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Podium-Comeback für TOYOTA GAZOO Racing

Podium-Comeback für TOYOTA GAZOO Racing
Für TOYOTA GAZOO Racing endete das Sechs-Stunden-Rennen von Mexiko, dem fünften Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2016, mit einem Podiumsplatz.


Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi gelang im TS050 HYBRID mit der Startnummer sechs trotz eines Testunfalls am Donnerstagmorgen, weswegen das Trio bei den ersten beiden freien Trainings am Nachmittag zuschauen musste, ein dritter Platz – und damit der zweite Tabellenrang in der Fahrerwertung.

Leider sah nur einer der beiden TS050 HYBRID das Ziel, die #5 mit Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima war zwar ebenfalls auf Kurs für eine Podiumsplatzierung, doch ein Schaden an der Elektrik des Antriebsstrangs sorgte für einen Ausfall.

Das Rennen auf dem 4,304 Kilometer kurzen Autodromo Hermanos Rodrigues, der kürzesten Rennstrecke des WEC-Kalenders, erwies sich für die LMP1-Piloten wegen der ständigen Überrundungen langsamerer Fahrzeuge als anstrengend, was aber für jede Menge Action sorgte – und auch für einige Kollisionen.

Nach 90 Minuten Fahrzeit wurde Mike – am Steuer der #6 – in eine solche Kollision mit einem LMP2-Fahrzeug verwickelt, wofür er eine Durchfahrtsstrafe kassierte, die rund 20 Sekunden kostete. Beschädigt wurde bei dem Zwischenfall jedoch nichts.

Die nächste Hiobsbotschaft kam nur Minuten später von der #5: Ein Elektrikschaden zwang Kazuki die Boxen zwecks Reparatur aufzusuchen. Allerdings erwies es sich als zu aufwändig den Schaden zu reparieren, das Fahrzeug musste aus dem Rennen genommen werden.

Kurz nach der Rennhälfte nahm das ohnehin spannende Rennen mit einsetzendem Regen dramatische Züge an. Stéphane brachte den TS050 HYBRID #6 – auf zunehmend rutschiger Strecke und auf Platz vier liegend – zum Wechsel auf Regenreifen an die Box.

In einem von vielen Positionswechseln bereicherten Rennen lag die #6 dann auf dem dritten Rang, musste sich jedoch dem mit Hybrid Intermediate-Reifen bestückten Audi #7 beugen. Stéphane zeigte allerdings eine starke Leistung im Duell mit dem Porsche #2, den er einmal vor und einmal nach seinem Wechsel auf Slickreifen hinter sich ließ.

Bald darauf ging die #6 auch am Audi #7 vorbei und hielt Platz zwei bis zum geplanten letzten Boxenstopp. Hierbei wurden – mit Rücksicht auf den zu erwartenden Schauer gegen Rennende – für die letzten Rennrunden Hybrid Intermediate-Reifen montiert.

Stéphane blieb am Steuer der #6 und brachte das Auto sicher ins Ziel, nur 8,267 Sekunden hinter dem zweitplatzierten Audi #7 und in derselben Runde wie der siegreiche Porsche #1.

In zwei Wochen wird TOYOTA GAZOO Racing schon wieder in Aktion sein, denn der WEC-Tross zieht nun gen Norden nach Austin weiter. Dort findet am Samstag, dem 17. September, das Sechs-Stunden-Rennen vom Circuit of the Americas statt, dem sechsten von neun Saisonläufen.

Toshio Sato, Team President: „Das war für uns eine hürdenreiche Woche hier in Mexiko, doch das Team gab nie auf und dieses Ergebnis ist hochverdient. Schade, dass die #5 in Probleme geriet, sie wären zum Rennende hin bestimmt auch stark gewesen. Alle haben unheimlich hart auf eine Verbesserung unserer neuen Variante mit erhöhtem Abtrieb hingearbeitet und das Team leistete dabei großartige Arbeit. Ich bin sehr zufrieden, dass wir vor den mexikanischen Fans und unseren Kollegen von Toyota Mexiko, die uns ganz besonders unterstützt haben, eine so gute Leistung abrufen konnten. Wir konnten uns über die Woche hinweg konstant verbessern und unser Ziel ist es nun, das wir uns in Austin weiter steigern, so dass wir erneut vorn mitkämpfen können.“

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
Rennen: Ausfall, 62 Runden, zwei Boxenstopps. Startplatz: P5. Schnellste Rennrunde: 1.26,767 Minute.

Sébastien Buemi: „Glückwunsch an die Jungs der #6 zum Podiumsplatz und Platz zwei in der WM, was ziemlich eindrucksvoll ist. Von unserem Rennen bin ich dagegen enttäuscht, obwohl ich einen konkurrenzfähigen ersten Stint hatte. Wir hatten eine gute Pace und ich konnte den Audi und Porsche dichtauf folgen. Schön, dass dem Team ein Podiumsplatz gelang, aber jetzt konzentrieren wir uns auf Austin.”

Kazuki Nakajima: „Ein schwieriger Tag für uns, aber ein gutes Resultat für die #6, die dem Team ein Podiumsplatz einfuhr. Ich freue mich für die Jungs und auch darüber, wie konkurrenzfähig das Auto doch war. Das Rennen war spannend, aber zu Fahren ist mir doch lieber als zuzuschauen. Schade, dass wir nicht ins Ziel kamen, denn zu Anfang waren wir recht flott.”

TS050 HYBRID #6 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi)
Rennen: P3, 230 Runden, sieben Boxenstopps. Startplatz: P6. Schnellste Rennrunde: 1.26,083 Minute.

Stéphane Sarrazin: „Ich war wegen des Unfalls am Donnerstag wirklich frustriert, denn so etwas sieht mir nicht ähnlich. Doch die Mechaniker leisteten großartige Arbeit, arbeiteten die Nacht durch um das Auto zu reparieren. Wir geben alle unser Bestes, aber manchmal beginnt eine Veranstaltung eben mit Widrigkeiten. Doch wir bringen immer eine positive Wendung rein. Als ich wieder im Auto saß, musste ich viel an die Mechaniker denken, das motivierte mich enorm. Ich fühlte mich wieder wohl im Auto und mit Mike, Kamui und unseren Ingenieuren bilden wir eine tolle Einheit. Auf dem Podium zu stehen und Zweite in der WM zu sein, das ist umwerfend.”

Mike Conway: „Hier ein Podiumsplatz zu erringen ist fantastisch. Zu Beginn schien es schwierig zu werden, doch mein Stint verlief gut – bis ich eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt bekam. Doch die Pace wurde immer besser, wir konnten mit den Reifen sogar doppelte Stints fahren, was uns Vorteile brachte. Stéphane leistete gute Arbeit und sobald die Strecke abtrocknete, wurde er immer schneller. Lange Zeit sah es so aus, als könnten wir Zweite werden, was großartig gewesen wäre. Doch der Regen kam für uns ein wenig zu spät. Aber sämtlicher Lob geht an die Mechaniker, dass das Auto bis ins Ziel hielt. Großes Lob. Das war großartige Teamarbeit.”

Kamui Kobayashi: „Das hatten wir nicht erwartet. Diese Woche war für uns wirklich nicht einfach. Am Ende auf dem Podium zu stehen ist für das Team einfach großartig. Die Mechaniker hatten eine wirklich harte Woche, ich denke die haben sich das verdient, so wie das Team insgesamt. Auf dem Podium zu stehen und ihre Reaktion zu sehen, das hat Spaß gemacht. Nach dem Qualifying hätte niemand erwartet, dass wir um Platz zwei kämpfen würden, umso erfreute bin ich über den Ausgang.”


Ergebnis 6h Mexiko:
1. #1 Porsche (Bernhard/Webber/Hartley) 230 Runden
2. #7 Audi (Fässler/Lotterer/Tréluyer +1.01,442 Minute
3. #6 TOYOTA GAZOO Racing +1.09,709 Minute
4. #2 Porsche (Dumas/Jani/Lieb) +1.30,004 Minute
5. #13 Rebellion (Tuscher/Kraihamer/Imperatori +12 Runden
6. #43 RGR (Gonzalez/Alburquerque/Senna) +20 Runden
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