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ZWEI PODIUMSPLÄTZE IN CHINA FÜR TOYOTA GAZOO RACING

ZWEI PODIUMSPLÄTZE IN CHINA FÜR TOYOTA GAZOO RACING - 2016 Shanghai Sunday 8
TOYOTA GAZOO Racing erzielte beim Sechs-Stunden-Rennen von Shanghai weitere Podiumsplätze indem das Team beim vorletzten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2016 die Plätze zwei und drei belegte.

Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi im TS050 HYBRID mit der Startnummer sechs zeigten nach zwei Reifenpannen eine beeindruckende Aufholjagd zum vierten Podiumsplatz in Folge.

Mit dem heutigen Rennergebnis ist die Titelentscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft auf das Saisonfinale in Bahrain am 19. November vertagt, denn der Rückstand auf die führende Mannschaft des Porsche mit der Startnummer zwei verringerte sich auf 17 WM-Punkte – bei 26 noch erreichbaren Zählern.

Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima kamen im TS050 HYBRID #5 als Dritte ins Ziel und errangen damit ihren ersten Podiumsplatz in dieser Saison. Damit blieb die Entscheidung um den zweiten Platz in der Markenwertung weiter offen. TOYOTA liegt nun nur noch 15 WM-Punkte – bei 44 noch zu vergebenden Zählern – hinter Audi zurück.

Sébastien nahm – bei bestem Wetter – am Steuer von Fahrzeug #5 erstmals in dieser Saison ein Rennen aus der ersten Startreihe in Angriff und führte den WM-Lauf vor den Toren Shanghais kurzzeitig an, fiel dann aber auf den fünften Platz zurück. Mike lag mit der #6 auf Platz vier.

Ein ungeplanter Boxenstopp des Audi #8 nach etwa 90 Minuten Renndauer beförderte die #6 auf den dritten Platz, gefolgt vom Schwesterauto. Beide TS050 HYBRID machten dabei Druck auf die Spitze.

Dabei blieb es während der nächsten zweieinhalb Stunden und jeweils zwei Fahrerwechseln, bis Kamui einen Angriff auf den Porsche #2 startete, aus dem über drei Runden hinweg ein spannendes Duell entbrannte. Letztlich übernahm er die zweite Position.

Bei annähernd Rennhälfte wiederholte sich dieser Vorgang mit einem Angriff des Schwesterautos, Sébastien übernahm Rang drei vom Porsche #2. Allerdings verlor die #5 die Position bei den programmierten Boxenstopps wieder.
Ein Reifenschaden der #6 hinten links und der dadurch erforderliche außerplanmäßige Boxenstopp würfelte die Postionen an der Spitze noch einmal durcheinander. Nun lag die #5 auf Platz drei mit Mike dahinter auf P4.

Weiteres Pech dann rund 80 Minuten vor Rennende: Ein erneuter Reifenschaden ereilt die #6, macht noch einen unplanmäßigen Stopp unumgänglich. Nun ist alles taktieren ad acta gelegt, Kamui beginnt eine sehenswerte Aufholjagd, die ihn zunächst an der #5 vorbei führt und – 45 Minuten vor Rennende – in der Folge auf P2 befördert, vorbei an der #2.

Bei den letzten Serie von Boxenstopps sämtlicher Teams geht die Taktik der #5 auf, Anthony ist nun Dritter. Der vor ihm liegende Kamui kommt, nachdem die beiden Reifenschäden viel Zeit gekostet hatten, bedauerlicherweise nicht mehr an den Führenden heran.
Kamui sieht die schwarz-weiß-karierte Flagge im Abendrot auf P2, unüberwindbare 59,785 Sekunden hinter der siegreichen #1, was Porsche den vorzeitigen Gewinn der Marken-Weltmeisterschaft bescherte. Mit 6,253 Sekunden Rückstand auf den Teamkollegen überquert Anthony die Ziellinie als Dritter, womit erstmals seit dem WM-Lauf an gleicher Stelle vor zwei Jahren TOYOTA beide Mannschaften auf Podiumsplätzen feiern konnte.

Toshio Sato, Team President: „Meinen Glückwunsch an Porsche zum Gewinn der Marken-Weltmeisterschaft, diesen Titel erfolgreich zu verteidigen ist eine großartige Leistung. Wir sind sehr zufrieden unsere beiden Autos erstmals in dieser Saison auf Podiumsplätzen ins Ziel gebracht zu haben, allem Pech zum Trotz. Wie schon in den drei letzten Rennen war es auch diesmal ein spannender Kampf an der Spitze und alle drei LMP1-Hersteller lagen dicht beieinander. Das zeigt, auf welchem Niveau in der WEC gearbeitet wird und ich denke, dass die zahlreichen Fans hier auf den Tribünen viel Spaß hatten. Uns bleibt nur wenig Zeit uns auf das letzten Rennen in Bahrain vorzubereiten, wir gehen davon aus auch dort konkurrenzfähig zu sein. Wir wollen erneut eine starke Leistung zeigen und abermals um den Sieg kämpfen.“

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
Rennen: P3, 195 Runden, sechs Boxenstopps. Startplatz: P2. Schnellste Rennrunde: 1.46,791 Minute.

Anthony Davidson: „Wir hatten in dieser Saison nicht sonderlich viel Glück, umso schöner ist es, endlich wieder auf dem Podium zu stehen. Es war ein hartes Rennen mit vielen Überrundungen und unglaublich viel Reifenabrieb auf der Strecke. Unser Ziel war es vor der #2 ins Ziel zu kommen und das geschafft zu haben ist großartig. Es zeigt aber auch, welche Fortschritte das Team seit unserem letzten Podiumsplatz 2015 in Silverstone gemacht hat. Beide Autos auf Podiumsplätzen ins Ziel zu bringen, ist eine großartige Leistung.”

Sébastien Buemi: „Es war eine schwierige Saison für unsere Mannschaft, umso mehr genießen wir den Podiumsplatz. Wir waren zuversichtlich, dass wir konkurrenzfähig sein würden, und das bewahrheitete sich auch. Leider waren wir nicht ganz so schnell wie die #1. Ein Dank an das Team für all die harte Arbeit die #5 wieder auf einen Podiumsplatz zu befördern, ich bin sehr glücklich. Jetzt freuen wir uns bereits auf Bahrain, dort wollen wir am liebsten gleich wieder aufs Podium klettern.”

Kazuki Nakajima: „Ich freue mich für alle, die an der #5 arbeiteten, dass wir dieses Ergebnis erringen konnten. Alle haben unheimlich hart gearbeitet, damit wir drei auf dem Podium stehen können, allem Pech dieser Saison zum Trotz, also ein dickes Dankeschön an das gesamte Team. Ich hoffe, dass das für unser Auto ein Wendepunkt ist. Für mich war es ein schwieriges Rennen, aber meine Teamkollegen waren toll und es ist schön, dass wir noch dazu unserem Schwesterauto dienlich sein konnten, indem wir vor dem zweiten Porsche ins Ziel kamen.”

TS050 HYBRID #6 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi)
Rennen: P2, 195 Runden, sieben Boxenstopps. Startplatz: P4. Schnellste Rennrunde: 1.46,822 Minute.

Stéphane Sarrazin: „Das war ein gutes Rennen für uns, auch wenn es nicht wie in Fuji zum Sieg gereicht hat. Wir waren aber über das Wochenende hinweg recht stark und konnten aufzeigen, dass unser Auto sehr schnell ist. Die Reifenschaden waren Pech. Wer weiß, was sonst möglich gewesen wäre, aber ich bin trotzdem happy. Wir haben noch immer Titelchancen, auch wenn 17 Punkte aufzuholen nicht leicht sein wird, aber unser Auto ist schnell und wir werden weiterhin angreifen. ”

Mike Conway: „Alles in allem war es ein positiver Tag für uns und es ist schön, wieder einmal auf dem Podium zu stehen. Zwei Reifenschäden zu erleiden war zwar bedauerlich, aber das Team leistete auch da großartige Arbeit. Alle gaben sich Mühe und gemeinsam holten wir das Machbare aus diesem Rennen. Wir attackierten bis zum Schluss, also geht mein Dank an alle im Team. Ich freue mich auch die Jungs der #5 auf dem Podium zu sehen, das ist großartig für sie und für das gesamte Te
am.”

Kamui Kobayashi: „Ich bin sehr glücklich mit unserem Rennen, bedenkt man die Umstände. Das war eine starke Aufholjagd. Unser Auto war schnell und wir kamen recht gut durch den Überrundungsverkehr. Schön, dass der andere TOYOTA es auch auf das Podium geschafft hat, das Team hat sich dieses Resultat redlich verdient, denn wir haben über die gesamte Saison hinweg sehr hart an Verbesserungen gearbeitet und können nun das Jahr in einem Hoch zu Ende bringen.”

Ergebnis Sechs Stunden von Shanghai:
1.#1 Porsche (Bernhard/Webber/Hartley)195 Runden
2.#5 TOYOTA GAZOO Racing+59,785 Sekunden
3.#6 TOYOTA GAZOO Racing+1.06,038 Sekunden
4.#2 Porsche (Dumas/Jani/Lieb)+1.40,855 Sekunden
5.#8 Audi (di Grassi/Duval/Jarvis)3 Runden zurück
6.#7 Audi (Fässler/Lotterer/Tréluyer)14 Runden zurück
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