Lade

Bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Der (h)eilige Berg als Namensgeber

F-Sport Modelle

Lexus GS 350 F-Sport

Mit den F-Sport Modellen bietet Lexus eine sportliche Linie an, die ihre Ursprünge an einem sehr traditionsreichen Ort hat. Dabei spielt auch der heilige Berg der Japaner eine kleine Rolle. Wichtiger sind aber die Kurven zu seinen Füßen.

Eigentlich liegt der Ursprung von F-Sport in einem Akt zivilen Ungehorsams. Als Lexus mit dem IS die sportliche Mittelklasse besetzte, erkannten einige rennsportbegeisterte Ingenieure das dynamische Potential des Fahrzeugs. In ihrer Freizeit verpflanzten sie das V8-Triebwerk des LS 600h unter die Motorhaube der kompakten Mittelklasselimousine, schraubten am Fahrwerk, vergrößerten die Bremsen und fügten zu gutter Letzt Spoiler, Schweller und sportliches Interieur hinzu. Fertig war ein Prototyp des ersten IS-F, der auf dem Fuji Speedway seine Runden drehen konnte. Nachdem die Ingenieure mit ihrer Arbeit zufrieden waren, wagten sie es, so die Legende, den ungenehmigt entwickelten Sportler dem damaligen Konzernvorstand vorzustellen. Man zeigte sich beeindruckt und gestattete die Fertigentwicklung und Serienproduktion.

Nun brauchte das Kind einen Namen und weil es seine ersten Geh-, beziehungsweise Rollversuche auf dem Fuji Speedway gemacht hatte, lag es nahe, das Projekt nach der Rennstrecke zu benennen. Das große F steht seitdem für Fuji und damit ist ausnahmsweise in Japan nicht der heilige Berg gemeint, sondern die Rennstrecke zu seinen Füßen. Selbige hatte Toyota zu Zeiten seines Formel-1-Engagements eigens neu errichten lassen, auch um dort auf einem eigenen Formel-1-Kurs die Rennwagen des Konzerns zu verfeinern. Nach dem IS-F, der seine 311 kW/423 PS ausgerechnet aus dem für den Betrieb im Hybridmodell LS600h entwickelten V8 bezog, entstand als nächstes Prestigeprojekt der Supersportwagen LF-A mit einem Motor, der als Zehnzylinder an die damals in der Formel-1 gebräuchlichen Triebwerke erinnerte.

Weil den Kunden die sportlichen Attribute der F-Modelle ähnlich gut gefallen wie die möglichen Fahrleistungen, aber nicht jeder Käufer eines Lexus auch tatsächlich dynamisch in die allerhöchsten Sphären vorstoßen möchte, entstand die F-Sport-Serie: Fahrzeuge, die optisch und auch durch technische Modifikation deutlich dynamischer wurden, ohne jedoch die fast überbordende Motorleistung der ursprünglichen Modelle zu besitzen.

Auf der IAA im vergangenen Jahr debütierte mit dem CT 200h F-Sport ein Modell, das weit mehr auf Effizienz als auf absolute Dynamik im Stile des IS-F getrimmt ist. Doch auch für diese Sportversion bemühten die Techniker klassische Maßnahmen, wie sie für Fahrzeuge, die auch auf Rennstrecken zum Einsatz kommen könnten, üblich sind.

Das Sportfahrwerk beschert der F-Sport Variante ein agileres Fahrverhalten und dem Fahrer noch mehr Freude am Volant. Zum Einsatz kommen Schraubenfedern mit geänderten Federraten, die Showa-Stoßdämpfer der Standard-Ausführung wurden durch sportlicher abgestimmte Kayaba-Dämpfer ersetzt. Trotz der gebotenen Fahrdynamik gerät das Thema Umweltverträglichkeit nicht aus dem Blick: Die CO2-Emissionen der Modellvariante liegen nur marginal über denen des normalen CT 200 h.

Optisch unterstreichen die dynamisch geformten vorderen und hinteren Stoßfänger sowie die engmaschigen oberen und unteren Kühlergitter den eigenständigen Auftritt des F-Sport ebenso wie die dunklen 17-Zoll Leichtmetallräder und die seitlichen F-Sport-Embleme. Kräftige, nach außen gestellte Seitenschweller nehmen die am unteren Ende des vorderen Stoßfängers beginnende Charakterlinie auf, lassen den Fahrzeugkörper flacher wirken und runden das Karosseriedesign ab. Der um 30 Millimeter vergrößerte Frontspoiler verbessert zudem die Aerodynamik.

Auch beim neuen GS ist das überarbeitete Fahrwerk ein wesentlicher Bestandteil des F-Sport-Paketes. So wurde die adaptive Fahrwerkseinstellung AVS (Adaptive Variable Suspension) optimiert, um Wankbewegungen noch besser auszugleichen und die Agilität des Fahrzeugs zu verbessern. Dazu wurden sowohl die hinteren wie die vorderen Stoßdämpfer neu abgestimmt. Ein Öl mit besonders niedriger Viskosität reduziert die dämpferinterne Reibung und verbessert so das Ansprechverhalten. Zudem wurde der hintere Dämpfer versetzt und die Aufhängung steifer ausgelegt.

Die F-Sport-Modelle verfügen über einen Heckspoiler und rollen auf exklusiven 19-Zoll-Leichtmetall-Felgen im Farbton "dark premium metallic". Am Heck des GS F-Sport ist der Diffusor in den Stoßfänger integriert und grau-metallic lackiert. Der GS 450h F-Sport unterscheidet sich optisch unter anderem durch eine chromeingefasste Vertiefung
am unteren Ende des Stoßfängers.

Neu im Angebot der F-Sport-Modelle ist ab Juli 2012 der RX. Die auf dem Genfer Autosalon erstmals vorgestellte sportliche Variante unterstreicht den dynamischen Charakter des RX und soll künftig etwa 30 Prozent der Kunden überzeugen.

Von außen ist der neue RX F-Sport an einer eigenständigen Frontpartie erkennbar, die geprägt wird von dem neuen Diabolo-Kühlergrill mit Wabengitter-Struktur und von einem markanten, steiler angestellten vorderen Stoßfänger. Der zugleich auch tiefer nach unten gezogene Stoßfänger trägt einen Frontspoiler, der die Hochgeschwindigkeits-Stabilität weiter optimiert. Die ausgestellten seitlichen Partien des Stoßfängers enthalten tief eingelassene Nebelscheinwerfer. Seitlich ist der F-Sport an seinen grau lackierten 19-Zoll-Leichtmetallrädern sowie am entsprechenden Emblem an den vorderen Kotflügeln zu erkennen.

Auch beim RX F-Sport haben die Techniker das Fahrwerk angepasst. Ein Hochleistungs-Querdämpfersystem unterdrückt Karosserievibrationen und sorgt so für nochmals erhöhten Fahrkomfort und ein noch präziseres Eigenlenkverhalten. Anstatt auf eine konventionelle, starre Domstrebe zu setzen, verbindet Lexus die vorderen Federbeindome über einen hydraulischen Dämpfer. Das gleiche System kommt auch an der Hinterachse zum Einsatz.
Download | 19,43 MB