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DTM Trophy statt Langstrecke

José María López startet im GR Supra GT4

Motorsport

Das Wichtigste in Kürze

  • Gaststart in der DTM-Rahmenserie auf dem Lausitzring
  • Erste Erfahrungen bei Test- und Entwicklungsfahrten
  • Auf Toyota GR Supra basierender Rennwagen in Debütsaison

Impressionen

Köln. Sprintrennen statt Langstrecke, GT-Rennwagen statt Hybridbolide: Im neuen GR Supra GT4 startet José María López am kommenden Wochenende (22./23. August 2020) erstmals im Rahmen der DTM Trophy 2020 auf dem Lausitzring.

Der argentinische Toyota Rennfahrer, der unlängst in Spa-Francorchamps seine Führung in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ausgebaut hat, geht für Ring Racing ins Rennen. Die Motorsportschmiede aus Boxberg in der Eifel setzt gleich zwei GR Supra GT4 in der DTM-Rahmenserie ein, in der am Samstag und Sonntag zwei 30 Minuten lange Läufe anstehen. Das Team ist darüber hinaus in der vormals als VLN bekannten Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) unterwegs.

Auch wenn López erstmals unter Wettbewerbsbedingungen im GR Supra GT4 sitzt, ist das Fahrzeug für ihn nicht unbekannt. Er war aktiv an der Entwicklung beteiligt und testete den GT-Boliden unter anderem bereits am Nürburgring und in Spa-Francorchamps. Auch seine umfangreiche Erfahrung im Motorsport, darunter nicht nur die WEC-Teilnahme für Toyota Gazoo Racing, sorgt für ein solides Fundament.

„Ich freue mich sehr darauf, den GR Supra GT4 im Rahmen der DTM Trophy auf dem Lausitzring zu fahren. Die Strecke und die Disziplin sind für mich Neuland. Daher hoffe ich, dass mir meine Erfahrung im Tourenwagen- und GT-Sport hilft, schnell zu sein“, erklärt Jóse María López. „Als sich die Chance auf den Start ergeben hat, habe ich sofort ‚Ja‘ gesagt. Ich war in die Entwicklung des GR Supra GT4 eingebunden und habe das Auto in Spa-Francorchamps und auf der Nordschleife getestet. Ich weiß also, dass es ein sehr schnelles Fahrzeug mit einem gutmütigen Handling ist.“

Der auf dem Toyota GR Supra basierende Rennwagen feiert seine Debütsaison im internationalen Motorsport. Entwickelt von Toyota Gazoo Racing Europe, kommt der Bolide als Kundenfahrzeug zum Einsatz – mit Erfolg. Das französische CMR-Team holte beispielsweise schon einen Podestplatz in der European GT4 Series, Speedworks Motorsport stand in der British GT Championship auf dem Podium. Ring Racing hat bereits mehrere Top-5-Ergebnisse in der NLS eingefahren. Den Vortrieb des GR Supra GT4 übernimmt ein 3,0-Liter-Sechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader, der 320 kW/430 PS und ein maximales Drehmoment von 650 Nm entwickelt. Die Kraftübertragung erfolgt über eine sportliche Siebengang-Automatik an die Hinterräder.