Toyota Celica aus der Toyota Collection in Köln bringt den Pokal nach Le Mans

1987er Celica Trophy-Car avanciert zum heimlichen Star in Le Mans

tjm1915ju417

Das Wichtigste in Kürze

  • Trophy-Car als Glücksbringer: Doppelsieg für das Team Toyota Gazoo Racing
  • Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso verteidigen WM-Titel
  • Le-Mans-Trophy-Car mit Pokal am 6. Juli beim Thementag in der Toyota Collection

Köln. Das rote Celica Cabriolet (AT160/Baujahr 1987) aus der Toyota Collection am Firmensitz von Toyota Deutschland in Köln wusste bereits beim Start der 87. Auflage der 24 Stunden von Le Mans (15./16. Juni 2019), wo der Pokal hingehört. Als Trophy-Car hatte der Kult-Japaner, der beim legendären Langstreckenklassiker zum Publikumsliebling avancierte, die Sieger-Trophäe zur Startaufstellung geliefert. 24 Stunden später war es das Team des Toyota TS050 Hybrid #8 um Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso, das den Pokal erneut in Empfang nehmen konnte und ihn nun zurück nach Köln brachte. Dort entstanden die beiden Siegerfahrzeuge von Le Mans, in den Hallen der Toyota Motorsport GmbH.

Der 2+2-Sitzer aus der Kölner Sammlung, die jeden ersten Samstag im Monat ihre Pforten für Besucher öffnet, wurde für die 24 Stunden von Le Mans kurzerhand in einen 2+Pokal-Sitzer umgebaut. Auf der Ehrenrunde vor dem Start des Rennens wurde das Toyota Celica Cabriolet von dem ehemaligen Toyota Gazoo Racing Fahrer und jetzigem Marken-botschafter Alexander Wurz gefahren. Als Co-Pilot war Shigeki Tomoyama, President der Toyota Gazoo Racing Company, samt Pokal mit an Bord.

Vor seinen Augen fuhr das Toyota Gazoo Racing Team in Le Mans gleich einen Doppelsieg ein: In einem dramatischen Finale ließ Wagen 8 die Teamkollegen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im Toyota TS050 Hybrid #7 lediglich 16,9 Sekunden hinter sich. Buemi, Nakajima und Alonso wiederholten damit ihren Le-Mans-Sieg aus dem Vorjahr und verteidigten den Fahrertitel in der WM-Gesamtwertung. Kleiner Trost für die Crew des TS050 Hybrid #7, die das Rennen von der Pole Position weg über weite Strecken dominiert hatte: Auf ihr Konto geht mit 3 Minuten und 17,297 Sekunden die schnellste jemals in Le Mans gefahrene Rennrunde.

Heimlicher Star in Le Mans war die 1987er Celica, deren eindrucksvolle Automobilkarriere als erstes in Großserie gefertigtes familientaugliches und preiswertes Sportcoupé 1970 begann. Drei Jahrzehnte lang stand die himmlische Celica (Celestial: spanisch für „himmlisch“) für die gelungene Kombination aus Sportlichkeit und Zuverlässigkeit. 1972 feierte sie ihren ersten Rallye-Sieg, vier weitere Marken- und drei Fahrer-Titel in der Rallye-WM folgten. Dass ihr Ruhm bis heute nicht verblasst ist, belegen der Ansturm der begeisterten Fans auf das Modell im Le Mans-Fahrerlager und der bejubelte Auftritt als Trophy-Car eindrucksvoll.

Die Original-Le-Mans-Celica darf natürlich auch nicht fehlen, wenn Toyota am Samstag, 6. Juli 2019, beim Thementag in der Toyota Collection seine Grand Dame Celica hochleben lässt. Zum Public Opening in der Sammlung an der Deutschland-Zentrale in Köln (Toyota-Allee 2, 50858 Köln) von 10 bis 14 Uhr reist das Cabrio mit dem soeben errungenen Langstreckenpokal an. Der Eintritt ist frei.