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Aus dem Rheinland für eine emissionsfreie Mobilität in Europa

Wasserstoff-Initiative HyCologne feiert zehnjähriges Bestehen

10 Jahre HyCologne

Das Wichtigste in Kürze

  • Regionaler Verein fördert Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen
  • Bis zu 30 weitere Brennstoffzellenbusse im öffentlichen Nahverkehr geplant
  • Pfiffige Idee für den Klimaschutz

Köln. Die Initiative „HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland“ feiert Geburtstag: Seit mittlerweile zehn Jahren unterstützt der Verein aus Hürth bei Köln die emissionsfreie Mobilität – nicht nur in der Region, sondern in ganz Europa. Die wachsende Mitgliederzahl, aber auch die zunehmende Akzeptanz von Brennstoffzellenfahrzeugen und der Aufbau einer entsprechenden Wasserstoff-Infrastruktur zeugen von seinem Erfolg.

Ihren Ursprung findet die Initiative in einer fixen Idee für das Thema Klimaschutz: Warum sollte der als Nebenprodukt im örtlichen Chemiepark entstehende Wasserstoff ungenutzt bleiben? Drei Visionäre erkannten das Potenzial, wollten wirklich was bewegen und gründeten deshalb gemeinsam mit verschiedenen lokalen Unternehmen die Interessengemeinschaft, aus der 2007 HyCologne hervorging. Heute zählt der Verein 28 öffentliche und private Mitglieder, die sich unter anderem für null schädliche Emissionen im öffentlichen Nahverkehr einsetzen. „Uns war und ist es wichtig, in der Gesellschaft und bei den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft und Politik das Bewusstsein für die Bedeutung des Wasserstoffs als Energieträger zu schärfen“, erläuterte Boris Jermer, eines der Gründungsmitglieder und heutiger HyCologne-Projektleiter, im Rahmen der Jubiläumsfeier letzte Woche.

Dass das geglückt ist, zeigt sich im Rheinland unter anderem bei der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK): Seit 2011 sind in Hürth und Brühl zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse unterwegs. Neben dem emissionsfreien Betrieb überzeugen die Fahrzeuge gegenüber Elektroautos mit hohen Reichweiten und kurzen Betankungszeiten, sodass sie flexibler einsetzbar sind.

Doch bei den zwei Bussen bleibt es nicht. HyCologne ist zudem einer der Partner des EU-weiten Gemeinschaftsprojekts JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe): Unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von 32 Millionen Euro, fördert es den Einsatz wasserstoff-betriebener Brennstoffzellenbusse in verschiedenen deutschen Städten und Regionen. Allein im Rheinland sollen demnächst 30 weitere B-Busse zur Luftreinhaltung ihren Beitrag leisten, ehe ab 2030 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge in die Flotte des RVK dürfen. Zudem ist der Aufbau von zwei zusätzlichen Wasserstoff-Tankstellen geplant.

Toyota Deutschland gratuliert HyCologne zum zehnten Geburtstag und zum fortwährenden Engagement. Der japanische Automobilhersteller unterstützt als weltweiter Pionier den Einsatz von Brennstoffzellentechnik und setzt im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio selbst Brennstoffzellenbusse im öffentlichen Nahverkehr ein. Die ersten Fahrzeuge des sogenannten Toyota FC Bus wurden vor rund einem Monat an die Verkehrsbehörde der Metropolregierung Tokios übergeben. Mit der Familienlimousine Mirai (Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) bietet Toyota zudem auch in Deutschland bereits ein Brennstoffzellenfahrzeug an, das wie die Busse während der Fahrt weder CO2 noch andere Schadstoffe ausstößt. Als Emission entsteht lediglich Wasserdampf.

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