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"Customer Fürst"

Renaissance des Landaulet: Offener LEXUS LS 600h für Albert II. von Monaco

Lexus_LS600hL Landaulet_Roof_V3

Die Zeiten, da königliche Hoheiten zur Hochzeit in Achtspännern von prächtigen weißen Rössern gezogen wurden, sind schon länger vorbei. Im Fürstentum Monaco hat man jetzt auch die klassischen Hochzeitskutschen der Neuzeit, die in Form von Luxus-Autos die Pferde ersetzten, ausrangiert. Fürst Albert und seine Braut Charlene Wittstock rollten am 2. Juli dieses Jahres in einem Hybridmodell mit der Zulassungsnummer 001-M durch ihren ebenso kleinen wie feinen Mittelmeerstaat.

Der Fürst ist ein Fan von emissionslosen Antrieben, elektrische Mobilität ist im lieb und auch die Zukunftstechnologien bis hin zur Brennstoffzelle sind ihm nicht unbekannt.
Folgerichtig fiel die Wahl der Hochzeitskutsche deshalb auf ein Hybridmodell, verbindet doch diese Technik die Tradition des Verbrennungsmotors mit den Vorzügen des elektrischen Antriebs. Weil er in einem Land ohne eigene Autoindustrie regiert und er folglich nicht aus Gründen der Staatsräson eine heimische Marke präferieren muss, fiel seine Wahl auf das Top-Modell unter den aktuell angebotenen Vollhybriden, den Lexus LS 600 h in der Langversion "L".

Lexus wiederum liefert für besondere Kunden auch besondere Autos, schließlich ist die Kundenzufriedenheit eine der Hauptantriebsfedern für das Unternehmen. Der Leitspruch "Customer First", der Kunde zuerst, wurde so schnell zu "Customer Fürst" und der Fürst wünschte mit seiner Braut in einem Landaulet dem Volk zuzuwinken. Nun ist ein solches Modell im Katalog von Lexus nicht verzeichnet. Auch andere Hersteller bieten diese Sonderform des Cabrios nicht mehr an, bei dem der Chauffeur unter einem festen Dach sitzt, während sich die Herrschaften im Fond den Wind um die Nase wehen lassen. Also wurde ein Einzelstück in Auftrag gegeben. Die Verwandlung der Limousine in ein Landaulet wurde vom renommierten belgischen Karossier Carat Duchatelet in enger Zusammenarbeit mit den Lexus Ingenieuren in Brüssel durchgeführt.

Die Techniker arbeiteten mehr als 2.000 Stunden an dieser Operation. Dabei wurde größter Wert darauf gelegt, dass das fertige Produkt die Qualitätsstandards und den technologischen Anspruch der Marke Lexus erfüllt und die Dynamik und die Sicherheit des LS 600h bewahrt.

Die größte Herausforderung des Umbaus, das transparente Dach selbst, kam am Hochzeitstag gar nicht zum Einsatz. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad Celsius wurden Fürst Albert und die neue Fürstin Charlene natürlich im offenen Auto vom Palast der Grimaldis zur kleinen Kirche St. Devot gefahren. Im geräumigen Fond des einmaligen Lexus Landaulets winkten die frisch Vermählten den jubelnden Monegassen zu.

Nur für den Fall das es regnen könnte, haben die Techniker einen ungeheuren Aufwand
betrieben, um das Fürstenpaar gleichermaßen trocken wie sichtbar zu kutschieren. Das abnehmbare Dach besteht aus einem Stück Polycarbonat, ist nur acht Millimeter dünn
und wiegt lediglich 26 Kilogramm. Es wird mit zwei Zwischenstücken an der Karosserie
des Lexus befestigt und hätte dem Fürsten und seiner Braut einen freien Blick nach
draußen und den Besuchern der Hochzeit einen ebenso freien Blick auf das Brautpaar
garantiert. Bei der Herstellung dieses abnehmbaren Dachteils arbeitete Lexus eng
mit einem renommierten Zulieferer der Flugzeug-Industrie zusammen, der sonst
beispielsweise die Windschutzscheiben von Hubschraubern oder die Pilotenkanzel von
Militärjets herstellt.

Vor der Produktion des Daches wurde eine Schablone aus Karbonfasern in Honigwabenstruktur gefertigt, um sicherzustellen, dass das Dach perfekt auf die Karosserie passen wird. Dabei wurden Fertigungstoleranzen von weniger als einem Millimeter vorgegeben und eingehalten. Diese extreme Präzision wurde durch den Einsatz von Fertigungsrobotern in einem automatisierten Prozess erzielt.

Alleine mit dem Wiederzusammenbau und der Qualitätskontrolle bei der finalen Verwandlung des LS 600h L in das einzigartige Hochzeits-Landaulet waren zehn Techniker und Lexus Ingenieure für mehr als zwei Wochen beschäftigt. Alles für diesen besonderen Moment.
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