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Yaco Racing gewinnt ADAC Procar-Serie

Toyota Team startet als Titelverteidiger in die neue Saison

Yaco Racing gewinnt ADAC Procar-Serie
Köln. In die nächste ADAC Procar-Serie für Tourenwagen startet das YACO Team aus dem vogtländischen Oberland als Titelverteidiger. Das Team wird von der Auto Geipel GmbH, einem Toyota Händler aus Westsachsen, unterstützt: Die Söhne des Inhabers, Philip und Charlie Geipel, sitzen hinter dem Lenkrad der Rennwagen. Mit 122 Punkten aus 13 Läufen stand das YACO Team - die Abkürzung steht für die Einsatzfahrzeuge Yaris und Corolla - am Ende der Saison 2008 als Sieger der Division 1 bis zwei Liter Hubraum fest. Philip Geipel erzielte davon 92 Punkte und wurde damit ADAC ProCar Meister 2008. Sein vier Jahr jüngerer Bruder Charlie belegte den sechsten Rang.

YACO startete die Saison mit einem Toyota Corolla T-Sport S2000. Das Fahrzeug wird von einem Zweiliter-Vierzylinder mit rund 184 kW/275 PS angetrieben. Rennwagentypisch liegt das maximale Drehmoment von 255 Nm erst bei 6.500 Umdrehungen an. Für die Kraftübertragung kommt ein sequentielles Sechsganggetriebe von Xtrac zum Einsatz. Zur Mitte der Saison wechselte Philip Geipel auf den neuen Auris S2000, der die gleichen Leistungsdaten aufweist. Beide Fahrzeuge haben ein Einsatzgewicht von 1.140 Kilogramm, und liegen damit sogar leicht über dem vorgeschriebenen Mindestgewicht für frontgetriebene Rennwagen der ADAC Procar-Serie.

In dieser Serie treffen verschiedenste Marken und Konzepte aufeinander. Weil das Reglement stabil bleibt, sind auch ältere Fahrzeuge zugelassen. Das hält die Kosten für die Teams überschaubar. Zudem sind Rennwagen mit Frontantrieb ebenso erlaubt wie heckgetriebene Fahrzeuge. Auch Dieselmotoren werden eingesetzt, was insgesamt einen ausgeglichenen Wettbewerb der Konzepte erlaubt. In drei Divisionen wird um Punkte und Platzierungen gekämpft. Neben den Zwei-Liter-Produktionswagen der Division 1, vorbereitet nach dem Vorbild der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, und den kompakten 1.600-Kubik-Flitzern der Division 2, gehen in der Division 3 auch Turbodiesel-Fahrzeuge an den Start.

Das Konzept ist so einfach wie überzeugend. Die Basis bilden seriennahe Produktionswagen. Unter der Motorhaube ist trotz der bulligen Optik die Technik weitestgehend reglementiert; so sind zum Beispiel in der Division 1 und 2 aufwendige Turbomotoren verboten, in der Division 3 darf dagegen ein Motor mit Aufladung verwendet werden. Allradverbot gilt für alle drei Divisionen. Modifikationen an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen sind in begrenztem Maße zulässig. Die Mindestfahrzeuggewichte, jeweils inklusive Fahrer mit Ausrüstung, betragen: Division 1 - Fronttriebler 1.110 kg, Hecktriebler 1.140 kg; Division 2 - Fronttriebler 990 kg, Hecktriebler 1.020 kg; Division 3 - Fronttriebler 1.230 kg, Hecktriebler 1.250 kg.

Um die Chancengleichheit und Budgetfreundlichkeit zu gewährleisten, rollen alle Fahrzeuge einheitlich auf Dunlop-Rennreifen und Rial-Felgen, die Katalysatoren kommen von HJS, getankt wird Shell-V-Power-Kraftstoff. Den Ausschlag über Sieg und Niederlage gibt das Können des Fahrers, da auch die Leistungseckdaten der Motoren innerhalb der Divisionen nahezu identisch sind.

Platzierungsgewichte sind bei den Produktionswagen ein weiteres Mittel zur Wahrung der Chancengleichheit. In allen Divisionen gelten Handicap-Gewichte für die besten Drei, die nach jeder Veranstaltung gemäß den Platzierungen beider Rennen zugeteilt und bei Platzierungen ab dem sechsten Platz bei der nächsten Veranstaltung wieder abgebaut werden. Die Handicap-Gewichte für alle drei Divisionen betragen: 1. Platz plus 30 kg, 2. Platz plus 20 kg, 3. Platz plus 10 kg. Das maximale Platzierungsgewicht beträgt 60 kg für die Divisionen 1 und 3 und 30 kg für die Division 2.

Pro Wochenende absolvieren die Fahrer ein strammes Rennprogramm, das gute Kondition und Fitness erfordert. Neben zwei freien Trainingssitzungen, einem 30-minütigen Qualifying, das für die Startaufstellung maßgeblich ist, und einem Warm-Up stehen zwei direkt aufeinanderfolgende 20-Minuten-Rennen - unterbrochen von einer 15-minütigen Reparaturpause - an. Zeit für gegenseitiges Taktieren bleibt da kaum, von Anfang an müssen die Kontrahenten auf Angriff fahren. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch die Handicap-Gewichte - schon wenige Kilo Unterschied sind deutlich spürbar.

Einzelerfolge sind wichtig, regelmäßiges Punktesammeln führt aber oft ebenso zur Tabellenspitze. Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung werden bei jedem Rennen die Plätze 1 bis 8 mit Punkten belohnt. Wer nur ein einziges Mal ausfällt, kann im dichtgedrängten Feld der Produktionswagen schon fast den Anschluss verlieren. Die Punktevergabe entspricht der aus der Formel 1 bekannten Verteilung von zehn Punkten für den Sieger, acht für den Zweitplatzierten, sechs für den Dritten und dann jeweils einen Punkt weniger bis zu Platz acht.

Die ADAC Procar-Saison 2009 startet im April in Oschersleben.
Die Termine lauten:

12.04 - 13.04. ADAC Westfalen Pokal (Motorpark Oschersleben)
09.05. - 10.05. RSG Hans Pokal (TT-Circuit Assen / NL)
21.05. - 23.05. ADAC 24h Rennen (Nürburgring Nordschleife)
06.06. - 07.06. Hockenheimring
04.07. - 05.07. Euro Speedway Lausitz
05.09. - 06.09. FIA WRCC (Motorpark Oschersleben)
19.09. - 20.09. Sachsenring
17.10. - 18.10. Motorpark Oschersleben
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