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Zu Besuch im Zukunftshaus

Matthias Horx steht auf Hybrid

Matthias Horx steht auf Hybrid

Vor der Garage von Zukunftsforscher Matthias Horx in Wien steht ein LEXUS RX 450h.
Die Doppelgarage des Anwesens ist derzeit belegt. Neben einem kleinen Elektroauto parkt
dort ein Plug-in-Hybrid der LEXUS Mutter Toyota.

Horx testet gerade, wie weit er allein mit dem E-Antrieb kommt. In die Innenstadt reicht es immer mit der gespeicherten Kraft der Batterie. Auf dem Rückweg zum Anwesen in den Hügeln am Stadtrand zieht der Verbrennungsmotor kräftig mit.

Den Plug-in-Hybrid kann man noch nicht kaufen. Matthias Horx will aber heute schon so zukunftsorientiert wie möglich fahren und hat sich deshalb für den LEXUS RX 450 h entschieden. Der Allradantrieb hilft im winterlichen Österreich auf dem Weg ins Skigebiet und auch mit diesem Fahrzeug kommt er fast rein elektrisch in die Stadt. Das eigentliche E-Auto in der Garage ist ein reines Stadtmobil und als solches nicht alltagstauglich, weil ihm die Reichweite für längere Fahrten fehlt.

In einer gut vernetzten Mobilität der Zukunft, mit besseren Batteriesystemen oder Wasserstofftankstellen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge, würde Horx nur elektrisch fahren. "Der Hybrid ist ein guter Schritt in diese Richtung", sagt der Forscher. Tatsächlich sind die Vollhybridantriebe im Konzern so ausgelegt, dass sie auch als reines E-Mobil funktionieren würden. Die Architektur mit dem Planetengetriebe als Leistungsverzweigung funktioniert auch ohne den Verbrennungsmotor. Schon bei der Konzeption des ersten Hybridmodells wurde diese Option eingeplant.

Selbst ein Brennstoffzellenfahrzeug ist letztlich ein Hybrid und baut auf der gleichen Grundidee auf. Leistung, die während des Bremsens oder Rollens zurückgewonnen werden kann, wird in einer Batterie gespeichert und steht zum Beschleunigen zur Verfügung. Das funktioniert auch bei einem reinen Elektrofahrzeug,weil die Motoren im Schiebebetrieb als Generator agieren und die Batterie laden.

Matthias Horx beschäftigt sich beruflich mit der Akzeptanz neuer Technologien und sagt Tops oder Flops mit wissenschaftlicher Logik voraus. Dem Elektroauto prophezeit er den Durchbruch, wenn der Ölpreis auf über 200 Dollar für das Fass steigt. Dann werden gesellschaftliche Widerstände überwunden und die Entwickler können Batteriesysteme vorstellen, deren Kapazität auch für längere Strecken ausreicht. Bis dahin fährt Horx Hybrid und damit jeden Tag ein bisschen elektrisch.
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