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Lexus Design Award 2018: Juroren und Mentoren stehen fest

Projekte junger Design-Talente sind in den besten Händen

Shigeru Ban
  • Star-Architekt Shigeru Ban unterstützt die hochkarätige Jury
  • Zwölf Finalisten zeigen ihre Arbeiten auf der Milan Design Week 2018
  • Vier Projekte werden mit namhaften Mentoren realisiert

Köln, 21. August 2017. Die Jurymitglieder und Mentoren für den Lexus Design Award 2018 stehen fest. Im sechsten Jahr sucht und fördert Lexus mit seinem internationalen Wettbewerb die nächste Generation von Kreativen und Designern. Der Award inspiriert jährlich tausende junge Design-Talente dazu, klassische Denkmuster zu hinterfragen und unkonventionelle Ideen für eine bessere Welt zu entwickeln.

Auch dieses Jahr werden es zwölf Bewerber schaffen – und ihre Werke der internationalen Design-Gemeinschaft auf der Milan Design Week 2018 präsentieren, der größten Design-Ausstellung der Welt. Doch zuvor müssen sie sich dem Urteil weltweit anerkannter Kreativer aus verschiedenen Designbereichen stellen.

Von der Idee zum Prototyp: Vier der zwölf Finalisten können ihre Entwürfe realisieren und erhalten dabei Unterstützung von Top-Designern und Architekten, die ihnen als Mentoren zur Seite stehen. Zudem steht ihnen ein Budget von umgerechnet rund 23.000 Euro (drei Millionen Yen) zur Verfügung, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Bewerbungen für den Lexus Design Award werden seit dem 24. Juli und bis zum 8. Oktober 2017 entgegen genommen. Die zwölf Finalisten werden im Januar 2018 bekanntgegeben, der Gewinner während der Milan Design Week am 16. April 2018.

 

Die Juroren 2018

Lexus ist sehr stolz, Shigeru Ban als neues Jurymitglied bekanntgeben zu können. Durch den genialen Einsatz besonders leichter, unkonventioneller und umweltverträglicher Materialien – speziell Papier und Bambus – hat Shigeru die Sicht auf Architektur verändert.

Vier weitere kreative Köpfe aus der ganzen Welt helfen auch 2018 wieder dabei, die besten Talente zu ermitteln. Paola Antonelli ist Chefkuratorin des Museum of Modern Art in New York. Birgit Lohmann ist Chefredakteurin von designboom und war als Designerin und Produktentwicklerin für eine Reihe italienischer Architekten und Meisterdesigner tätig. Alice Rawsthorn schreibt über Design für die International New York Times und die frieze. Yoshihiro Sawa, Präsident von Lexus International, hat seine Karriere in der Automobilindustrie mit Stationen in Produktion und Design begonnen.

 

Die Mentoren 2018

Die vier Finalisten, die auf Grundlage ihrer Entwürfe Prototypen anfertigen, werden in den Genuss der Zusammenarbeit mit Pionieren verschiedener spannender Bereiche kommen. Sou Fujimoto ist einer der führenden japanischen Architekten der Gegenwart. Er entwickelt futuristische Strukturen aus natürlichen und architektonischen Elementen. Das italienische Designer-Duo Andrea Trimarchi und Simone Farresin haben das Studio Formafantasma in Amsterdam gegründet. Ihre Arbeiten wurden bereits im Museum of Modern Art in New York und im Londoner Victoria und Albert Museum gezeigt. Die beiden unterrichten Design an verschiedenen Universitäten und Einrichtungen in Europa. Die Licht-Designerin Lindsey Adelman ist mit ihrem verästelten Kronleuchter-Design berühmt geworden und leitet nun ein Team von Designern, Glaskünstlern und Kunsthandwerkern in ihren Studios in New York und Los Angeles. In New York beheimatet ist auch die Designerin und Art-Direktorin Jessica Walsh. Sie hat bereits Auszeichnungen bei den wichtigsten Design-Wettbewerben gewonnen und stand auf der Forbes Liste der 30 besten Kreativen unter 30 Jahren, die unsere Zukunft gestalten („30 under 30 top creatives designing the future“).

 

Die Juroren im Detail

 

Shigeru Ban / Architekt

Shigeru Ban wurde 1957 in Tokio geboren. Nach seinem Abschluss an der Cooper Union in New York arbeitete er ab 1982 bei Arata Isozaki & Associates und gründete 1985 Shigeru Ban Architects. 1995 wurde Ban Berater des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Im selben Jahr gründete er die Nichtregierungsorganisation Voluntary Architects' Network (VAN) zum Transport von Hilfsgütern in Katastrophengebiete. Einige Beispiele seiner Arbeit sind das Nicolas G. Hayek Center in Tokio, das Centre Pompidou in Metz und das Oita Prefecture Art Museum. Ban erhielt zahlreiche Auszeichnungen, die Grande Médaille d’or de l’Académie d’architecture (2004), den Arnold W. Brunner Memorial Prize in Architecture (2005), den Grand Prize of AIJ (2009), den Ehrendoktor der Technischen Universität München (2009), den französischen L’Ordre des Arts et des Lettres (Offiziersgrad, 2010), den Auguste Perret Prize (2011), den Kunstpreis der japanischen Agentur für kulturelle Angelegenheiten (2012), den L’Ordre des Arts et des Lettres (Kommandeursgrad, 2014), im selben Jahr gewann Ban den Pritzker Architecture Prize und 2016 den JIA Gran Prix. Von 2001-2008 bekleidete er eine Professur an der Keio University, an der Harvard University GSD und an der Cornell University hatte er 2010 eine Gastprofessur inne. Seit 2011 ist Ban Professor an der Kyoto University of Art and Design, seit 2015 ist er zudem Gastprofessor an der Keio University.

 

Paola Antonelli / Chefkuratorin des Museum of Moden Art (NYC)

Paola Antonelli ist Chefkuratorin Architektur und Design am Museum of Modern Art und fungiert dort auch als Direktorin für Forschung und Entwicklung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis für Design so lange zu fördern, bis sein positiver Einfluss auf die Welt überall anerkannt wird. Ihre Arbeit untersucht die Einflüsse auf unseren Alltag, bezieht häufig übersehene Objekte und Praktiken mit ein und kombiniert Design, Architektur, Kunst, Wissenschaft und Technik. Sie hat rund um die Welt zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Bücher geschrieben und lektoriert. Unterrichtet hat sie an der University of California, Los Angeles; der Harvard Graduate School of Design und am MFA Programm der School of Visual Arts in New York. Derzeit arbeitet Antonelli an einer Ausstellung zu den 111 Kleidungsstücken, die die Welt verändert haben, an Design Bites, einem Buch über Speisen aus aller Welt als Beispiele für Design und einem weiteren Buch, das ihre Essays aus verschiedenen Bereichen des zeitgenössischen Designs zusammenfasst.

 

Birgit Lohmann / Chefredakteurin designboom

Birgit Lohmann stammt aus Hamburg und studierte Industriedesign in Florenz, bevor sie 1987 nach Mailand übersiedelte, wo sie viele Jahre gelebt und gearbeitet hat. Als Designerin und Leiterin der Produktentwicklung war sie zudem für verschiedene italienische Architekten und Meisterdesigner tätig. Als Design-Historikerin hat sie ihre Expertise Justizbehörden und internationalen Auktionshäusern zur Verfügung gestellt. Es folgten zahlreiche Seminare zum Thema Industriedesign an renommierten Universitäten weltweit. 1999 zählte sie zu den Mitbegründern der Zeitschrift designboom, deren Chefredakteurin sie heute ist, und arbeitet darüber hinaus als Ausbildungsleiterin und Kuratorin für internationale Ausstellungen.

  

Alice Rawsthorn / Designkritikerin

Alice Rawsthorn ist eine preisgekrönte Designkritikerin, die seit über zehn Jahren für die New York Times über Design schreibt. Ihr aktuelles Buch „Hello World: Where Design Meets Life“ zeigt den Einfluss von Design auf unser Leben. Das nächste Werk trägt den Titel „A Field Guide to Design“ kommt im Frühjahr 2018. Alice Rawshtorn spricht auf wichtigen Veranstaltungen weltweit wie der TED-Konferenz und dem Weltwirtschaftsforum in Davos über Design. An ihrem Wohnsitz in London ist sie Vorsitzende des Kuratoriums der Chisenhale Gallery und der Michael Clark Dance Company. Zudem ist sie Kuratorin der Whitechapel Gallery. Für ihre Verdienste für Design und Kunst wurde sie mit dem britischen Verdienstorden ausgezeichnet.

 

Yoshihiro Sawa / President Lexus International

Yoshihiro Sawa hat ein Bachelor-Studium in Engineering und Design am Kyoto Institut für Technologie absolviert. Seit er 1980 zu Toyota gestoßen ist, hatte er zahlreiche leitende Design-Positionen inne, darunter die des Chief Officer of Global Design. Er ist seit April 2017 President von Lexus International.

 

Die Mentoren im Detail

 

Formafantasma / Designer

Das italienische Designer-Duo Andrea Trimarchi und Simone Farresin sind Studio Formafantasma aus Amsterdam. Ihre Arbeit ist durch einen einheitlichen Stil charakterisiert, der sich experimentellen Materialuntersuchungen und der Erforschung von Fragestellungen widmet. Diese umfassen die Beziehung zwischen Tradition und lokaler Kultur, kritische Ansätze zu Nachhaltigkeit und die Bedeutung von Objekten für die kulturelle Interaktion. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt und besprochen im Museum of Modern Art in New York, im Victoria and Albert Museum in London, im Chicago Art Institute, im Textiel Museum in Tilburg, im Stedelijk’s-Hertogenbosch, im MUDAC Lausanne sowie im Mint Museum of Craft und Design in North Carolina. Das MAK Museum in Wien hat Designs von Formafantasma in seine ständige Sammlung aufgenommen. Trimarchi und Farresin halten Vorträge und Workshops an verschiedenen Universitäten und Einrichtungen. Derzeit unterrichten die beiden an den Fachbereichen „Well Being“ und „Contextual Design“ an der Design Academy Eindhoven und leiten den Design-Bachelor-Studiengang des MADE Programms in Syrakus/Sizilien.

 

Sou Fujimoto / Architekt

Sou Fujimoto wurde 1971 in Hokkaido geboren. Nach dem Abschluss im Fachbereich Architektur an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Tokyo University gründete er 2000 Sou Fujimoto Architects. 2016 hat er den ersten Preis für „Pershing“ gewonnen, ein Teil des französischen Wettbewerbs „Réinventer Paris“. Zuvor errang er Siege beim auf Einladung ausgetragenen internationalen Wettbewerb für das New Learning Center an der Pariser Saclay's Ecole Polytechnique und dem internationalen Wettbewerb für das Second Folly in Montpellier in 2014. 2013 war Fujimoto der jüngste Architekt, der für den Entwurf des Serpentine Gallery Pavilion in London ausgewählt wurde. Beispiele für seine zahlreichen bemerkenswerten Arbeiten sind das „House NA“ (2011), die Musashino Art University Museum & Library (2010), das „Final Wooden House“ (2008) und das „House N“ (2008).

 

Lindsay Adelman /Designerin

Jahrzehnte bevor Lindsay Adelman das gleichnamige Studio gründete, war sie bereits Designerin – nur nicht so bekannt wie heute. Am Anfang war sie einfach nur ein neugieriges Kind, das endlos in den Hinterhöfen von New York Dinge baute und keine Ahnung hatte, wie man daraus einen Beruf machen könnte. Dann war Adelman Studentin am Kenyon College und später Teil der Redaktion am Smithsonian Institut. Von dort hat die zufällige Entdeckung industriellen Designs in Form einer Hartschaum-Pommes-Frites sie zum RISD geführt, um dort ihre Kindheitsträume in die Tat umzusetzen. Heute kreiert sie in ihren Studios in New York und Los Angeles Objekte aus Licht, die ebenso gefühlvoll wie physisch transformativ sind – Objekte mit eigener Geschichte und Bedeutung, die Farben, Strukturen und Tiefe an die sie umgebende Welt abgeben.

 

Jessica Walsh / Grafik-Designerin

Jessica Walsh ist Designerin, Art-Direktorin und Partner bei dem in New York ansässigen Design-Unternehmen Sagmeister & Walsh. Sie hält Vorträge über Design bei internationalen Kreativ-Konferenzen und Universitäten und lehrt Design an der School of Visual Arts in New York. Ihre Arbeiten haben zahlreiche Auszeichnungen bei führenden Design-Wettbewerben gewonnen, so beimType Director’s Club, Art Director’s Club, SPD, Print, New York Festivals, D&AD, TDC Tokyo, und Graphis – neben vielen anderen. Walsh stand auf der Forbes Liste der 30 besten Kreativen unter 30 Jahren, die unsere Zukunft gestalten („30 under 30 top creatives designing the future“) und zählte bei Ad Age zu den „Top 10 Visual Creatives“. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen Büchern und Magazinen gezeigt. Zu ihren Kunden zählen das Museum of Modern Art in New York, The Jewish Museum, Jay-Z, Snapchat, Barneys, The New York Times, Lewis und Adobe. Ihr Blog und ihr Buch “40 Days of Dating” haben über zehn Millionen Leser und werden derzeit von Warner Brothers verfilmt.

 

Über den Lexus Design Award

Der 2013 erstmals verliehene Lexus Design Award ist ein internationaler Design-Wettbewerb, der sich an junge aufstrebende Künstler aus aller Welt richtet. Der Award möchte die Verwirklichung von Ideen fördern, die etwas zur Gesellschaft beitragen, und unterstützt darum Designer, deren Arbeiten eine bessere Zukunft für alle zum Ziel haben. Vier Finalisten erhalten die einzigartige Möglichkeit, mit weltbekannten Design-Mentoren Prototypen ihrer Entwürfe zu entwickeln und sie auf einer der wichtigsten Design-Veranstaltungen der Welt zu präsentieren.

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