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Die heiße Art des Karussellfahrens

Donut-Demo in Goodwood

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Jedes Kind weiß: Karussellfahren macht Spaß. So viel Spaß, dass etwas vom kindlichen Vergnügen am Drehen um die eigene Achse auch bei Erwachsenen übrig geblieben ist.

Nur die wenigsten können sich allerdings dieses Vergnügen gönnen, ohne von ihrer Umwelt seltsam angesehen zu werden. Formel-1-Fahrer Timo Glock ist so jemand. Er wird von den Fans sogar ausdrücklich aufgefordert, nach getaner Arbeit ein wenig Karussell zu fahren. Im Rennwagen heißt diese Übung "Donuts drehen". Das amerikanische Hefegebäck stand Pate
für den Namen, weil die Reifenspuren auf dem Asphalt nach dem sportlichen Dreher eben- so kreisrund sind und ein Loch in der Mitte haben wie ein Donut.

Im IS F zeigte Lexus auf dem Festival of Speed exemplarisch, wie die Übung funktioniert. Zuerst einmal benötigt man ein möglichst starkes Fahrzeug mit Hinterradantrieb, wie es der Hochleistungssportler von Lexus zweifellos ist. Vorderräder einschlagen, den ersten Gang wählen, elektronische Hilfsmittel ausschalten und schlagartig Vollgas geben. Die Vorderräder können die Urgewalt der Leistung nicht in eine Richtungsänderung umsetzen, die Hinterräder drehen durch und das Heck schwenkt entgegen der Richtung der eingeschlagenen Vorderräder; die über die Lenkung eingeleitete Drehbewegung wird beschleunigt, der IS F dreht sich praktisch auf der Stelle. Jetzt kann der Fahrer durch geschicktes Spiel mit dem Gas das Auto in der Drehbewegung halten. Während sich die Hinterreifen langsam in Rauch auflösen, haben Zuschauer und Fahrer ihren Spaß. Und die Reifen sind nach dem Rennen ohnehin nicht mehr zu gebrauchen.
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