epoche durch Schaffung einer wasserstoffbasierten Gesellschaft abzulösen.

Die Entwicklung und Testfahrten der Brennstoffzellenbusse werden unter anderem von den japanischen Ministerien für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr unterstützt.

Technische Spezifikationen des Toyota Brennstoffzellen Bus

 

Fahrzeug  Länge / Breite / Höhe  10,525 / 2,490 / 3,340 mm 
Kapazität (Sitze, Stehplätze, und Fahrer)  77 (26+50+1) 
Brennstoffzellen Stack  Name  Toyota FC stack 
Type  Polymer Elektrolyt Zellen  
Maximale Leistung  2 x 114 kW (2 x 155 PS) 
Motor  Type  AC Synchron E-Motor 
Maximale Leistung  2 x 113 kW /154 PS) 
Maximales Drehmoment  2 x 335 Nm  
Hochdruck Wasserstofftank  Anzahl der Tanks  10 
Arbeitsdruck  700 bar 
Tank Speicherdichte  5.7 wt% 
Tankvolumen gesamt Inhalt  600 Liter, ~ 24,5 kg  
Batterie  Typ  Nickel-Metal Hydrid 
Bei Verwendung als Notstromversorgung  Maximal Leistung  9 kW 
Kapazität  235 kWh 
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