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Der LFA auf dem Nürburgring

Erfolgreicher Härtetest

Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Die Serienproduktion startet erst im Dezember, aber noch im Mai musste der LFA seinen letzten großen Härtetest bestehen. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring waren gleich zwei der schneeweißen und 560 PS starken Boliden am Start.

Lexus will dem Fahrwerk den letzten Schliff geben und stellt gleichzeitig die Zuverlässigkeit des Supersportwagens auf die härteste denkbare Probe. Aber es geht um noch mehr: Das Werksteam um Chef-Testingenieur Hiromu Naruse will erklärtermaßen gewinnen. Der Klassensieg in der SP8, den Fahrzeugen mit seriennahem Motor, ist das Ziel der sechs Fahrer aus Deutschland und Japan, die hinter dem Steuer der LFA sitzen.

Beim vorletzten Test im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, dem DMV 4-Stunden-Rennen, durften Armin Hahne, Jochen Krumbach und das japanische Nachwuchstalent Kazaya Ohshima schon mal den Siegerchampagner kosten und obendrein einen viel beachteten 17. Platz in der Gesamtwertung von 142 Fahrzeugen feiern. Doch wenn die Startflagge für den 24-stündigen Ritt über die legendäre Nordschleife und den Grand-Prix-Kurs fällt, zählt nur noch die Gegenwart.
Mit der Gelassenheit eines erfahrenen Racers, der als Renn- und Cheftestfahrer des Toyota-Konzerns in mehr als 40 Jahren schon alle Höhen und Tiefen des Motorsports erlebt hat, geht Hiromu Naruse das Projekt 24-Stunden-Rennen an.

Es ist bereits sein dritter Einsatz mit dem LFA beim Rennspektakel in der Eifel, das mehr als 100.000 Zuschauer live verfolgen. 2008 und 2009 waren für Naruse Lernjahre. In diesem Jahr hat er ein Fahrzeug dabei, das in den Grundzügen dem ab Ende des Jahres in die Produktion gehenden Serienmodells entspricht.

"Hier können wir unser Fahrzeug unter schwierigsten Bedingungen nochmals auf Herz und Nieren testen", sagt Naruse. Aber es ist mehr als ein Test. Beim härtesten Langstreckenrennen des Jahres geht es auch um eine Menge Prestige, schließlich sind fast alle namhaften Sportwagenmarken vertreten.

Die beiden LFA starten von den Plätzen 26 und 28 im Gesamtklassement. Schon bald haben sich beide weiter nach vorne gekämpft. Die Rundenzeiten liegen im Bereich der Spitzengruppe der reinrassigen Rennwagen. Der LFA mit der Startnummer 50 kommt bis auf Position 14 nach vorne. Das Schwesterauto erreicht Platz 18. Dann beginnen die besonderen Herausforderungen des Rennens. Bei Nummer 50 gibt es Probleme mit dem ABS. Während der Reparaturzeit fällt das Auto auf Platz 80 zurück. Bei Nummer 51 sind größere Arbeiten fällig. Der Vorderwagen ist ebenso lädiert wie das Getriebe. Erst gegen Rennende kommt der Wagen wieder ans Rollen. Anders bei Nummer 50. Das japanische Fahrerteam kämpft sich durchs Feld und beendet das Rennen schließlich auf dem 18. Platz im Gesamtklassement. Der angestrebte Klassensieg in der SP8 wird ebenfalls eingefahren. Ehrensache, zumal auch TMC-Präsident Akio Toyoda dem GAZOO-Racing-Team seine Aufwartung macht.

Hiromu Naruse ist zufrieden. "Das am Nürburgring eingesetzte Entwicklungs- und Ingenieursteam wird durch das grandiose Motorsporterlebnis beflügelt, wenn es darum geht, künftige Serienautos mit dieser Emotion und Leidenschaft zu kreieren", stellt er fest. Die Feuertaufe vor dem Produktionsstart des LFA hat das Auto jedenfalls bravurös bestanden und gleichzeitig das Potential des Motors und des Fahrzeugs unter Beweis gestellt.
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