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Panasonic Toyota Racing

Toyota F1 GP Kanada, 6. Lauf Montreal 2007

Motorsport
Panasonic Toyota Racing
Panasonic Toyota Racing
Montreal/Köln. Panasonic Toyota Racing verlässt Montreal mit einem WM-Punkt, den Ralf Schumacher beim dramatischen Großen Preis von Kanada geholt hat, ein Rennen bei dem das Safety Car vier mal ausrücken musste. Ralf startete mit einem sehr vollen Tank vom 18. Platz. Nach den ersten beiden Unterbrechungen des Rennens, bei denen das Safety Car ausrücken musste, war er der letzte Fahrer der zum Boxenstopp kam. Zu dieser Zeit befand er sich auf der dritter Position. Zum Zeitpunkt des Ende des Rennens sah er die Zielflagge an Position 8. Jarno Trulli fuhr vom 10. Startplatz und er hielt diese Position für eine recht lange Zeit während des ersten Rennabschnitts. Dann fuhr ihm Robert Kubica mit seinem BMW von hinten auf den Wagen. Dieser Vorfall endete mit einem heftigen Zusammenstoß, der wiederum zu einer Safety Car Phase führte. Jarno hatte einen Schaden an seinem rechten Hinterreifen und war deshalb zu einem Boxenstopp gezwungen worden. Er kam erneut in die Box nachdem er nur eine Runde auf den frei gewählten Reifen unterwegs war.Während des restlichen, mehrfach unterbrochenen Rennens fuhr er als sechster, bis er sich in Runde 58 hinausgeschleudert wurde, kurze Zeit nach seinem letzten geplanten Boxenstopp. Das Toyota Team wird nun zum Großen Preis der USA nach Indianapolis reisen, der am nächsten Sonntag stattfindet. Das Team sendet einen Abschiedsgruß an Tsutomu Tomita, der heute sein letztes Rennen als Teamchef leitete, bevor er den Vorsitz des Fuji Speedway übernimmt.

Ralf Schumacher (Auto 11, Chassis TF107/05)
Rennklassifikation: 8. Platz (Reifenstrategie: hart, hart, weich)
Startaufstellung: 18

"Dies war wieder ein schwieriges Wochenende für mich, aber es ist trotzdem schön, einen Punkt mitgenommen zu haben, nachdem ich vom 18. Platz gestartet war. Ich bin mir sicher, dass niemand so etwas erwartet hatte, aber es war schließlich ein chaotisches Rennen. Aufgrund unserer heutigen Startpositionen hatten wir die Autos für den ersten Rennabschnitt sehr voll getankt. Das Auto war nicht schlecht und wir konnten einige Plätze gut machen. Jedoch war unser Tempo auf der Geraden nicht ausreichend, somit war es schwierig in der Schikane zu überholen. Zum Ende des Rennens wurde ich von Sato überholt, der auf den besseren Reifen unterwegs war, während ich auf den weichen Reifen fuhr. Das war heute der schlechtere Reifen, aber die Regeln geben vor, dass wir mit ihnen fahren müssen. Offentsichtlich haben wir viel Arbeit vor uns, aber wenigstens haben wir heute einen Punkt geholt.

Jarno Trulli (Auto 12, Chassis TF107/06)
Rennklassifikation: Ausfall (Reifenstrategie: hart, weich, hart)
Startaufstellung: 10.

"Das war ein sehr kompliziertes Rennen für mich. Der Start lief ordentlich, aber ich hatte wenig Grip und ich konnte das Tempo, besonders zum Ende des ersten Rennabschnitts, nicht halten. Nachdem wir während der ersten Safety Car Phase neue Reifen aufgezogen hatten, fuhr mir Robert Kubica von hinten auf meinen Wagen und er verunglückte. Ich hatte meine Ideallinie nicht verlassen, als ich aber sah, wie sich sein Auto überschlug, war ich doch sehr betroffen. Wenn man sieht, wie ein Kollege einen derart heftigen Unfall hat und er zuvor einen noch auf den Wagen geprallt ist, dann fühlt man sich nicht gerade gut. Ab diesem Zeitpunkt gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Aber ich habe gehört, dass es ihm gut geht und ich hoffe, dass er bald wieder starten kann. Ich hatte einen defekten Reifen, musste einen erneuten Boxstopp einlegen und war mir nicht sicher auf welcher Position ich mich befand. Als ich schließlich zu meinem letzten Boxenstopp fuhr, war ich etwas überrascht als ich auf der letzten Position ins Rennen zurückkam. Aus diesem Grund machte ich etwas zuviel Druck, um das Feld einzuholen und fuhr gegen die Mauer. Aber nach einem solchen Tag wie diesem, ist das Rennen nicht so wichtig."

Tsutomu Tomita, Teamchef Panasonic Toyota Racing

Das war sicher der wildeste Grand Prix des Jahres, Unfälle und Safety Car Phasen haben das Rennen dominiert. Wir nutzten unsere Safety Car Strategie, aber das endete mit unseren zwei Autos völlig verschieden. Wenn man bedenkt, dass Ralf von der 18. Position gestartet ist, dann hat er sehr gute Arbeit geleistet. Das Auto war vollgetankt, er schonte aber im ersten Teil des Rennens die Reifen. Er war in der Lage, während der Safety Car Phase eine Menge Boden gut zumachen, auch wenn uns die letzte Phase ein paar Plätze gekostet hat. Wie andere Fahrer auch war er am Ende des Rennens auf den gewählten Reifen unterwegs und kämpfte mit seiner Geschwindigkeit. Jarno hatte einige Schwierigkeiten mit dem Grip während des ersten Rennabschnitts und hatte dann nach dem Zwischenfall mit Kubica einen Plattfuß. Es hatte nicht sollen sein. Wir hatten an diesem Wochenende nicht die beste Leistung und wir müssen natürlich daran arbeiten. Wir haben das Fahrwerksproblem beseitigt, das wir am Freitag hatten und ich bin froh, dass wir heute keine mechanischen Probleme hatten. Der erzielte Punkt ist ein schönes Abschiedsgeschenk für mich und ich wünsche dem Team alles Gute und viel Glück für die Zukunft. Wir sehen uns auf dem Fuji Speedway.