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Die Formel 1 Saison startet traditionell in Australien

Im Toyota Team steckt großes Potential

Toyota F1 2008 Toyota TF108
Köln - Die Winterpause der Formel 1 geht zu Ende. Aber was bedeutet schon Winterpause, ist doch die Zeit zwischen November und März von Entwicklungsarbeiten und vielen Testfahrten voll ausgefüllt. Die Königsklasse des Motorsport gibt am 16. März im australischen Melbourne wieder Gas: Die FIA Formel 1-Weltmeisterschaft 2008 wird eröffnet. Insgesamt stehen 18 WM-Läufe im Kalender - am 20. Juli 2008 gastiert die Formel 1 auf dem Hockenheimring. Neben dem erfahrenen Formel 1-Rennfahrer Jarno Trulli (33) startet 2008 der talentierte Deutsche Timo Glock (25) im Panasonic Toyota Racing Team.

"Jarno hat viel Erfahrung und wir wissen schon, dass er schnell genug ist, um erfolgreich zu sein. Timo hat seinen Kampfgeist und seine Racer-Qualitäten in der GP2 Serie unter Beweis gestellt, daher glauben wir, dass er das Potenzial hat, in der Formel 1 zu fahren", sagt Tadashi Yamashina, Teamchef und stellvertretender Vorsitzender der Toyota Motorsport GmbH vor dem Saisonstart in Australien. Mit großen Erwartungen geht Toyota in seine siebte Formel 1-Saison. "Im Vorjahr konnten wir sie nicht erfüllen, was für uns enttäuschend war. Wir haben für diese Saison sehr hohe Standrads definiert, um mit den Besten in der Formel 1 kämpfen zu können. Wir wollen die riesigen Erwartungen erfüllen, das ist unser Wunsch. Ich bin sicher, dass das Team und die Fahrer die Herausforderung bestehen werden." In diesem Jahr ist Kamui Kobayashi der dritte Mann im Team. Der Japaner wurde zum Testfahrer befördert; er kommt aus der eigenen Talentschmiede Toyota Young Drivers Program (TDP).

Mit der Vorstellung des neuen Toyota TF108 schlug das Team ein weiteres Kapitel in seinem Formel 1 Engagement auf. "Wir sind zufrieden mit den Fortschritten, die wir mit dem TF108 gemacht haben. Es war vom ersten Test an offensichtlich, dass der TF108 ein ganz anderes Kaliber ist als der TF107", erklärt Pascal Vasselon, im Formel 1-Team zuständig für die Chassis Entwicklung.

Die Basis des neuen TF108 stimmt, "denn während der Entwicklungsphase habe ich immer gesagt, dass es das primäre Ziel ist, die Stabilität und die Fahrbarkeit zu verbessern. Dies ist uns gelungen." Von Anfang Januar bis Ende Februar konnten die Fahrer viele Testkilometer fahren, die natürlich die Entwicklungsarbeiten des Toyota Formel 1-Rennwagens vorangetrieben haben.

Der TF108, der Anfang Januar erstmals gezeigt wurde, wird sich vom TF108, der in Melbourne am 16. März am Start sein wird, in einigen Detail unterscheiden - für den Laien kaum erkennbar. Beispielsweise gehören ein geänderter Frontflügel sowie neue Bremstrommeln und Aufhängungsteile dazu. Pascal Vasselon verrät aber, "das dies an der Optik nicht viel ändert, aber es ist eine Kombination an Detailänderungen, die sich positiv auswirken müssten." Yamashina ergänzt: "Hinter diesem Auto steht ein sehr gutes technisches Team, das von Yoshiaki Kinoshita, Pascal Vasselon und Luca Marmorini angeführt wird. Ich glaube, wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und frischen Ideen." Jetzt fiebert das in Köln ansässige Toyota Formel 1 Team dem Saisonstart in Melbourne entgegen.

Neu in 2008: Im FIA Formel 1-Reglement gibt es zum Vorjahr einige Änderungen, die bereits in der Entwicklungsphase des neuen TF108 mit eingebunden werden mussten. Dabei sind zwei wesentliche Abweichungen zum Vorjahr, die Einheits-Elektronik und das nun an vier Renn-Wochenenden in Folge einzusetzende Getriebe - dies gilt für Samstag und Sonntag. Sollte das Getriebe dennoch ausgetauscht werden, muss der betroffene Fahrer fünf Plätze in der Startaufstellung zurück. Mit Einführung der Einheits-Elektronik entfällt die Traktionskontrolle. Dies fordert vom Fahrer einen sensibleren Umgang mit dem Gas- und Bremsfuß. Die Hard- und Software kommt von einem Hersteller und wurde nach den Vorgaben der FIA festgelegt. Sie ist im aktuellen Formel 1-Feld für alle Starter identisch.
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