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Auf dem Weg zum schadstofffreien Nahverkehr

Toyota Brennstoffzellenbus im Praxistest

Hino H2 Bus
  • Einwöchiger Feldversuch auf den Straßen Tokios absolviert
  • Gemeinsam mit Hino entwickelter Bus stößt weder CO2 noch Schadstoffe aus
  • Familienlimousine Toyota Mirai nutzt identische Technik
Köln. Der Toyota Brennstoffzellenbus hat eine weitere Hürde gemeistert: In den belebten Straßen Tokios absolvierte der gemeinsam mit Konzerntochter Hino entwickelte Bus den nächsten Praxistest. Rund eine Woche pendelte das wasserstoffbetriebene Fahrzeug Ende Juli probeweise im Nahverkehr der japanischen Hauptstadt, ohne dabei CO2 und Schadstoffe auszustoßen.

Verantwortlich für den umweltverträglichen Transport ist die gleiche Technik, die bereits im Toyota Mirai zum Einsatz kommt: Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, als Emission entsteht dabei lediglich Wasserdampf. Im Gegensatz zur viersitzigen Limousine, die im kommenden Monat auch auf den deutschen Markt rollt, verfügt der 10,50 Meter lange Bus jedoch gleich über acht 480-Liter-Wasserstofftanks und zwei Brennstoffzellen-Stacks. Sie treiben wiederum zwei 110 kW (150 PS) starke Elektromotoren an.

Gleichzeitig können die beiden Triebwerke auch als externes Notstrom-Aggregat eingesetzt werden und nach einem Stromausfall beispielsweise Krankenhäuser und andere wichtige Einrichtungen mehrere Tage lang mit Energie versorgen. Im Rahmen des von der Stadtverwaltung Tokio unterstützten Feldversuchs wurde dies ebenfalls getestet.

Für den Brennstoffzellenbus, der über 26 Sitz- und 50 Stehplätze verfügt, ist es die nächste Erprobungsstufe. Seit Jahresbeginn wurde er im Linienverkehr der japanischen Stadt Toyota City eingesetzt. Ziel ist es, die Alltagstauglichkeit und Effizienz des Fahrzeugs im normalen Betrieb zu testen und die weitere Forschung und Entwicklung voranzutreiben.
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