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Toyota Gazoo Racing bereit für die Mission Titelverteidigung

Rallye Dakar startet erstmals in Saudi-Arabien

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Crews kämpfen im Toyota Hilux um die Rallye-Krone
  • Erfolgreiche Vorbereitung auf härteste Rallye der Welt
  • Mischung aus Titelverteidiger, erfahrenen Piloten und Dakar-Neulingen

Köln. Toyota Gazoo Racing ist bereit für die Rallye Dakar: Die härteste Rallye der Welt startet am 5. Januar 2020 erstmals in der saudi-arabischen Stadt Jeddah. Das Team kämpft gleich mit vier Toyota Hilux um die Krone.

Die vier aus dem südafrikanischen Johannesburg verschifften Fahrzeuge haben nach ihrer Montage bereits einen ersten Funktionstest in der Wüste südlich der Hafenstadt absolviert. Bei diesem sogenannten Shakedown wurde auch das Fahrwerk final abgestimmt, um bestmögliches Handling auf dem Gelände zu gewährleisten, das zu Beginn der Rallye auf dem Programm steht.

Ohnehin hat Toyota Gazoo Racing trotz des Dakar-Siegs von Nasser Al-Attiyah und Navigator Mathieu Baumel 2019 einige Verbesserungen am Toyota Hilux vorgenommen – ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie, immer bessere Autos zu bauen. Eine einwöchige Testfahrt vor der Rallye Marokko hat das Team beispielsweise für weitere Fahrwerksabstimmungen genutzt. Außerdem wurde nahezu jedes System optimiert und um neue Teile ergänzt, die bei der 42. Auflage der Langstrecken-Rallye zum Einsatz kommen.

Die verbesserten Toyota Hilux werden von einem erfahrenen Quartett übernommen. Neben den Titelverteidigern Al-Attiyah und Baumel geht Giniel de Villiers, Sieger der Rallye Dakar 2009, gemeinsam mit Navigator Alex Haro für Toyota Gazoo Racing ins Rennen. Sie wollen ihre gute Form bestätigen, die sie unter anderem beim Gewinn der Rallye Marokko 2019 gezeigt haben. Bernhard ten Brinke ist mit Tom Coulsol unterwegs. Komplettiert werden die Fahrerteams von Newcomer Fernando Alonso, dem zweimaligen Sieger der 24 Stunden von Le Mans und amtierenden Langstrecken-Weltmeister, der auch zweimaliger Formel-1-Weltmeister ist und bereits die 24 Stunden von Daytona gewann. An seiner Seite nimmt Marc Coma Platz, sechsmaliger FIM Cross-Country-Weltmeister und fünffacher Gewinner der Rallye Dakar auf dem Motorrad.

Die diesjährige Rallye Dakar wird ausschließlich im Königreich Saudi-Arabien ausgetragen und besteht aus zwölf Wertungsprüfungen. Los geht’s am 5. Januar in der Stadt Jeddah: Auf dem 319 Kilometern langen Weg in die Küstenstadt Al Wa müssen die Teams schnelle und kurvenreiche Strecken über Sanddünen und felsiges Gelände bewältigen. Am nächsten Tag legen die Crews rund 367 Kilometer mit kniffliger Navigation entlang der Küste hinauf bis zur Zukunftsstadt Neom zurück.

Die dritte Etappe ist eine 427 Kilometer lange Rundfahrt mit Start und Ziel in Neom, die durch Schluchten und Berge führt, wo die Rallye Dakar Höhen von 1.400 Metern erklimmt. Von Neom aus starten die Crews am vierten Tag in Richtung der Hauptstadt Riad, die 453 Kilometer lange Sonderprüfung nach Al Ula führt über Sand und Kies. Auf Etappe fünf ändert sich die Landschaft, denn die Crews fahren auf einer 353 Kilometer langen Etappe in Richtung Ha'il, wo riesige Felsformationen als wertvolle Navigationsmarkierungen dienen – die mit Wüstengras bewachsenen Sandhügel erfordern jedoch Präzision und Können. Auf dem sechsten, 477 Kilometer langen Abschnitt nach Riad geht es vorwiegend über Sand.

Die erste Etappe nach dem Ruhetag ist zugleich die längste: Am 12. Januar geht es über 546 Kilometer von Riad nach Wadi Al Dawasir durch abwechslungsreiches Gelände mit Sanddünen, auf die die Navigatoren achten müssen. Die achte Etappe ist eine weitere Rundfahrt über 477 Kilometer, die in Wadi Al Dawasir beginnt und endet, wo die Besatzungen mit Berglandschaften, Schluchten und kontrastreichen schwarzen Steinen auf weißem Sand konfrontiert werden. Weitere 410 Kilometer auf hartem Boden und unwegsamem Gelände bringen die Crews nach Haradh, wo die Rallye in eine neue Phase eintritt. Rub' al Khali, auch bekannt als das „leere Viertel“, eine rund 650.000 Quadratkilometer große Wüste, wartet auf die Crews auf der Marathon-Etappe zehn, wo auf den 534 Kilometern nach Shubaytah Ausdauer gefragt ist. Auf der vorletzten und elften Etappe führt die Route wieder zurück in Richtung Riad, wobei die Besatzungen einige der schönsten Sanddünen des Landes meistern und 379 Kilometer bis Haradh zurücklegen. Die letzte Etappe nach Qiddiya bildet auf 374 Kilometern eine letzte Herausforderung, ehe am 17. Januar die Zielflagge geschwenkt wird.

„Unser Shakedown ist sehr gut verlaufen. Alle vier Toyota Gazoo Racing Crews waren sehr zufrieden mit den Autos, was eine gute Nachricht ist. Denn das bedeutet, dass wir gut auf das Rennen vorbereitet sind“, freut sich Teamchef Glyn Hall. „Bisher sieht alles gut aus, und wir freuen uns darauf, dass das Rennen losgeht.“