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Lexus bereitet sich auf Motorsport Engagement in Europa vor

Zwei RC F GT3 im Renneinsatz auf dem Nürbugring

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Basis bildet das Hochleistungs-Sportcoupé RC F
  • Erste Testläufe mit Farnbacher Racing und Emil Frey Racing in Zusammenarbeit mit Ring Racing
  • Testeinsätze auch in der Protypen Klasse SPX
Köln, 23. April 2015. Auf Japans Rennstrecken ist Lexus in der Super GT500 Serie bereits seit einigen Jahren erfolgreich unterwegs. Jetzt bereitet sich die Premium Marke auf ihr Engagement im GT3 Rennsport in Europa vor.

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte Lexus das RC F GT3 Konzept, das einen möglichen Einstieg in den GT3 Rennsport signalisierte. Mit 4.705 mm Länge, 2.000 mm Breite, 1.270 mm Höhe und einem 2.730mm Radstand ist der RC F GT3 breiter und niedriger als die Straßenversion des RC F. Der modifizierte V8 Antrieb aus dem RC F leistet im GT3 rund 540 PS.

Als konsequente Weiterentwicklung werden nun zwei Fahrzeuge, die von Toyota Technocraft (TTC) und Toyota Racing Development (TRD) entwickelt wurden und grundsätzlich dem FIA GT3 Reglement entsprechen, im Rennsport eingesetzt.

Die beiden Lexus RC F GT3 befinden sich in der Entwicklungsphase. Noch fehlt ihnen eine FIA Homologation und die zulässige BOP (Balance of Performance). Auf der Rennstrecke sollen beide Daten zur Weiterentwicklung sammeln. Eingesetzt werden die Boliden von den beiden privaten Rennteams Farnbacher Racing sowie Emil Frey Racing in Zusammenarbeit mit Ring Racing. Die Fahrzeuge werden neben diversen Testeinsätzen in der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring in der Prototypen Klasse SPX an den Start gehen. Für die beiden Teams geht es bei den ersten Rennen in 2015 in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu vermeiden, eine Standortbestimmung vorzunehmen und die Zielflagge zu sehen.

Ziel aller Tests ist die FIA Homologation. Mittelfristig soll das Fahrzeug zu einem konkurrenzfähigen Mitstreiter auf dem internationalen Parkett der GT3 Meisterschaften weiterentwickelt sowie die dazugehörenden Einsätze in noch zu bestimmenden Rennserien geplant werden. Zudem wird die Möglichkeit zur Herstellung von weiteren Fahrzeugen für Kundenteams ermittelt.

Ring Racing
Die Firma Ring Racing, ist seit über 15 Jahren auf den Aufbau und den Einsatz von Rennfahrzeugen spezialisiert. Mit Sitz in Boxberg (Nähe Kelberg) nutzt Ring Racing den Standortvorteil der unmittelbaren Nähe zum Nürburgring und der legendären Nordschleife.
Durch den eigenen angeschlossenen Spezialmaschinenbau ist Ring Racing in der Lage, fast sämtliche Teile, die zum Aufbau von Rennfahrzeugen benötigt werden, selbst herzustellen.
Ring Racing hat mit seinem Mechaniker Team eine Riesenerfahrung in unterschiedlichen Rennklassen an Rennveranstaltungen, wie z.B. VLN, RCN oder 24h an der Nürburgring Nordschleife gesammelt.
Höhepunkte als Einsatzteam sind die Klassensiege 2012, 2013, 2014 an den 24h Rennen auf der Nordschleife mit dem Toyota Swiss Racing Team und ihren Toyota GT86, welche durch Ring Racing vorbereitet und eingesetzt werden.

Farnbacher Racing
Das deutsche Rennteam Farnbacher Racing wurde 1992 von den Brüdern Horst und Hermann Farnbacher gegründet. Nach Einsätzen in kleineren Rennserien folgte der Einstieg in den Porsche Carrera Cup, sowie den Porsche Supercup. In beiden Serien konnte das Team viele Siege und Titel einfahren. Im Lauf der Jahre kamen Teilnahmen am 24h Rennen in Daytona, Le Mans und am Nürburgring hinzu, wobei sich das Team in Daytona und am Nürburgring jeweils den Klassensieg sicherte. Zuletzt war Farnbacher Racing erfolgreich in der ADAC GT Masters unterwegs und holte 2013 gemeinsam mit Christina Nielsen den Titel in der Gentlemen-Wertung.

Emil Frey Racing
Bereits Emil Frey betrieb Rennsport und war auf der internationalen Bühne der Motorradrennfahrer zu Hause. Später wurde die Emil Frey Rennabteilung gegründet, sie existierte von Ende der 60er- bis in die 80er- Jahre. Sie begann mit dem Tuning am MINI Cooper S und übernahm später die Aufgabe, Toyota Touren- und Rennwagen zu tunen. Bei der Markenweltmeisterschaft setzte sie einen Chevron 21 ein, auch Formel 3 sowie ein Formel 2 Fahrzeug. Sie konnte einige Male den Schweizermeistertitel mit Triumph Dolomite, Toyota Celica gewinnen sowie andere gute Resultate im internationalen Motorsport erzielen. Ende 2010 wurde entschieden, dass dem einst legendären Emil Frey Racing Team neuer Glanz verliehen wird. An die Erfolge von Walter Frey in den 60er- und 70er-Jahren soll nun mit der Wiederbelebung des Teams angeknüpft werden. Das Team verfügt heute über die Kompetenz und Erfahrung FIA GT3 Fahrzeuge selber zu entwickeln, zu bauen und einzusetzen.

Die Fahrer

Markus Oestreich (51), Emil Frey Racing/Ring Racing
Größte Erfolge : 1986: Gesamtsieger 24 Stunden Nürburgring, 1990: Gesamtsieger 24 Stunden von Spa, 1990 bis 2014: VLN auf diversen Fahrzeugen, sechs Gesamt-, 20 Gruppen- und 40 Klassensiege.

Jordan Tresson (26), Emil Frey Racing/Ring Racing
Größte Erfolge: 2010 Europäische GT4: vierter Gesamtplatz, 24h Rennen in Spa: GT4 Klassensieg, 2013 VLN: Lexus Team mit dem IS F CCS-R: einige Klassensiege in der SP8 Klasse und diverse Podiumsplätze.

Lorenz Frey (25), Emil Frey Racing/Ring Racing
Rennerfahrungen mit GT-Fahrzeugen (Aston Martin, Lotus), Renntourenwagen (Toyota Procar, Mitsubishi Evo, Subaru WRX STI) und auch im Schweizer Suzuki Grand Prix.

Dominik Farnbacher (30), Farnbacher Racing
Größte Erfolge: 2010: Klassensieg bei 24h Nürburgring und Gesamtzweiter, 2011: Klassensieg 24h Nürburgring, Poleposition und schnellste Rennrunde, 2012-2014: Werksfahrer for SRT/Dodge. Tudor United Sportscar Team Champion im 2014

Mario Farnbacher (22), Farnbacher Racing
Größte Erfolge: Diverse Klassensiege und Podiumsplätze in der ADAC GT Masters Serie und in der ALMS
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