Neues Fahrertrio debütiert im Toyota Yaris WRC

Start der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2020 in Monte Carlo

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ogier, Evans und Rovanperä erstmals im Toyota Yaris WRC
  • Anspruchsvoller Saisonauftakt bei wechselhaften Bedingungen
  • Guter Start soll Titelambitionen untermauern

Köln. Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team schlägt ein neues Kapitel auf: Mit dem Start der diesjährigen FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gehen erstmals Sébastian Ogier, Elfyn Evans und Kalle Rovanperä im Toyota Yaris WRC ins Rennen. Die ebenso traditionsreiche wie anspruchsvolle Rallye Monte Carlo (23. bis 26. Januar 2020) markiert den Neuanfang.

Ogier will im Fürstentum den Grundstein für seinen siebten WM-Titel legen: Die Rallye unweit seiner Heimatstadt Gap konnte der Franzose zuletzt sechsmal in Folge gewinnen. Auch Teamkollege und Rallye-Sieger Evans will einen perfekten Start in ein spannendes neues Kapitel seiner Karriere erwischen, während das Nachwuchstalent Kalle Rovanperä sein Debüt in der Königsklasse des Rallyesports gibt.

Die Rallye Monte Carlo bildet eine herausfordernde Kulisse, vor der sich das Trio erstmals unter Wettkampfbedingungen mit seinem neuen Auto vertraut machen muss. Die älteste Rallye im WRC-Kalender, die 1911 zum ersten Mal stattfand, ist berüchtigt für ihre schwierigen und mitunter wechselhaften Bedingungen, die von trockenem Asphalt bis hin zu Schnee und Eis reichen können – manchmal sogar innerhalb einer einzigen Etappe. Daher ist die Reifenwahl ein entscheidendes Kriterium: Die Fahrer verlassen sich dabei auf die entlang der Strecke verteilten Eisspione, die sie mit den aktuellsten Informationen zu den Straßenbedingungen versorgen.

Los geht es am Mittwochnachmittag mit dem Shakedown in der Nähe des Serviceparks Gap, bevor die Rallye am Donnerstag im berühmten Hafen Monacos startet. Es folgen zwei Etappen in der Dunkelheit auf dem Rückweg nach Gap, darunter als erstes der Abschnitt von Malijai nach Puimichel, der zuletzt 1994 gefahren wurde. Am Freitag folgen drei Etappen, die allesamt einmal wiederholt werden: Dazu gehört auch die neue Prüfung von Saint-Clément nach Freissinières nordöstlich von Gap. Am Samstag stehen zwei bekannte Etappen auf dem Programm, die beide zweimal gefahren werden, bevor die lange Rückfahrt nach Monaco am letzten Tag mit zwei Überfahrten über den legendären Col de Turini sowie der Power Stage von La Cabanette nach Col de Braus ansteht.

„Die Rallye Monte Carlo ist immer ein spannender Wettbewerb zu Beginn einer neuen Saison – in diesem Jahr mit vielen Fahrern in neuen Autos ganz besonders, wir starten beispielsweise mit einer völlig neuen Besetzung“, erklärt Teamchef Tommi Mäkinen. „Es ist eine Rallye, die wir als Team noch gewinnen wollen, aber wir sind bislang zumindest jedes Mal auf dem Podium gelandet. Sébastiens Bilanz bei dieser Rallye ist brillant: Er hat sie in vielen verschiedenen Autos gewonnen, daher wird er sicherlich wieder in den Kampf eingreifen, auch wenn er unser Auto noch kennenlernen muss. Ähnlich wird es Elfyn ergehen, der auf der Monte schon gute Geschwindigkeit gezeigt hat. Für Kalle hingegen gibt es keinen Druck: Es ist eine wirklich harte Rallye, bei der man Erfahrung braucht. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir als Team ein starkes Ergebnis erzielen können, um die diesjährige Meisterschaft anzugehen.“

Im vergangenen Jahr landete Toyota auf dem dritten Platz, nachdem ein unplanmäßiger Reifenwechsel Ott Tänak zeitweise zurückgeworfen hatte. Jari-Matti Latvala wurde Fünfter vor Kris Meeke, der bei seiner ersten Rallye für das Team aber direkt die Power Stage gewann. Der Toyota Yaris WRC setzte in neun der 16 Prüfungen die schnellste Zeit.