Toyota Gazoo Racing vor der Rallye der 10.000 Kurven

Vierter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft auf Korsika

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Das Wichtigste in Kürze

  • Erstes reines Asphalt-Rennen des Jahres
  • Lange Etappen und kurvenreiche Strecken belasten Reifen
  • Ausbau der dreifachen WM-Führung im Visier

Köln. Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team stellt sich den 10.000 Kurven: Mit der „Tour de Corse“ (28. bis 31. März) und dem ersten reinen Asphalt-Event des Jahres geht die FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) weiter. Auf der Mittelmeerinsel Korsika will Ott Tänak die Gunst der Stunde nutzen und das vierte Podium im vierten Saisonlauf einfahren. Auch Jari-Matti Latvala und Kris Meeke wollen die starken Leistungen vergangener Besuche bestätigen und die WM-Führung ihres Teams ausbauen.

Dank ihrer engen und kurvenreichen Etappen ist die „Tour de Corse“ auch als Rallye der 10.000 Kurven bekannt, die keine Fehler verzeiht. Felswände auf der einen und Abgründe auf der anderen Seite flankieren den Streckenverlauf – schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben. Die Prüfungen sind im Durchschnitt auch länger als bei jeder anderen Rallye, was sich zusammen mit dem groben Asphalt im Reifenverschleiß bemerkbar macht.

Hinzu kommt in diesem Jahr eine geänderte Routenführung: 75 Prozent und damit drei Viertel der Gesamtdistanz entfallen auf neue Etappen. Mit Porto-Vecchio im Süden der Insel gibt es einen neuen Startort, wo am Freitag zwei Schleifen mit jeweils drei Wertungsprüfungen anstehen. Erst abends können die Teams am Flughafen Bastia einen Servicestopp einlegen. Am Samstag führen jeweils zweimal drei Etappen in den Nordosten der Insel, bevor es in den Westen zum Finale nach Calvi geht.

„Nach unserer starken Leistung im letzten Jahr, wo wir bei der Hälfte aller Etappen die Schnellsten waren, reisen wir zuversichtlich nach Korsika“, erklärt Teamchef Tommi Mäkinen. „Es ist eine sehr anspruchsvolle Rallye, wie ich bei meiner Teilnahme selbst herausgefunden habe. Aber unsere Fahrer haben bereits gezeigt, dass sie dort schnell sein können. Bei so vielen Kurven und wirklich langen Etappen muss man volles Vertrauen in das Auto haben, sonst verliert man viel Zeit. Deshalb ist das richtige Setup sehr wichtig. Aber ich weiß, dass sich unser Team so gut wie möglich vorbereitet hat und wir hoffentlich ein weiteres starkes Wochenende abliefern.“

Ott Tänak reist nicht nur mit dem Momentum nach Korsika, sondern auch mit den positiven Erfahrungen des letzten Jahres: Bei seiner ersten Asphalt-Rallye im Toyota Yaris WRC wurde er auf Anhieb Zweiter. Lange Zeit sah es sogar danach aus, dass Teamkollege Esapekka Lappi auf das Podium folgt – ein Radwechsel ließ ihn jedoch noch auf Position sechs zurückfallen. Zusammen gewannen beide Toyota Piloten sechs der zwölf Etappen. Jari-Matti Latvala musste dagegen nach einem Unfall am Samstag vorzeitig aufgeben.

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22.03.2019#61816