Lade

Bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Toyota Gazoo Racing zum Abschluss auf dem Podium

tjm1521no251.jpg
TOYOTA GAZOO Racing kehrte bei den Sechs Stunden von Bahrain, dem letzten Rennen der diesjährigen FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft, aufs Podium zurück.

Ein emotional aufgeladenes Ergebnis sah Alex Wurz mit dem TS040 HYBRID Startnummer 2 in seinem letzten Auftritt als professioneller Rennfahrer als Dritten auf dem Podest, welches er mit Stéphane Sarrazin und Mike Conway teilte.

Nicht nur markierte dieses Resultat den ersten Podiumsplatz für das Team seit dem Saisonauftakt in Silverstone, es war zugleich Alex‘ zwölfter Podestplatz in 28 Rennen für TOYOTA, von denen er fünf gewinnen konnte.

Der TS040 HYBRID stellte erneut seine Zuverlässigkeit unter Beweis, auch profitierte das Team davon, dass mehrere Rivalen in der Hitze von Bahrain mit Problemen zu kämpfen hatten. Der zweite Wagen, die Startnummer 1 mit Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, erreichte einen starken vierten Platz.

Das Rennen begann bei strahlendem Sonnenschein und Sébastien etablierte sich zunächst auf Rang fünf, während Alex in seinem letzten Rennen als sechster folgte. Beide Fahrzeuge gewannen je einen Rang, als der Porsche mit der Nummer 17 nach einer Stunde für eine neunminütige Reparatur an die Box musste.

Noch dramatischer wurde es nach zweieinhalb Stunden, als Kazuki mit einem LMP2-Fahrzeug Kontakt hatte. Wegen des dadurch notwendigen Tausches einiger Teile an der Front des Wagens, fiel die Nummer 1 hinter das Schwesterauto zurück.

Kurz vor Halbzeit wurde beim Audi mit der Nummer 8 eine 15-minütige Reparatur notwendig, die Wagen Nummer 2 auf Podiumskurs brachte, dicht gefolgt von der Nummer 1.

Trotz des dichten Verkehrs auf der Piste und jeder Menge Zwischenfälle, konnten beide TS040 HYBRID ihr hohes Tempo halten, wobei die Nummer 1 den Druck auf das Schwesterauto immer weiter erhöhte und die Fahrer sich untereinander einen tollen Kampf für ein starkes Resultat zum Saisonende lieferten.

Die beiden TOYOTA setzten sich schließlich auf den Rängen drei und vier fest, fuhren während der beiden letzten Stunden konstante Rundenzeiten und überquerten am Ende beinahe gemeinsam die Ziellinie, getrennt nur durch 1,177 Sekunden, nach einem Rennen, das der Porsche mit der Startnummer 18 für sich entscheiden konnte.

Nach spannenden sechs Stunden sicherten sich Brendon Hartley, Mark Webber und Timo Bernhard im Porsche Nummer 17 den Weltmeistertitel und lösten damit Anthony und Sébastien ab, die sich die Krone in Bahrain vor Jahresfrist geholt hatten.

TOYOTA beendete die Saison als Dritter der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Anthony und Sébastien wurden fünfte der Fahrerwertung, wobei sie ebensoviele Punkte erzielten wie das sechstplatzierte Team Nummer zwei, aufgrund mehr erzielter vierter Plätze aber die Nase vorn haben. Kazuki, der wegen einer Verletzung nicht in Spa antreten konnte, wurde siebter der Wertung.

Mit dem heutigen Rennen endet die Ära des TS040 HYBRID. Der Wagen nahm über zwei Saisons an 16 Rennen teil, siegte fünfmal und erzielte insgesamt 14 Podiumsplätze – die meisten davon in der Doppelweltmeistersaison 2014.

2016 wird der Wagen von einem neuen Auto abgelöst. Die Tests beginnen Anfang des Jahres, noch vor der offiziellen Vorstellung beim Prolog-Test im März auf dem Circuit Paul Ricard.

Toshio Sato, Team President: “Es war fantastisch, endlich wieder um das Podium zu kämpfen – ein schönes Erlebnis, um eine schwierige Saison abzuschließen und eine zusätzliche Motivation für den Winter. Nächstes Jahr wollen wir wieder bei jedem Rennen vorne dabei sein. Das ist die Erwartung für 2016 und schon jetzt arbeitet jeder im Team hart dafür. Es war ein besonderes Rennen, weil es Alex’ letztes war und ich freue mich sehr, dass er seine Karriere auf so positive Weise beenden konnte. Noch einmal möchte ich mich bei ihm für seine großartige Mitarbeit bedanken. Die ganze Zeit verhielt er sich unglaublich professionell, bis zum letzten Rennen, was nur zeigt, wie talentiert er ist. Danke auch ans Team, dessen perfekte Arbeit diesen schönen Lohn einbrachte. Aber ich möchte auch Brendon, Mark und Timo herzlich zum Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft gratulieren. Sie fuhren eine starke Saison und haben es sich verdient, diesen Moment zu genießen.“


TS040 HYBRID #1 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
Rennen: P4, 196 Runden, sechs Boxenstopps. Startplatz 5. Schnellste Runde: 1:44,314 Minute

Anthony Davidson: “Es ist schön für das Team am Ende noch einmal ein Podium zu erreichen, dies ist der Lohn für all die harte Arbeit während der Saison. Danke ans Team, das dieses Jahr wirklich alles gegeben hat. Besonders schön war es, Alex in seinem letzten Rennen da oben zu sehen – Hut ab für einen fantastischen Job. Wir haben heute alles versucht, aber es hat nicht ganz gereicht.“

Sébastien Buemi: “Wagen Nummer 2 hat einen tollen Job gemacht. Für uns war es ein frustrierendes Rennen. Wir glaubten, dass wir es aufs Podium schaffen würden, wir waren auch schnell genug, aber am Ende hat es nicht gereicht. Ich freue mich für Alex, dass er in seinem letzten Rennen aufs Podest gefahren ist. Für das Team ist das sehr motivierend und wir werden nächstes Jahr stärker zurückkommen.“

Kazuki Nakajima: “Mein erster Stint war schwierig, weil ich mit einem LMP2-Fahrzeug kollidierte, was uns letztendlich das Podium gekostet hat. Ich freue mich aber, dass ich in meinem zweiten Stint umso mehr fighten konnte, das hat viel Spaß gemacht. Ich muss dem Team für all die harte Arbeit in diesem Jahr danken. Ich bin wirklich glücklich für das Team wegen des Podestplatzes, ganz besonders aber freue ich mich für Alex. Es war ein schweres Jahr, aber wir werden wieder angreifen.“

TS040 HYBRID #2 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
Rennen: P3, 196 Runden, sechs Boxenstopps. Startplatz 5. Schnellste Runde: 1,44:793 Minute

Alex Wurz: “In meinem letzten Rennen hatte ich ein bisschen Glück, dass die anderen technische Probleme bekamen, während unser Auto fehlerfrei lief und uns den dritten Platz einbrachte. Mit unserem Schwesterauto trugen wir einen harten Kampf aus, der am Ende ganz eng war. Ich freue mich sehr fürs Team, das die Belohnung für so viel harte Arbeit erhielt. Glückwunsch an Porsche für den wohlverdienten Gewinn der Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaft. Sie haben das Niveau dieses Jahr angehoben und ich hoffe, TOYOTA wird wieder angreifen. Hier war für einige Jahre mein Zuhause und sie sollen sich nur ja nicht unterkriegen lassen. Die Arbeit beginnt jetzt.“

Stéphane Sarrazin: “Heute hatten wir ein bisschen Glück, dass wir auf das Podium kamen, aber es hat Spaß gemacht darum zu kämpfen und es ist ein tolles Ergebnis für das Team. Wir haben nie aufgesteckt, jeder hat alles gegeben – die Mechaniker, die Ingenieure und die Fahrer. Wir haben jede Menge Arbeit über den Winter um uns zu verbessern und wir werden wieder voll da sein. Vielen Dank an Alex für all die Jahre, die wir als Teamkollegen miteinander hatten. Es war so cool, mit ihm das Auto zu teilen. Ich habe eine Menge gelernt uns es genossen. Er war ein großartiger Teamkollege und ich bin glücklich, das Podium mit ihm zu teilen.“

Mike Conway: “Es ist natürlich fabelhaft auf dem Podest zu stehen und Alex eine Trophäe mit in den Ruhestand zu geben. Der Kampf mit dem Schwesterfahrzeug war hart. Es hat Spaß gemacht und es ist schön, am Ende die Nase vorn zu haben. Aber wir mussten alles geben, denn es war sehr, sehr eng. Alex und Stéph haben einen tollen Job gemacht. Es ist großartig, sie Saison auf diese Weise zu beenden. Das motiviert uns fürs nächste Jahr, wenn wir hoffentlich viel öfter dort oben stehen werden. Ich freue mich drauf.“
Download | 2,60 MB