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Toyota Gazoo Racing feiert Doppelsieg in Bahrain

Krönender Jahresabschluss der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC)

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Dritter Doppelerfolg im vierten Rennen
  • Conway, Kobayashi und López übernehmen WM-Führung
  • Perfekte Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte
Toyota Gazoo Racing feiert Doppelsieg in Bahrain
Toyota Gazoo Racing feiert Doppelsieg in Bahrain

Köln. Mit einem hart umkämpften Doppelsieg in Bahrain beendet Toyota Gazoo Racing das Jahr auf der Langstrecke: Beim vierten Lauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) fuhr das Team den dritten Sieg in der Doppelsaison 2019/20 ein.

Der amtierende Weltmeister startete aufgrund der vergangenen Erfolge mit einem Handicap in die Acht Stunden von Bahrain. Die Folge: weniger Hybridpower und ein reduzierter Kraftstoffverbrauch pro Runde. Dank einer starken Strategie mit schnellen Boxenstopps, konstanter Leistung sowie einer beeindruckenden Zuverlässigkeit über insgesamt 1.390 Kilometer meisterte das Team jedoch auch diese Herausforderung.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im #7 Toyota TS050 Hybrid gewannen zum zweiten Mal in dieser Saison und übernahmen damit die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Der zweite Toyota #8, den sich Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley teilten, war aufgrund seines Handicaps 0,21 Sekunden pro Runde langsamer als sein Schwesterauto. Im Ziel hatte die Crew einen Rückstand von einer Runde auf den Sieger, dennoch reichte es für den dritten Doppelsieg im vierten Rennen.

Buemi hatte bereits Pech beim Start: Bei einer Kollision zwischen dem Polesetter und dem zweitplatzierten Starter bekam auch sein Toyota #8 einen Schlag ab. Buemi fiel dadurch von Startplatz drei auf Rang zehn zurück. Conway hielt sich dagegen aus dem Getümmel heraus und eroberte vom vierten Platz aus die Führung, die er sukzessive ausbaute. Trotz einer Safety-Car-Phase kam er mit einem Vorsprung zum ersten Boxenstopp. Auch Buemi kämpfte sich wieder bis auf Platz drei vor.

Kurz nach der 90-Minuten-Marke übergab Conway an Kobayashi, während Hartley von Buemi übernahm. Durch ein technisches Problem beim zweitplatzierten Rebellion #1, das einen längeren Boxenstopp erforderte, konnte der Toyota TS050 Hybrid #8 vorbeiziehen. Da sich die Konkurrenz anschließend nacheinander verabschiedete – ins Ziel kamen gerade einmal drei LMP1-Fahrzeuge –, fuhr Toyota Gazoo Racing nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Bahrain International Circuit auf Sicherheit.

Nach 257 Runden sah López am Steuer des Toyota TS050 Hybrid #7 als Erster die schwarzweiß-karierte Zielflagge und übernahm mit acht Punkten Vorsprung die WM-Führung vor der #8-Crew um Nakajima. Bei den Teams hat Toyota einen satten 41-Punkte-Vorteil gegenüber Rebellion.

Die WEC wird im neuen Jahr fortgesetzt: Nach zweijähriger Abwesenheit geht es am 23. Februar zurück auf den Circuit of the Americas in Austin/Texas. Es ist der Auftakt zu einem US-Doppel: Am 20. März folgen die 1000 Meilen von Sebring.

„Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, da der Sieg in Bahrain eine große Herausforderung war. Das Team hat hart und konzentriert gearbeitet, um in jedem Bereich die maximale Leistung zu erbringen“, erklärt Teampräsident Hisatake Murata. „Der erste Teil des Rennens war spannend und versprach einen engen Kampf bis zum Ende. Schade, dass unsere Gegner Probleme hatten. Jetzt sind wir am Ende eines Jahres, in dem wir Weltmeister wurden, zum zweiten Mal Le Mans gewannen und die Meisterschaft anführen. Ich möchte dem Team ebenso für seine Bemühungen danken wie den Fans und der WEC-Organisation für ihren Beitrag zu diesem Jahr des Langstreckensports. Jetzt freuen wir uns auf ein weiteres unvergessliches Jahr 2020.“