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„Driven by Intuition“: Künstliche Intelligenz schreibt Film zum Lexus ES

Computer und Oscar-Preisträger setzen neues Modell in Szene

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  • Weltweite erste Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in diesem Bereich
  • Einminütiger Film beleuchtet Vorzüge der neuen Mittelklasse-Premiumlimousine
  • Teil der Werbekampagne zum Start des Lexus ES in Europa

Köln, 19. November 2018. Lexus setzt neue Maßstäbe in der Filmproduktion: Die Premium-Marke hat jetzt den Film „Driven by Intuition“ veröffentlicht, der vollständig von künstlicher Intelligenz (KI) geschrieben wurde. Regie führte Kevin Macdonald, zu dessen Erfolgen Filme wie „Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht“ (Originaltitel: „The Last King of Scotland“), die Whitney-Houston-Biographie „Whitney“ und die Oscar-prämierte Dokumentation „Ein Tag im September“ („One Day in September“) zählen.

Die weltweit erste Zusammenarbeit zwischen künstlicher Intelligenz und einem renommierten Meister seines Fachs lotet aus, wo die Grenzen eines harmonischen Zusammenspiels von Mensch und Maschine liegen. Das Ergebnis ist ein spannendes Kurzdrama: Der einminütige Film erzählt die Geschichte eines Takumi Meisters von Lexus, der seine akribische Arbeit vollendet und den neuen Lexus ES in die Welt entlässt, wo er allerdings von Zerstörung bedroht ist. Doch im letzten Moment schreitet der automatische Notbremsassistent ein und demonstriert den Wert und die Wirksamkeit der intuitiven Fahrzeugtechnologie.

Der innovative kreative Ansatz dieses Projekts spiegelt perfekt die Qualitäten des neuen Lexus ES wider – einem Auto, das ständig auf die Absichten des Fahrers und die sich ändernden Straßen- und Verkehrsbedingungen reagiert. Dies zeigt sich in der Agilität, Ausgewogenheit und Stärke der K-Plattform der neuen globalen Architektur (GA-K) des Lexus ES, aber auch in den fortschrittlichen Funktionen des Lexus Safety System+. Es erkennt mögliche Gefahren, warnt den Fahrer und greift bei Bedarf in Bremssystem und Lenkung ein, um Unfälle vollständig zu vermeiden oder zumindest die Folgen abzuschwächen.

Die Lexus Kreativagentur The&Partnership London hat in Zusammenarbeit mit dem technischen Partner Visual Voice einen KI-Drehbuchschreiber entwickelt. Dabei wurden IBM Watson Supercomputer-Werkzeuge und -Anwendungen genutzt. Anschließend wurde das Skript Macdonald vorgestellt, der vom Konzept sofort fasziniert war, aber auch erkannte, dass ein anderer Ansatz als bei konventionellen Filmen nötig war.

„Mich überzeugte auf Anhieb das melodramatische Potenzial der Geschichte“, erklärt Madconald. „Die Tatsache, dass künstliche Intelligenz einer weiteren Maschine Empfindungen verleiht, sie in eine Art Kampfsituation bringt und sie dann in den Sonnenuntergang entkommen lässt, ist eine starke emotionale Reaktion eines Roboters. Die charmant vereinfachende Art und Weise, wie KI die Geschichte geschrieben hat, fasziniert auf emotionale Weise und ist auch unerwartet genug, um dem Film eine eindeutig nicht-menschliche Note zu geben.“

Um die ursprüngliche Geschichte zu produzieren, wurde die künstliche Intelligenz mit preisgekrönten Automobil- und Luxuswerbungen „gefüttert“, die mehrere prestigeträchtige Cannes Lions International Awards für Kreativität gewonnen hatten. Es wurden auch Daten zur emotionalen Intelligenz durch den Videomarktplatz Unruly eingespeist, um zu verstehen, was die Zuschauer am meisten anspricht und wie Aktionen, Objekte, Orte und Emotionalität in verschiedenen Kombinationen und Sequenzen verwendet werden, um die gewünschten Botschaften zu vermitteln.

Aufgrund der vielen Informationen zu früheren Werbespots war es jedoch wichtig, dass der Film nicht zu vertraut oder alltäglich wirkte. Deshalb wurden zusätzliche Daten über die Marke Lexus und das Projekt ergänzt, um das Skript möglichst originell und markengetreu zu halten. 

„Es war ein ebenso anspruchsvolles wie faszinierendes Projekt. Anfangs war es fast unmöglich zu wissen, welche Qualität und Verständlichkeit die KI produzieren würde“, erklärt Alex Newland, Mitbegründer von Visual Voice. „Umso befriedigender und aufregender ist es, nun den fertigen Film als Ergebnis einer echten, eigenständigen kreativen Leistung zu sehen.“

Um sich eng am „intuitiven“ Charakter der Geschichte zu orientieren, wurde die KI durch MindX, der Abteilung für angewandte Wissenschaften der University of New South Wales in Australien, weiter verbessert. Dabei wurde untersucht, wie Menschen mit einem hohen Maß an Intuition auf Autowerbung reagieren.

Das Ergebnis ist ein Drehbuch, das reich an menschlichen Emotionen ist und sich nicht von einem konventionellen, von Menschen geschriebenen Skript unterscheiden lässt. Allerdings gibt es einige unerwartete Details: Die KI verleiht dem Auto eine überraschende emotionale Tiefe, während das menschliche Verhalten mit einem gesunden Zynismus betrachtet wird – wie beispielsweise die Gewohnheit, Katastrophen auf dem Bildschirm zu betrachten.

„Ich dachte, ich schreibe einen Werbefilm mithilfe von KI. Stattdessen übernahm sie die Führung und schrieb das gesamte Drehbuch: eine Maschine, die die Geschichte einer zum Leben erwachenden Maschine erzählt. Viele KI-Arbeiten waren bislang wegen des Prozesses selbst interessant. Jetzt ist es so, weil das Endprodukt an sich gut ist“, freut sich Dave Bedwood, Creative Partner bei The&Partnership.

Vincent Tabel, Senior Manager Brand & Communications bei Lexus Europe, ergänzt: „Wir bei Lexus lieben es, die Grenzen von Technologie und Design zu überschreiten, und deshalb wollten wir einen ganz neuen Weg einschlagen, um den neuen Lexus ES einzuführen – eine Weltneuheit. Der Lexus ES ist sowohl intuitiv als auch innovativ und das sollte die Werbung widerspiegeln. Der Film übertrifft all unsere Vorstellungen davon, was KI kann – von ihrer Kreativität bis zu ihren menschlichen Emotionen.“

 

ANHANG

Driven by Intuition – Die KI-Produktionsgeschichte im Detail

Für den langwierigen Erstellungsprozess durch künstliche Intelligenz (KI) war Lernen unerlässlich: Die Maschine sammelte einen großen Umfang an Informationen, um möglichst nützliche und detaillierte Daten produzieren zu können. 

Im ersten Schritt wurde eine Reihe von Drittanbieter-Tools zur visuellen Erkennung in die Visual Voice AI-Plattform integriert. Dadurch konnten preisgekrönte Automobilwerbungen aus den letzten 15 Jahren erfasst werden. Entscheidend waren dabei die enthaltenen Aktionen, Objekte, Orte und Emotionalität sowie deren Zusammenspiel und Vorkommen in den Werbefilmen. Clips, in denen Intuition, Instinkt und Wissen zum Ausdruck kamen, wurde dabei eine besonders hohe Bedeutung beigemessen.

Nach der Erfassung dieser Daten wurde die Visual Voice AI-Plattform genutzt, um die Informationen auf Trends und Zusammenhänge zu analysieren: Was passiert typischerweise in der Mitte des Werbefilms, welche Orte und Objekte kommen häufig zusammen vor? Dabei stellte sich heraus, dass es viele Gemeinsamkeiten preisgekrönter Werbungen gab, die vor allem von Volumenmarken stammten.

Damit der eigene Film nicht zu vertraut und alltäglich wirkte, wurde die KI daher mit weiteren Details gefüttert. So wurden beispielsweise auch Werbungen anderer preisgekrönter Luxusmarken erfasst, die nicht aus dem Automobilsegment stammen. Dadurch entstanden neue Ideen und Daten, um sich vom Mainstream abzuheben. Gleichzeitig wurden die Lexus Markenrichtlinien aufgenommen. Entsprach ein Element der Werbefilme diesen Richtlinien, wurde es besonders berücksichtigt.

Um die Vorlieben intuitiv agierender Menschen beim Thema Autowerbung kennenzulernen, wurde zudem eine Studie bei MindX, der Abteilung für angewandte Wissenschaften der University of New South Wales in Australien, in Auftrag gegeben. Auch diese Erkenntnisse wurden der KI zur Verfügung gestellt – zusammen mit weiteren Daten zu den Vorlieben breiterer Bevölkerungsgruppen. Dadurch wurde es der KI ermöglicht, Vorlieben intuitiv handelnder Menschen in besonderem Maße zu berücksichtigen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der MindX Studie ist die Vorliebe für emotionale Erfahrungen. Um herauszufinden, welche Aspekte einer Werbung eine emotionale Reaktion hervorrufen, wurden Daten von Unruly zum emotionalen Faktor von Automobil-Anzeigen eingespeist. Dazu zählten eine Reihe von Anzeigen sowie die Reaktion von Zuschauern auf diese Anzeigen – wobei diese Reaktionen wiederum in verschiedene Kategorien unterteilt wurden. Auf dieser Datenbasis konnte die KI einen Zusammenhang zwischen den Objekten, Handlungen, Orten und anderen Parametern auf der einen Seite sowie der emotionalen Reaktion auf der anderen Seite herstellen – und damit die Fähigkeit entwickeln, beim Zuschauer des Werbefilms verschiedene Reaktionen hervorzurufen.

All diese Informationen wurden von der KI verarbeitet. Besonderer Wert wurde dabei auf Aspekte mit großer Übereinstimmung in unterschiedlichen Quellen gelegt – beispielsweise Faktoren, die häufig in preisgekrönter Werbung auftauchen, eine hohe emotionale Wirkung aufweisen und zudem mit den Markenrichtlinien übereinstimmen.

Das entstandene Skript besteht aus zwei Teilen: Während die Sequenz aus Objekten, Handlungen, Menschen und Orten die Basis für ein Drehbuch bilden, werden in einem gesonderten Bereich die zugrunde liegenden Erkenntnisse der KI aufgeführt, etwa die Vorliebe für einen begrenzten Redeanteil. Dieses „Erfolgskriterien“-Dokument liefert Einblicke dazu, was die KI mit dem Einfügen und Weglassen bestimmter Elemente erreichen wollte und was schließlich zu diesem einzigartigen Lexus ES Werbefilm geführt hat.

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